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Nachgerechnet und Metrik erstellt: Fünf IaaS-Cloud-Anbieter im Vergleich

15.04.2011 | Autor / Redakteur: Jochen Michels / Ulrike Ostler

Berater Jochen Michels rechnet für jeden transparent vor, was die Cloud-Computing-Angebote fünf verschiedener Anbieter tatsächlich kosten
Berater Jochen Michels rechnet für jeden transparent vor, was die Cloud-Computing-Angebote fünf verschiedener Anbieter tatsächlich kosten

Die Metrik

Daher kommt der Leistungseinheit als Bezugsbasis große Bedeutung zu. Da jeder Anbieter seine eigenen oder gar keine Leistungs-Angaben macht, muss eine vergleichbare Metrik verwendet werden. Dazu wird die Anzahl Rechenkerne mit der Frequenz multipliziert und ergibt den Server-Leistungs-Wert (SLW).

Dann wird die Memory-Größe in Megabyte hinzu addiert und ergibt den SLWR (SLW = Core-Anzahl mal Frequenz plus RAM). Wegen der sehr großen Zahlen ist es besser, sie umzurechnen in kSh (kiloSLWRStunden). So entsteht damit eine für alle Bieter vergleichbare Bezugsbasis (siehe: Abbildung klein und Galerie-Bild 1, auch zum Download unten).

Berater J.K. Michels erstellt eine Metrik, die es jedem Unternehmen erlaubt, eine Vergleichbarkeit der Cloud-Angebote herzustellen und selbst nachzurechnen. Quelle: J.K. Michels Unternehmensberatung für DV
Berater J.K. Michels erstellt eine Metrik, die es jedem Unternehmen erlaubt, eine Vergleichbarkeit der Cloud-Angebote herzustellen und selbst nachzurechnen. Quelle: J.K. Michels Unternehmensberatung für DV

Von jedem Provider sind hier die kleinsten und die größten Einheiten der Berechnung zugrunde gelegt, um die ganze Preisspanne einzufangen. Allzu groß sind die Unterschiede nicht, wenn man von dem Ausreißer bei E absieht. Daran ist erkennbar, dass dieser Provider für kleine Cloud-Kunden kaum in Frage kommt, bei großen dafür aber besonders günstig ist.

Der Preisrahmen

Aufschlussreich ist die vorletzte Zeile mit dem Vergleichspreis für eine kSh (=1.000 SLWR-Stunden). Die Preise bewegen sich meistenteils zwischen 0,02 und 0,3 Euro pro kSh. Das ist zwar eine Spreizung um das Fünfzehnfache, doch gibt es eine mittlere Preisbandbreite die von 0,05 bis 0,1 Euro reicht.

Ein Anbieter betreibt sogar einen Spotmarkt, auf dem sich die Preise deutlich niedriger einpendeln, was aber für die Grundlast bei größeren und stabilen Rechenzentren wohl kaum in Frage kommt.

Richtig interessant wird es, wenn man nun diese Angebote gegen das eigenbetriebene Data Center rechnet. In Tabelle 2 (siehe: Bildergalerie) ist die Struktur eines mittelgroßen Rechenzentrums gezeigt, das bei 300 Servern etwa 3 Millionen Euro Jahreskosten verursacht.

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