BSM Reloaded: ein Blick hinter die Kulissen

Mit Business Service Management zu mehr Geschäftserfolg (Teil 1)

23.06.2010 | Redakteur: Florian Karlstetter

„Technologien wie Virtualisierung, SaaS und Cloud Computing machen die heutige IT flexibler, aber auch komplexer und schwerer zu steuern“, so Jörg Limberg, Director von HP Software & Solutions.
„Technologien wie Virtualisierung, SaaS und Cloud Computing machen die heutige IT flexibler, aber auch komplexer und schwerer zu steuern“, so Jörg Limberg, Director von HP Software & Solutions.

Das Konzept „Business Service Management“ (BSM) beschreibt nichts Geringeres als die Ausrichtung der IT-Services an den Erfordernissen des Geschäftsbetriebs. BSM ist somit auch als eine Weiterentwicklung von IT Service Management zu sehen. Der folgende Artikel beschreibt aktuelle Anforderungen an moderne Lösungen.

Häufig waren die IT-Projekte der letzten Jahre unter der Überschrift ITSM (IT-Service-Management) oder ITIL (IT Infrastructure Library) sehr auf die Optimierung IT-interner Prozesse fokussiert. Nachdem die meisten IT-Organisationen ihre internen Prozesse heute gut im Griff haben, können sie sich mit frischer Kraft der BSM-Thematik widmen.

Eine neue Generation von BSM-Lösungen bietet das dafür erforderliche hohe Maß an Automation, Integration und Flexibilität. Dieser Artikel beleuchtet aktuelle Technologien, die es ermöglichen, eine klare Business-Orientierung der IT zu realisieren.

Die Instrumente von Oldtimern gaben dem Fahrzeuglenker eine sehr hardwarenahe Auskunft: Technische Parameter wie Drehzahl, Motortemperatur oder Öldruck standen im Vordergrund. Ganz anders präsentieren sich die Cockpits moderner Fahrzeuge: Das Display warnt, man möge bitte in X Tagen wieder zur Inspektion fahren, eine elektronisches Kontrollsystem korrigiert Fahrfehler auf rutschiger Fahrbahn oder in zu schnell angefahrenen Kurven und weist den Fahrer nur noch auf den erfolgten Eingriff hin.

Ähnlich ist die Entwicklung im IT-Management verlaufen: Die Darstellung konzentriert sich nicht mehr auf den einzelnen „Pegelstand“, sondern zielt auf die Repräsentation der Erfüllung eines Geschäftsziels. „Weg von der Froschperspektive des Mechanikers, hin zum Überblick eines Kapitäns“, lautet die Devise. Diese Erweiterung der Perspektive kennt man heute unter dem Namen BSM.

Ursprünglich geprägt wurde der Begriff BSM von Managed Objects, einem auf Service Modellierung und Analyse spezialisierten und Anfang 2009 von Novell übernommenen Unternehmen. Richtig bekannt gemacht wurde Business Service Management von BMC Software mit einer groß angelegten Kampagne 2003.

Längst hat die IT-Branche den Terminus in ihr Vokabular übernommen: BSM, so die Forrester-Analysten Peter O‘Neill und Evelyn Hubbert („Who‘s Hot in Business Service Management“, 13.7.2009), sei schon seit Jahren der „Schlachtruf“ der IT-Management-Anbieter. Mittels „Mapping“ (Darstellung der Abhängigkeiten) der Geschäftsprozesse auf die IT ermögliche es BSM, eine Korrelation zwischen den Business-Services und den sie stützenden IT-Komponenten herzustellen. Damit erlaubt BSM den Brückenschlag zwischen der Sicht des Business-Anwenders (der nur das Verhalten seiner Applikation sieht) und des IT-Spezialisten (der nur die Performance-Parameter „seiner“ Komponenten im Blick hat). Und auf dieser Brücke steht der Kapitän: Er muss über die Zufriedenheit seiner Passagiere mit dem Ziel und dem Verlauf der Reise ebenso Bescheid wissen muss wie darüber, ob technische Prozesse im Hintergrund aus dem Ruder laufen.

weiter mit: Orientierung der IT-Services an den Geschäftsanforderungen

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