Wie lassen sich Apps effizient auf verschiedene Devices bringen und integrieren?

Neue AWS-Dienste adressieren die Entwickler

| Redakteur: Ulrike Ostler

In der "Device Farm" von AWS stehen den Entwicklern physische Geräte für ihre Kompatibilitätstests zur Verfügung.
In der "Device Farm" von AWS stehen den Entwicklern physische Geräte für ihre Kompatibilitätstests zur Verfügung. (Bild: AWS)

Amazon hat auf dem diesjährigen AWS Summit in New York eine ganze Reihe neuer Dienste und Funktionen von Amazon Web Services vorgestellt. Dazu gehören “AWS Device Farm”, “Amazon API Gateway”, “AWS Code Commit”, “AWS Code Pipeline” und “AWS Service Catalog”.

Amazon Web Services hat am 9. Juli 2015 im Javits Kongresszentrum unter anderem den Service “Device Farm“ vorgestellt. Dieser soll App-Entwicklern dabei helfen, ihre Anwendungen schnell und sicher auf Smartphones, Tablets und anderen Geräten zu testen, um so deren Qualität zu verbessern.

Nach dem Hochladen der Apps können Entwickler Tests simultan auf häufig verwendeten Mobilgeräten laufen lassen. Nach Beendigung der Test erhalten die Entwickler einen Report, in dem alle Probleme aufgelistet sind und der ihnen hilft, ihre Apps schneller auf den Markt zu bringen. Für den Service fallen keine Setup-Kosten an; die Entwickler bezahlen nach dem Pay-as-you-go-Prinzip.

Für die Tests steht den Entwicklern eine große Palette physischer Geräte von verschiedenen Herstellern mit unterschiedlichen Hardware-, Betriebssystemversionen und Formaten zur Verfügung. Anders als Emulatoren verschaffen die physische Geräte ein präziseres Bild davon, wie Benutzer mit der App interagieren. Denn hier werden andere Faktoren berücksichtigt, wie etwa Speicher, CPU-Nutzung, Standort sowie von Herstellern und Netzanbietern durchgeführte Änderungen an Firmware und Software. Wir fügen der Flotte ständig Geräte hinzu.

Service statt Tool

Jedes Gerät ist für die Dauer eines Tests reserviert und vollständig isoliert von anderen Geräten auf der Software- und Hardware-Ebene. Nach jedem Testdurchlauf werden die Geräte zurückgesetzt, um die App und Daten zu entfernen.

Außerdem werden mithilfe der AWS-Tests die Probleme nicht nur erkannt, sondern auch nach den einzelnen Geräten gruppiert. Das Hilft Ergebnisse, Protokolle, Screenshots und Leistungsdaten schnell analysieren zu können. Durch Konfiguration von Standort, Sprache, Anwendungsdaten und die Installation erforderlicher Apps haben Kunden die Möglichkeit, eine Feinabstimmung ihrer Testumgebung vorzunehmen, um realitätsnahe Kundenbedingungen zu simulieren.

Die integrierte Test-Suite lässt sich einfach ausführen, Skripts erübrigen sich. Darüber hinaus können Entwickler ihre Tests anpassen, indem sie aus einer Palette von beliebten Open-Source-Test-Frameworks wie „Appium“, „Calabash“ und „Espresso“ auswählen. Darüber hinaus stehen ihnen Service-Plugins und APIs zur Verfügung, um Tests automatisch von Integrationssystemen wie „Jenkins“ und anderen Entwicklungs-Tools aus zu starten.

Amazon API Gateway

Mithilfe des Amazon API Gateway können AWS-Kunden Programmierschnittstellen (APIs) selbst erstellen, veröffentlichen, verwalten, überwachen und sichern. Mit nur wenigen Klicks soll es möglich sein, API zu schaffen, die als Front-Door für Anwendungen fungiert, um Zugriff auf Daten, Geschäftslogik oder Funktionen aus „Backend“-Diensten zu erhalten, etwa Verarbeitungslasten, die auf „Amazon Elastic Compute Cloud“ (Amazon EC2) laufen, und Code, der auf „AWS Lambda“ läuft, oder eine beliebige Web-Anwendung.

Amazon API Gateway übernimmt dabei alle Aufgaben, die mit der Annahme und Verarbeitung von Hunderttausenden gleichzeitiger API-Aufrufe, etwa Datenverkehrs-Management, Autorisierung und Zugriffssteuerung, Monitoring und Versions-Management verbunden sind. Eine Mindestgebühr oder Anlaufkosten gibt es nicht. Entwickler bezahlen für die API-Aufrufe, die sie erhalten und für die Menge der übertragenen Daten.

Begrenzte Verfügbarkeit bei Code Commit und Code Pipeline

Zusätzlich dazu sind jetzt zwei sich ergänzende Tools für die Softwareentwicklung verfügbar, die bereits auf der Entwicklerkonferenz „re:Invent“ im vergangenen Herbst angekündigt worden waren: AWS Code Commit und AWS Code Pipeline.

Das erste Angebot ist ein sicherer, hoch skalierbarer verwalteter Source-Control-Service, der private Git-Repositories hostet. Ein eigenes Source-Control-System wird damit überflüssig. Laut AWS können Anwender von Code bis zur Binärdatei alles speichern und sowohl mit bereits vorhandenen Git-basierten Tools als auch mit den Online-Tools von Code Commit arbeiten. 10 Gigabyte Speicherplatz und 2.000 Git-Anfragen kosten monatlich einen Dollar pro aktivem Nutzer.

AWS Code Pipeline dagegen ist ein Management-Tool für Continuous Integration und Continuous Delivery, mit dem der Entwicklungsprozess von der Code-Erstellung über den Test bis zur Veröffentlichung definiert und kontrolliert werden kann. Jede aktive Pipeline kostet einen Dollar pro Monat. Allerdings ist das Tool bisher noch auf die US East (Northern Virginia) Region beschränkt, eine Erweiterung auf andere Regionen ist geplant.

AWS Service Catalog

AWS Service Catalog soll es Administratoren ermöglichen, genehmigte Ressourcenkataloge zu erstellen und zu verwalten. Endbenutzer können daraus einem nur jene Produkte finden und starten, die sie benötigen. Unternehmen wird damit ermöglicht, die Benutzer-Zugriffe zu steuern und die Einhaltung von Richtlinien zu gewährleisten. Den Dienst gibt es bisher in den Regionen US East (Northern Virginia) und US West (Oregon), eine Erweiterung auf andere Regionen ist geplant.

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