SaaS, PaaS, IaaS im Cloud-Index – Quartalsbericht von Techconsult und HP Deutschland

Mittelstand ist offen für die Service-IT, aber Cloud-unerfahren

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Cloud Services steigen in der Nutzenbewertung

In der differenzierten Bewertung der Cloud-Disziplinen Software as a Service (SaaS), Infrastructure as a Service (IaaS) und Platform as a Service (PaaS) ist ein Bedeutungszuwachs aller drei Disziplinen zu erkennen. Laut Studie ist insbesondere die Annäherung von PaaS an die Nutzenbewertung der beiden anderen Cloud-Bereiche von Bedeutung. Mit einer tieferen Durchdringung des Themas Cloud Computing erschließen sich die Teilnehmer auch den Bereich PaaS und erkennen die Bedeutung und den Mehrwert der Plattform-Services.

Gerade vor dem Hintergrund des unter mittelständischen Unternehmen präferierten Private-Cloud-Bereitstellungsmodell kommt PaaS eine Schlüsselrolle zu, wie auch in der Integration externer Public-Cloud-Services. Beide Befragungswellen betrachtend, ist die Private Cloud das bevorzugte Einstiegsmodell, das spätestens mittelfristig durch Public Cloud Services zu einer hybriden Cloud weiterentwickelt werden soll. Über strategische Entscheidungen bei der Plattform-Auswahl werden bereits heute die Weichen für das Zusammenspiel beider Sphären gestellt.

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Leichte Veränderungen in der Cloud-Fitness

Während sich die Bewertung des Cloud-Nutzens im Vergleich zum vorherigen Quartal deutlich gesteigert hat, waren in der Bewertung der Cloud-Fitness nur marginale Veränderungen zu konstatieren. Die vertiefte Auseinandersetzung mit Cloud Computing und erste Erfahrungen mit Cloud-Projekten zeigen sich insbesondere in einer deutlichen Zunahme des Anteils der sehr gut auf die Nutzung von Cloud vorbereiteten Unternehmen.

Gleichzeitig ist die tiefere Auseinandersetzung mit der Cloud aber auch ein wichtiges Hemmnis für das weitere Wachstum dieser Kategorie. Einhergehend mit dem Cloud-Computing-Know-how steigt sowohl das Wissen um die Risiken von Cloud-Services als auch das Wissen um die Probleme der Einbindung und Orchestrierung.

Nach wie vor ist die fehlende Cloud Computing Awareness in der Geschäftsführung bzw. den Fachabteilungen der Hauptgrund für eine weniger gute oder schlechte Cloud-Fitness. Im Vergleich zum Referenzwert des Vorquartals zeigen insbesondere die Punkte Schnittstellen-Know-how und Erfahrungen mit Service-Level-Management die deutlichsten Zuwachsraten. Hier zeigt sich der Anspruch, Cloud-Modelle in die Unternehmensnetze einbinden zu wollen.

Angst vor neuen IT-Silos

Diese Fragen treiben speziell Unternehmen um, die sich intensiv mit Public-Cloud-Angeboten beschäftigen. Zwar versprechen diese einfachstes Deployment durch die Nutzung im Web-Browser, die Ansprechpartner möchten aber gerade den Datenaustausch zwischen den Unternehmensanwendungen intensivieren, um nicht wieder Silo-artige Systeme im Einsatz zu haben.

Genannt wurden von den Teilnehmern häufig auch die unterschiedlichen Schnittstellen der Anbieter, die zur Hürde für die gewünschte Integration in eigene Infrastruktur als auch externe Cloud-Services werden. Die Teilnehmer verspüren hinsichtlich dieses Themas ein Gefühl des Vendor Lock-ins: die IT erarbeitet sich Kompetenzen in der Cloud-Integration eines Herstellers, dessen Modelle sich jedoch nicht ohne weiteres auf andere Anbieter übertragen lassen.

Bei einer Ausweitung der Cloud-Nutzung tendieren die IT-Entscheider daher dazu, auch neuen Bedarf durch Angebote von demselben Anbieter abzudecken. Cloud-erfahrene Teilnehmer begrüßen daher mehrheitlich Projekte zur Definition offener Schnittstellen, erwarten aber nicht, dass diese sich flächendeckend durchsetzen.

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