Cloud Computing erobert sich den Mittelstand

Mittelstandsgerechte Cloud-Angebote treiben den Cloud-Einsatz

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SaaS als Treiber

Für das 3. Quartal gehen die Befragten im Bereich SaaS und PaaS von einer leicht sinkenden Einsatzquote aus. Das betrifft vor allem Projekte, die zum Ausgleich von Lastspitzen aufgesetzt wurden und im Sommerurlaubsquartal dementsprechend weniger oft genutzt werden. Die Infrastrukturservices aus der Cloud dürften aus Sicht der Befragten jedoch auch im 3. Quartal als Dauerprojekte zunehmen.

Die Software-as-a-Service Angebote (SaaS) stellen auch im 2. Quartal des Jahres die Cloud-Treiber im Mittelstand dar. Neben den klassischen Lösungsbereichen ERP und CRM zeigt der Mittelstand vor allem starkes Interesse an den Office-Themen aus der Cloud bzw. Kollaborationsanwendungen im Rahmen der Kommunikation. Auch wurden Security-Angebote verstärkt vom Mittelstand angenommen.

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CeBIT treibt Cloud-Informationsverhalten des Mittelstands

Deutliche CeBIT-Effekte im IT Cloud- Index Mittelstand; so lässt sich das Befragungsergebnis kurz und bündig beschreiben. Die CeBIT hat dazu geführt, sich seitens der Anwenderunternehmen intensiver dem Cloud-Thema zu widmen. Dies gaben die Teilnehmer der Befragung aus dem zweiten Quartal 2012 an. Im O-Ton einzelner Befragungsteilnehmer des Cloud-Index ist die Cloud mittlerweile „all around you“ und man kann ihr nicht mehr entkommen. Das führt dazu, dass sich die Unternehmen auch stärker mit der Cloud als Ergänzung oder gar Alternative für vorhandene oder neue Lösungsbereiche beschäftigen. Ein weiterer Schritt zur festen Etablierung der Cloud im Mittelstand.

Mehr als 45 Prozent der Mittelständler setzen sich intensiv mit der Cloud auseinander

Im Vorjahresquartal hatte sich fast jedes zweite Unternehmen im Mittelstand noch nicht mit dem Thema Cloud beschäftigt. Im zweiten Quartal 2012 hat sich dagegen bereits fast jedes zweite Unternehmen intensiv bzw. sehr intensiv mit dem Einsatz von Cloud auseinandergesetzt. Lediglich ein gutes Viertel der Unternehmen meidet noch die Wissensbildung rund um die Cloud.

Für Stefan Neitzel vom durchführenden Marktforschungsinstitut techconsult wird sich diese Tendenz fortsetzen. Dies sei ein deutliches Signal für die positive Entwicklung des Cloud-Einsatzgrades, so Neitzel. Mehr als ein Drittel der Unternehmen wiesen ohnehin für 2012 konkrete Cloud-Planungen auf, dieser Wert dürfte angesichts der steigenden Angebotsvielfalt, der zunehmenden Auflösung des Informationsdefizits und der finanziellen Attraktivität weiter zunehmen. In der Zunahme der Intensität spiegelten sich demnach auch die konkreten Erfahrungen mit ersten Cloud-Projekten wider, die immer häufiger nur ein erster Schritt waren und einer Vertiefung des Cloud-Einsatzes den Weg bereiteten.

Eine geringe bzw. keine Auseinandersetzung mit der Cloud ist bislang insbesondere in Unternehmen zu verzeichnen, die nur in geringem Umfang oder gar nicht auf Virtualisierung setzen sowie auch hinsichtlich ihrer Automatisierungs- und Standardisierungsanstrengungen deutlich hinter dem Durchschnitt der Mittelständler zurückbleiben.

Meist ist die Infrastruktur über die Jahre gewachsen und stark auf die individuellen Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnitten. Hier ist die Regel „Never change a running system“ zum Gesetz geworden. Mit innovativen Technologien findet meist keine Auseinandersetzung statt, da die Ressourcen in der Regel voll und ganz in der Aufrechterhaltung des IT-Betriebs gebunden sind – eventuell eine sich selbst beschleunigende Spirale negativer Geschäftsentwicklung.

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