Supermicro setzt auf offenes Management für größere Rechenzentren

Neues Rack Scale Design für die Oberliga

| Autor: Ludger Schmitz

Gleich für ganze Racks ist das RSD-Angebot von Supermicro vorgesehen.
Gleich für ganze Racks ist das RSD-Angebot von Supermicro vorgesehen. (Bild: Supermicro)

Mit einer Komplettlösung aus Server, Speicher, Netzwerk-Hardware und Managementsoftware richtet sich Supermicro vor allem an Großunternehmen sowie Cloud- und Telekommunikationsanbieter.

Die Hardware beschränkt sich in der Minimalausführung auf Steuerelemente, die für ein ganzes Rack zuständig sind. Ihre Funktion erfüllen sie erst mit einer Management-Software, die dann Server, Speicher und Netzwerk-Hardware im Rack steuert. Sie ist ein Superset aus dem von Intel stammenden Softwarerahmenwerk Rack Scale Design (RSD) und Redfish RESTful APIs, welche die Distributed Management Task Force (DMTF) zum Industriestandard entwickelt hat.

Ein Rack ist nur ein großer Server, mehrere auch.

Die Grundidee von Supermicro läuft darauf hinaus, zum einen ein Rack und zum anderen gleich mehrere davon als eine einzige Ressource zu betrachten und als eine Managementeinheit zu verwalten. Den Ansatz dazu bietet das herkömmlich „Intelligent Platform Mangement Interface“ (IPMI). Über dieses und die Redfish-APIs lässt sich die Infrastruktur zu einer Einheit verbinden, über welche man wiederum die RSD-Managementsoftware legt.

Weil die APIs und RSD offenen Standards entsprechen lässt sich das Konstrukt in andere Automatisierungssoftware für Rechenzentren integrieren, zum Beispiel in „Ansible“ und „Puppet“ oder in Private-Cloud-Software wie OpenStack oder VMware. Auch hardwareseitig ist das Supermicro-Angebot offen. Die RSD-Lösung erfordert nicht unbedingt Supermicro-Hardware, auch keine neue. Sie läuft auf Server-, Speicher und Netzwerkhardware der X10-Generation ebenso wie der neueren X11-Generation.

Von Blades zum Rack und zu Pods

Intels RSD ist ein Rahmenwerk, das für für große IT-Umgebungen die erforderliche Kapazität und Effizienz besitzt. Damit ist die entsprechende Zielgruppen-Orientierung von Supermicro naheliegend. Die Software ermöglicht über Telemetrie- und Instandhaltungsfunktionen hinaus Funktionen wie Pooling und Zusammensetzung von so genannten Pods, einer Gruppe von Racks. Bei bestimmter Hardware ist es möglich, Teile aus dem Rack abzuschalten, zu ersetzen und dabei die restlichen Server unverändert weiterlaufen zu lassen.

Die Browser-basierende Software mit einer grafischen Benutzeroberfläche besteht aus drei Modulen: Der „Pod Manager“ (PodM) an der Spitze der Softwarehierarchie verwaltet und aggregiert die Hardwareressourcen innerhalb mehrerer Racks. Das „Rack Management Module“ (RMM) verwaltet Energie- und thermische Ressourcen in einem Rack. Die „Pooled System Management Engine“ (PSME) fungiert als Einschub- oder Chassis-Manager.

* Ludger Schmitz ist freiberuflicher Journalist in Kelheim.

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