Europäische Weltraumorganisation und Red Hat bauen Private Cloud

Neue Cloud-Infrastruktur bei der ESA

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Ulrike Ostler

Red Hat und ESA entwickeln eigene Private Cloud
Red Hat und ESA entwickeln eigene Private Cloud (www.redhat.com)

Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat mit Unterstützung von Red Hat eine neue Private Cloud entwickelt und im eigenen Rechenzentrum in Betrieb genommen.

Laut einer jetzt veröffentlichen Fallstudie von Red Hat habe man (Red Hat) gemeinsam mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA eine im Rechenzentrum der ESA (On-Premise) betriebene Private Cloud in Betrieb genommen, die ESA-Mitarbeitern künftig innovative, flexible und zuverlässige IT-Services zur Verfügung stellen soll.

Anforderungen bei der ESA

Eine der Aufgaben der ESA ist das Sicherstellen, dass alle europäischen Länder von Investitionen in die Raumfahrt profitieren. In diesem Rahmen gehört das Bereitstellen moderner IT-Services für verschiedenen Anwendergruppen innerhalb der ESA zu den wichtigsten Aufgaben der IT-Abteilung, wobei Applikationen und Daten ausgewählter europaweit tätiger Mitarbeiter jederzeit zugänglich sein müssen.

Um die Anforderungen auch künftig erfüllen zu können, steht mit der ESA-Cloud jetzt eine innovative Umgebung für zahlreiche Services bereit, beispielsweise für ...

  • Software-Entwicklung und -Tests
  • Aufbereitung und Analyse von Satellitendaten
  • Dokumentenmanagementsysteme sowie
  • herkömmliche IT-Services, welche alle Teams im Alltag benötigen.

Da diese Services immer nur von einzelnen Projekten für bestimmte Zeiträume in Anspruch genommen würden, sei man so mit der ESA Private Cloud in der Lage, die benötigten Ressource stets zum richtigen Zeitpunkt bereitzustellen.

Das technische Fundament der ESA-Cloud

Die technische Basis der neuen Infrastruktur-Cloud bilden von Orange Business Services betriebene Blade-Server von VCE mit x86-Architektur, wobei als eine der Betriebssystemplattformen Red Hat Enterprise Linux zum Einsatz kommt. Bei der Implementation und Konfiguration von Red Hat Enterprise Linux hat das ESA-Team im Verlauf des Projektes eng mit Red Hat Consulting zusammengearbeitet, was die Einhaltung der entsprechenden Anforderungen gewährleistete.

Laut Red Hat war diese Phase auch insofern bedeutsam, weil sich die Vorgaben der ESA offenbar deutlich von denen anderer wirtschaftlicher Organisationen unterschieden. Außerdem seien im Projektverlauf zahlreichen neue Szenarien entstanden.

Viele Vorteile für die ESA

Der Vorteil der neuen Technologie: komplexe virtuelle Umgebungen können innerhalb von Minuten unmittelbar durch autorisierte Benutzer bereit gestellt werden, was früher oft Monate dauerte. Dies ermögliche der ESA laut Red Hat ein schnelleres Erreichen ihrer betriebswirtschaftlichen und wissenschaftlichen Ziele.

Außerdem ermögliche es die neue hochvirtualisierte, offene und Standard-konforme Infrastruktur, sämtliche Services effizienter zu verwalten. So könne die IT-Abteilung den Ressourcenverbrauch in Echtzeit überwachen und vorhandene Kapazitäten besser an die einzelnen internen Arbeitsgruppen verteilen.

Aussichten

Noch ist das Cloud-Projekt der ESA nicht zur Gänze abgeschlossen. Bisher arbeiten lediglich die Mitarbeiter am ESA-Standort im italienischen Frascati mit der neuen Cloud-Infrastruktur. Eine vergleichbare Infrastruktur sei aber erst vor Kurzem am Standort Darmstadt implementiert worden.

Außerdem arbeitet die ESA an einer Erweiterung ihres über die Cloud verfügbaren Serviceangebots. Details der Fallstudie von Red Hat lassen sich auf der Webseite von Red Hat nachlesen.

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