So funktioniert die Aufwandseinschätzung in Scrum-Projekten

Mit Poker zum Projekterfolg

| Autor / Redakteur: Sebastian Krack* / Ulrike Ostler

Jeder Entwickler erhält ein Poker-Deck und schon beginnt das Spiel um die Aufwandsschätzung von Entwicklungsprojekten; man spielt mit verdeckten Karten.
Jeder Entwickler erhält ein Poker-Deck und schon beginnt das Spiel um die Aufwandsschätzung von Entwicklungsprojekten; man spielt mit verdeckten Karten. (Bild: FotolEdhar/ Fotolia.com)

Jedes Entwicklerteam kennt das: Neben der Bewältigung der Programmier- und Entwickleraufgaben in den verschiedenen Projekten ist es wichtig, die für die einzelnen Aufgaben benötigten Zeitaufwände exakt einschätzen zu können. Zahlreiche Methoden und Tools wurden hierfür bereits entwickelt. Unter ihnen auch „Planning Poker“. Wie nutzt man es richtig? Wo sind die Grenzen?

Das Verfahren Planning Poker soll helfen, durch die Bündelung des Know-hows von mehreren Team-Mitgliedern vergleichsweise einfach zu fundierten Aufwandschätzungen zu gelangen. Das Software-Entwicklerteam von Adacor hat Planning Poker testweise eingesetzt. In diesem Artikel gibt Sebastian Krack, Teamleiter des Software-Entwicklerteams, einen Einblick in die Methode und zieht ein erstes Fazit zum Potenzial des Tools, aber auch zu dessen Grenzen.

Es ist allgemein bekannt, dass Schätzungen von Anforderungen innerhalb eines Entwicklungsteams gar nicht so einfach sind. Vor allem mit zunehmender Komplexität der Entwicklungstasks. „Spontane“ Änderungsanforderungen und die Dynamik des Entwicklungsprozesses an sich kommen erschwerend hinzu. Planning Poker verspricht hier Abhilfe. Die agile Vorgehensweise soll Entwicklerteams dabei unterstützen, zu realistischen Einschätzungen darüber zu gelangen, wie viel Zeit einzelne Entwicklungs- und Projektaufgaben voraussichtlich in Anspruch nehmen werden. Aber wie funktioniert das genau?

Das Problem mit der Komplexität

Eigentlich könnte man meinen, ein erfahrener Software-Entwickler sollte in der Lage sein abzuschätzen, mit welchem Aufwand bei der Entwicklung eines angeforderten Softwareprojekts zu rechnen ist, wenn die Anforderungen genau genug definiert wurden. Schließlich geht es dabei um seine hauptberufliche Tätigkeit.

Doch weit gefehlt: Selbst die erfahrensten Software-Entwickler verschätzen sich mitunter um Faktor zwei, wenn es um ein größeres Projekt geht. Der Grund hierfür liegt in der unberechenbaren Komplexität von Softwareprojekten.

Die Lösung einer Teilaufgabe, die man in 30 Minuten zu erledigen glaubte, kann sich durch unvorhersehbare Probleme mitunter über mehrere Tage erstrecken. Leider ist in großen Softwareprojekten genau das keine Ausnahme, sondern eher die Regel.

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