Suchen

Die Brutto-Kapazität der Violin 6000er Serie steigt auf 60 Terabyte

Mit Solid State Drive Arrays will Violin ins Enterprise

Seite: 3/3

Firmen zum Thema

Die I/O-Performance lässt sich allerdings weder beim Schreiben halten, noch wenn andere Anwendungen ihre Daten auf den Festplatten ablegen und abrufen würden. Weitere Einschränkungen entstehen sicherlich auch aus dem gewählten RAID-Level.

Ein Violin-Array hingegen hätte genügend Reserven, um nicht Performance-Engpässe zu verursachen. Nicht zu vergessen, dass man mit einem Flash-Array auch auf 100 und mehr Terabyte zwangsläufig zu installierender Festplatten-Speicherkapazität verzichten könnte.

Bildergalerie

Bildergalerie mit 8 Bildern

Die CPU läuft zu Hochleistung auf

Ein weiterer kostensparender Vorteil ergibt sich aus der Verringerung der Latenzzeit. Ausgestattet mit klassischen Speichersystemen verbringt ein Datenbankserver meist viel Zeit im „I/O wait state". Sobald Anwendungen um den langsamen Speicherzugriff konkurrieren, verwandeln sich sogar vermeintlich sequentielle Zugriffe in zufällige (random access).

Violin Flash Memory Arrays weisen per se bereits eine um Faktoren geringere Antwortzeit auf als konventionelle Arrays (50 bis 150 Mikrosekunden versus 2 bis 10 Millisekunden). Bei zufälligen Zugriffen fällt dieser Vorteil sogar noch viel höher aus, da hier die Festplatten basierten Systeme einbrechen.

In der Folge müssen die Server nicht mehr auf das langsame Medium Festplatte warten, und die CPU-Performance wird wesentlich besser ausgenutzt. Dieselbe Arbeit kann von weniger CPUs verrichtet werden. Kommen Lizenz- und Wartungsmodelle zum Einsatz, die nach der Anzahl von Prozessoren und Kernen berechnet werden, steht auch hier eine größere Kostenersparnis ins Haus.

Fazit

Die Violin-Systeme der 6000er-Serie sind vollwertige Enterprise-Class Geräte mit redundanten Komponenten, die im laufenden Betrieb getauscht werden können. Aufgrund dieser Eigenschaft und zusätzlichen Mechanismen wie Error Correction und Data Scrubbing erreichen sie eine Verfügbarkeit von 99,999%.

Die Daten werden auf den VIMMs (Violin Intelligent Memory Modules) gespeichert; diese ähneln somit einer SSD, die Sie bereits aus Cache-basierten Storage-Systemen kennen. Aber ein VIMM ist weithaus intelligenter, denn es enthält neben den eigentlichen Flash-Chips und dem DRAM für Metadaten einen Prozessor, der ständig Tasks wie das oben beschriebene „Garbage Collection“ ausführt. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass auf jedem einzelnen VIMM immer genügend freie Zellen zum Schreiben vorhanden sind und der „Write-Cliff“ nicht eintritt.

Ein Violin-System der 6000er-Serie kann bis zu 64 VIMMs mit je 256 GByte bis demnächst ein TByte aufnehmen. Die Brutto-Kapazität eines dieser Rack-Geräte mit 3 Höheneinheiten (HE) erreicht dann mehr als 60 TByte.

(ID:34526300)