Der Deutsche Wetterdienst und der HLRN-Verbund schaffen an

Neue Cray für Norddeutschland und das Wetter

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Die Aufgaben des Supercomputers

Die Nutzung von Supercomputern ist in vielen Disziplinen mittlerweile Voraussetzung für exzellente Forschungsleistungen und hat zu einer drastischen Beschleunigung von Entwicklungszyklen geführt. Hauptanwendungsgebiete des HLRN sind Umweltforschung und Klimawissenschaften, Ingenieuranwendungen, sowie Grundlagenwissenschaften wie Physik, Chemie und Lebenswissenschaften.

Das Rechnersystem wird, wie das ZIB mitteilt, zum Beispiel zur konstruktiven Verbesserung von Verkehrsflugzeugen und Flugzeugtriebwerken in Hinblick auf eine Verringerung von Lärm- und Abgasemissionen eingesetzt. Auch dreidimensionale Modelle von extrasolaren Gasplaneten werden damit zum besseren Verständnis der Struktur der Planetenatmosphäre simuliert.

Die am HLRN entwickelten Methoden sind in so verschiedenen Gebieten wie der Entwicklung von Klimamodellen, Fusionsreaktoren und Raketenantrieben oder in der Medizin anwendbar. Sie kommen auch in der Vorhersage und Untersuchung von Wirbelstürmen zum Einsatz.

Die Cray-Systeme für den deutschen Wetterdienst

Der Deutsche Wetterdienst wurde 1952 gegründet. Er nutzt 6 große Niederlassungen (Hamburg, Potsdam, Leipzig, Essen, Stuttgart, München) mit zum Teil mehr als 100 Beschäftigten, 181 hauptamtliche Wetterwarten und Wetterstationen, davon 12 Klimareferenzstationen, 48 Stationen mit Radioaktivitätsmessungen, 1.800 ehrenamtlich betreute Wetterstationen, knapp 1.300 phänologische Beobachtungsstellen, 17 Wetterradarstandorte in Deutschland, 2 Meteorologische Observatorien, 2 hauptamtliche Bordwetterwarten auf Forschungsschiffen, 846 Wettermeldestellen auf Handelsschiffen, 9 Radiosonden-Stationen mit jährlich rund 7.500 Ballonaufstiegen sowie mehrere Wettersatelliten.
Der Deutsche Wetterdienst wurde 1952 gegründet. Er nutzt 6 große Niederlassungen (Hamburg, Potsdam, Leipzig, Essen, Stuttgart, München) mit zum Teil mehr als 100 Beschäftigten, 181 hauptamtliche Wetterwarten und Wetterstationen, davon 12 Klimareferenzstationen, 48 Stationen mit Radioaktivitätsmessungen, 1.800 ehrenamtlich betreute Wetterstationen, knapp 1.300 phänologische Beobachtungsstellen, 17 Wetterradarstandorte in Deutschland, 2 Meteorologische Observatorien, 2 hauptamtliche Bordwetterwarten auf Forschungsschiffen, 846 Wettermeldestellen auf Handelsschiffen, 9 Radiosonden-Stationen mit jährlich rund 7.500 Ballonaufstiegen sowie mehrere Wettersatelliten.
(Bild: DWD)
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach wiederum hat in der vergangenen Woche einen Vertrag mit Cray im Wert von 23 Millionen Dollar (rund 17,3 Millionen Euro) unterzeichnet. Der umfasst zwei Cray XC30 Supercomputer und zwei Storage-Systeme “Cray Sonexion 1600“. Ein Superrechner ist für den Produktivbetrieb und der andere für das Backup gedacht.

Noch 2013 werden vermutlich erste Systeme an den Start gehen; 2014 wird die Installation abgeschlossen. Das Mehr an Rechenkapazität soll insbesondere noch genauere regionale Vorhersagen und Wetterwarnungen ermöglichen.

Die beiden Storage-Systeme Cray Sonexion 1600 werden zusammen einen Kapazität von mehr als drei Petabyte haben sowie eine kombinierte Bandbreite von 72 Gigabytes pro Sekunde. Nach Beschreibungen des Herstellers sind die System sehr kompakt und nehmen dadurch weniger Stellfläche ein als Vorgängersysteme oder vergleichbare Speicher. Sie bewältigen sowohl HPC-Anforderungen als auch Big Data.

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