SaaS, PaaS, IaaS im Cloud-Index – Quartalsbericht von Techconsult und HP Deutschland

Mittelstand ist offen für die Service-IT, aber Cloud-unerfahren

05.12.2011 | Redakteur: Ulrich Roderer

HP Cloud Index: Mit einer tieferen Durchdringung des Themas Cloud Computing erschließen sich Unternehmen auch den Bereich PaaS und erkennen den Mehrwert der Plattform-Services.
HP Cloud Index: Mit einer tieferen Durchdringung des Themas Cloud Computing erschließen sich Unternehmen auch den Bereich PaaS und erkennen den Mehrwert der Plattform-Services.

In der neuesten Ausgabe des HP Cloud Index zeigt sich, dass der deutsche Mittelstand das Cloud Computing zunehmend positiv bewertet: Mehr als ein Drittel sehen Vorteile im Einsatz von Cloud-Computing-Lösungen und –Modellen für ihr Unternehmen. Dagegen hapert es bei der praktischen Umsetzung.

Neben fehlendem Know-how um Schnittstellen und Service Level Management innerhalb der IT selbst, erkennen die Geschäftsführung und Fachabteilungen häufig nicht den innovativen Wert von Cloud Computing an. Informationsbedarf herrscht auch weiterhin hauptsächlich hinsichtlich des Themas Security vor.

Cloud Computing wird auch im Mittelstand zunehmend als nützlich wahrgenommen. Unter den 200 befragten Mittelständlern sehen zwar immer noch etwa 60 Prozent der Unternehmen nur geringe oder keine Vorteile von Cloud Computing, aber die Antwortkategorien „nützlich“ beziehungsweise „sehr nützlich“ verzeichneten eine deutliche Zunahme im Vergleich zum zweiten Quartal 2011.

Die Hälfte der Mittelständler ist Cloud-unerfahren

Dabei handelt es sich aber häufig um eine theoretische Einschätzung. Nicht einmal die Hälfte der Unternehmen mit einer hohen Nutzenbewertung konnte bislang Erfahrungen in konkreten Cloud-Projekten sammeln. Die Nutzenbewertung wirkt hier häufig noch abstrakt und muss sich erst in Projekterfolgen bewähren.

Die Vorzüge und Möglichkeiten des Cloud Computings sind unter diesen Unternehmen aber bereits verbreitet und alternative Sourcing-Konzepte werden von den IT- und Business-Entscheider in die IT-Strategie einbezogen. Vom Cloud-Einsatz versprechen sie sich - neben einer Erhöhung der Flexibilität - Kosteneinsparungen und eine Entlastung der IT-Ressourcen.

Kosteneinsparungen im Fokus

Gerade Kosten- und Ressourcengründe wurden von den teilnehmenden Unternehmen im Vergleich zur ersten Befragungswelle verstärkt als Grund für eine positive Nutzenbewertung angeführt. Vor dem Hintergrund ständig neuer Anforderungen an die IT bei eingefrorenen oder sogar sinkenden Budgets wird Cloud Computing zu einer Option, die die Quadratur des Kreises verspricht.

Die bedarfsgerechte Bereitstellung - etwa durch Private-Cloud-Lösungen - erhöht die Lebensdauer der eigenen Infrastrukturkomponenten und trägt zur Kostenminimierung bei. Währenddessen erhöht sich die Flexibilität und die IT kann sich dynamisch an die Anforderungen des Unternehmens anpassen. Die damit verbundene Automatisierung der IT, möglicherweise mit der Ergänzung durch Public-Cloud-Lösungen, bietet den IT-Verantwortlichen die Möglichkeit, sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren und die IT zur bestmöglichen Unterstützung der Geschäftsprozesse zu operationalisieren.

Enttäuschte Hoffnungen – Die Ablehnerrate steigt leicht

Unter den 62 Prozent der mittelständischen Unternehmen, die nur einen geringen oder keinen Nutzen im Einsatz von Cloud Computing sehen, befindet sich eine steigende Anzahl Unternehmen, die den Cloud-Einsatz evaluiert, jedoch aus verschiedenen Gründen abgelehnt haben. Der meistgenannte Grund für eine niedrige Nutzenbewertung ist weiterhin, dass derzeit kein Bedarf am Einsatz bestehe und die unternehmenseigene IT alle Bedürfnisse abdecke.

Im Vergleich zum vorausgegangenen Quartal stieg die Zustimmung zu dieser Begründung sogar leicht an. Deutlich häufiger als im vorgegangenen Vierteljahr wurden dagegen zwei andere Gründe angeführt, die für die Ansprechpartner als Show-Stopper eines Cloud-Einsatzes gelten: Versprochene oder erhoffte Kosteneinsparungsszenarien ließen sich nicht realisieren und Individualisierungen seien nur eingeschränkt möglich. Somit erfüllten die Lösungen – besonders im Software-Bereich – nicht die Anforderungen und fielen aus der Evaluation heraus.

Darüber hinaus führen auch Kostenaspekte bei Private-Cloud-Evaluationen häufig zu Absagen. Dabei ist der interne Aufwand für die Implementierung ein entscheidender Faktor, beispielsweise Schulungskosten für IT-Mitarbeiter und lizenzrechtliche Fragen. Hier wirkt aber auch die Erkenntnis, dass vorhandene Infrastrukturkomponenten und laufende Systeme teilweise nur unter großen Mühen und nicht performant in ein internes Cloud-Bereitstellungsmodell eingebunden werden können.

weiter mit „Cloud Services steigen in der Nutzenbewertung“

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