IT als Service ersetzt das Monitoring nicht

Monitoring-Strategie hilft gegen Prozess-Knockout: 2X4 Tipps

| Redakteur: Ulrike Ostler

Easynet bietet multinationalen Geschäftskunden Dienste im Bereich Managed Hosting, Managed Networks, Enterprise Cloud und Professional Services an. Im Artikel finden sich acht Tipps zum Prozess-Monitoring,
Easynet bietet multinationalen Geschäftskunden Dienste im Bereich Managed Hosting, Managed Networks, Enterprise Cloud und Professional Services an. Im Artikel finden sich acht Tipps zum Prozess-Monitoring, (Bild: Easynet)

Unternehmen verlangen Transparenz im IT-Betrieb. Können IT-Lieferanten den Service nicht bieten, muss eine eigene Monitoring-Lösung her. Der Service Provider Easynet Global Services erklärt die beste Vorgehensweise.

Um die Kontrolle über ihre Geschäftsprozesse zu bewahren, sind Unternehmen auf den genauen Einblick in die Art und Menge ihres Datenverkehrs sowie den Status aller Applikationen angewiesen. Fehlt ihnen diese Information, investieren sie entweder zu viel in unnötig hohe Bandbreiten, verrechnen sich bei die Auslastung ihrer Server oder schätzen den Klimatisierungsbedarf ihrer Rechenzentren falsch ein.

Sie riskieren Lastspitzen und sogar Überlast, die den gesamten Datenverkehr und damit die Abarbeitung vitaler Geschäftsprozesse im Zweifel zum Erliegen bringt. Ein solcher Knockout aber kann fatale Auswirkungen auf das gesamte Geschäft haben.

Wenn der Provider nicht will

In der Regel bieten IT-Provider ihren Kunden diese Monitoring-Dienste an. Können sie die gewünschte Informationstiefe nicht zur Verfügung stellen, müssen die Unternehmen eine eigene Monitoring-Strategie verfolgen. Allerdings sorgen Cloud-Dienste, Outsourcing und globaler Datenhaltung dafür, dass die Erarbeitung einer solchen Strategie alles andere als trivial ist.

Um erfolgreich zu sein, ist eine ganzheitliche Betrachtungsweise erforderlich: Es geht nicht mehr nur um die reine Statusüberwachung einzelner Geräte, sondern auch um die Berücksichtigung von technischen und prozessbasierten Informationen, die es zusammenzuführen gilt. Nur so lassen sich die richtigen Automatisierungsschritte in Gang setzen.

8 Aspekte bei der Entwicklung einer Monitoring-Strategie

1. Der Projektumfang ist klar zu definieren

Wichtig ist, gleich bei Projektbeginn die Erwartungen an ein künftiges Monitoring eindeutig zu definieren. Der Projektumfang muss realistisch bleiben, darf allerdings auch nicht die Tür für weitere Entwicklungen verschließen. Weil Monitoring die Basis für jegliche Automatisierung ist, ist schon frühzeitig festzulegen, welche Prozesse automatisiert werden sollen.

2. Die Tool-Brille muss fort.

Die Auswahl der geeigneten Tools ist nicht der erste Schritt, sondern einer der letzten. Der wesentliche Punkt ist zunächst eine funktionale Definition des Monitoring.

3. Stakeholder gehen früh an Bord.

Sind Aufgaben und Funktionsweise des Reporting klar, müssen frühzeitig alle Stakeholder eingebunden werden, zumal sich die Sichtweise auf Daten von Fachgebiet zu Fachgebiet stark unterscheidet und von den Business-Treibern abhängt.

4. Big Data ist eine Aufgabe.

Zukünftig wird das Thema Big Data sowohl Monitoring als auch Reporting stark beeinflussen. Es wird neue Möglichkeiten geben, historische Daten in Ad-hoc-Berichten zu verwenden. Trend-Analysen werden sich künftig möglicherweise auf einen sehr großen Datenpool beziehen.

5. Flexibilität gehört geplant.

Trotz der Notwendigkeit, den Projektumfang nicht zu groß werden zu lassen, darf die Flexibilität der Lösung nicht eingeschränkt werden. Eine zu schnelle Entscheidung in Richtung einer Architektur oder eines bestimmten Werkzeugs kann zur Einbahnstraße werden, wenn zusätzliche Business-Anforderungen definiert werden: Die Integration von Cloud-Diensten, Lieferanten oder Kunden etwa muss jederzeit realisierbar bleiben.

6. Ressourcen braucht das Projekt.

Monitoring und Reporting sind ein Prozess und kein abgegrenztes Projekt: sie erfordern kontinuierlich anpassbare Budgets und dedizierte Personal-Ressourcen. Wichtig ist, diese einzuplanen.

7. Manche Daten sind geschützt.

Welche Daten dürfen erfasst werden? Wo dürfen welche Daten gespeichert werden? Und wie sehen Aufbewahrungsfristen aus? Die juristischen Aspekte der Datenspeicherung müssen auf jeden Fall geklärt werden.

8. Nur Daten mit Qualität zählen.

Ohne ausreichende Datenqualität sind der beste Report und die besten Service Level Agreements das Papier kaum Wert, auf dem sie geschrieben sind. Die Qualität der Master-Daten ist entscheidend. Deshalb ist nicht nur die Zuordnung von Daten-Ownern relevant, sondern auch die Festlegung, wie sich die Datenqualität messen und gegebenenfalls auditieren lässt.

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