Lohnt sich ab drei Arbeitsplätzen: Thin Clients von neuem Anbieter NComputing bietet erstmals Virtual-Desktop-Hardware in Deutschland an

Redakteur: Daniel Feldmaier

Die Sysob-IT-Distribution holt die im Ausland bereits seit einiger Zeit erfolgreichen Virtual-Desktop-Lösungen von NComputing erstmals nach Deutschland. Dahinter verbergen sich verschiedene Thin-Client-Systeme für KMUs, die über USB oder Netzwerk die Leerlauf-Ressourcen eines Desktop-PCs nutzen oder aber auch klassisch mit einem Server verbunden sind.

Firmen zum Thema

Durch virtuelle Desktops von NComputing können KMUs von reduzierten Energie- und Wartungskosten profitieren. Im Bild: X-350
Durch virtuelle Desktops von NComputing können KMUs von reduzierten Energie- und Wartungskosten profitieren. Im Bild: X-350
( Archiv: Vogel Business Media )

Laut Sysob werden kleinere Unternehmen im Bereich der Servervirtualisierung im Bezug auf spezifische Lösungen oft nicht berücksichtigt. Ein Missstand den der Value Added Distributor Sysob und der Virtual Desktop-Anbieter NComputing gemeinsam beheben möchte. Zusammen stellen sie ab sofort Lösungen zur Servervirtualisierung bereit, die sich bereits in Betrieben ab drei Arbeitsplätzen einsetzen lassen.

Nach eigenen Angaben sind weltweit bereits rund 20 Millionen Thin Clients von NComputing im Einsatz. Insgesamt drei Geräte-Serien sind jetzt für den deutschen Markt verfügbar:

Bildergalerie
Bildergalerie mit 6 Bildern

L-Serie (Ethernet)

Mit der L-Serie bietet NComputing einen Thin Client an, der auf einem hoch integrierten Ein-Chip-System basiert. Dies ist eine zum Patent angemeldeten Hardware-Technologie für lokale Multimedia-Decodierung und –Skalierung, die erheblich zur Entlastung der Netzwerkressourcen beitragen soll. Das L300-Zugangsgerät mit einer maximalen Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel und zwei USB-Ports mit Redirection kostet 219 Euro (UVP). Eine geringere Maximal-Auflösung von 1.440x900, aber auch einen niedrigeren Preis hat das Modell L230: 154 Euro (UVP). Den kleinsten Ableger der L-Serie namens L130 gibt es für 114 Euro. Dieser ermöglicht ebenfalls eine Auflösung von 1.440x 900, allerdings wurden hier die USB-Anschlüsse eingespart und es stehen nur PS/2-Anschlüsse für Maus und Tastatur zur Verfügung. Die Desktop-Virtualisierungs-Software vSpace ist stets enthalten.

X-Serie (PCI-Card)

Die X-Serie verwandelt einen normalen Desktop-PC in einen Server für bis zu elf Benutzer. Die Leistung heutiger PCs ist so hoch, dass User oft nur einen Bruchteil davon verwenden. Diesen Umstand nutzt die X-Serie, die als Kit geliefert wird. Die Kits enthalten eine PCI-Karte für den PC, die Virtual-Desktop-Software vSpace sowie drei oder fünf Zugangsgeräte (Thin Clients). Die Verbindung zum PC erfolgt über gewöhnliche Netzwerkkabel. Der Preis für das Fünf-User-Kit liegt bei 399 Euro, das Drei-User-Kit soll für 266 Euro verkauft werden (jeweils UVP).

U-Serie (USB)

Nutzer der U-Serie arbeiten in kleinen Unternehmen oder im privaten Umfeld. Die v-Space-Software nutzt CPU-Leerlaufressourcen eines PCs, indem sie auf diesem mehrere virtuelle Arbeitsbereiche festlegt. Die zusätzlichen Benutzer schließen dann ihre Monitore, Tastaturen und Mäuse über den Thin Client U170 an. Das Zugangsgerät wird mit dem beigelegten USB-Kabel an den gemeinsam genutzten Computer angeschlossen. Das System soll innerhalb von fünf Minuten startbereit sein. Die unverbindliche Preisempfehlung des USB-Virtual-Desktop liegt bei 84 Euro.

Büro-PCs ersetzen

Durch den Einsatz der Thin Clients sinken die Stromkosten der Anwender laut Sysob um bis zu 90 Prozent. Auch die Wartungskosten für die gesamte IT können um bis zu 50 Prozent sinken. Büro-PCs werden durch preisgünstige Clients ersetzt und die Arbeit auf den Server verlagert. Die Clients liegen beim Stromverbrauch bei rund fünf Watt im Vergleich zu etwa 100 Watt, die ein gewöhnlicher PC benötigt.

Das Markenzeichen eines Thin Clients ist, dass keine bewegten Teile wie Lüfter oder Festplatten verbaut sind, was einen lautlosen Betrieb ermöglicht. Das Betriebssystem ist von der verwendeten Hardware unabhängig. Für die PC-Benutzer selbst ändert sich folglich nahezu nichts: Da die Lösungen sowohl unter Windows als auch unter Linux arbeiten, bleibt die gewohnte Arbeitsumgebung erhalten. Darüber hinaus lassen sich die NComputing-Produkte in VMware oder Citrix integrieren.

(ID:2051227)