Non-Profit-Organisation zum Schutz von Open-Source-Datenbank-Anwendern

Mit 1 Million Euro Kapital geht MariaDB Foundation an den Start

| Redakteur: Ulrike Ostler

„Datenbanken sind zunehmend in Infrastruktur eingebettet. Auch die nächsten Generationen sollen Zugang zu den Datenbanken haben. Langlebigkeit ist ebenso ein Thema wie Clustering und Hochverfügbarkeit, " meint Dan Shearer, Veteran von OpenChange und Samba Team zu der Gründung von MariaDB Foundation.
„Datenbanken sind zunehmend in Infrastruktur eingebettet. Auch die nächsten Generationen sollen Zugang zu den Datenbanken haben. Langlebigkeit ist ebenso ein Thema wie Clustering und Hochverfügbarkeit, " meint Dan Shearer, Veteran von OpenChange und Samba Team zu der Gründung von MariaDB Foundation. (Bild: MariaDB Foundation)

Die zu „MySQL“ kompatiblen Open-Source Datenbank „MariaDB“ bekommt nun eine eigene Schutz-Organisation. Die Gründer von Maria DB „Monty“ Widenius, David Axmark und Allan Larsson stellten die Stiftung in London auf der „Percona Live Conference“ vor.

Die unabhängige Non-Profit-Organisation „MariaDB Foundation“ soll dem Schutz der MariaDB-Entwickler und Anwender dienen. David Axmark sagt: „MariaDB führt das vor 18 Jahren gestartete Projekt der MySQL-Datenbank weiter – mit Code, der vom selben engagierten Kernteam gepflegt ist. Die Zeit ist reif für eine unabhängige Organisation, die die Interessen der MariaDB Anwender und Entwickler schützt, nachdem wir in Richtung MariaDB 10 gehen.

„MariaDB existiert dank der Stärke der GPL und den Bemühungen der Organisationen, die sie verteidigen - wie unserer Freunde in der Software Freedom Conservancy und der Free Software Foundation Europe. Die MariaDB Foundation wird im Interesse der gesamten Community leitend in technischen, rechtlichen und politischen Fragen wirken“, äußert sich Widenius.

Auch Peter Zaitsev, Mitbegründer von Percona, betont die Notwendigkeit einer solchen Organsiation. Er sieht die Stiftung als eine Möglichkeit, die nötige Stabilität und Qualität des Kern-Codes zu gewährleisten, die mit vielen Unternehmen und Anwendern geteilt wird.

Sponsoren gesucht

Die Stiftung mit acht Mitgliedern und zwei Sponsoren bringt zwar ein Startkapital von 1 Million Euro auf, doch sich weitere Sponsoren gesucht. Die Vorstandswahlen sollen im kommenden Februar stattfinden.

Neben dem Schutz der MariaDB-Entwickler- und Anwender-Interessen, soll die Organisation helfen, die Datenbank-Technologie zu verbessern und Standards umzusetzen, Interoperabilität mit anderen Datenbanken zu gewährleisten und Brücken zu anderen Datenbanken-Typen wie Transaktions- und NoSQL-Datenbanken zu schaffen. Um diese Ziele zu erreichen, stellt die Stiftung technischen Beistand für Review, Zusammenführung, Test und Freigabe der Produkt-Suite zur Verfügung.

Die Stiftung stellt auch die Infrastruktur für das MariaDB Projekt und die Benutzer und Entwickler-Communities zur Verfügung. Das kommt auch bei SkySQL gut an: „Die MariaDB Foundation hat das Potenzial, ein neuer Leit-Stern im MySQL Ökosystem zu werden. SkySQL begrüßt diese Stiftung, die für die Open-Source-Datenbank mit der größten Verbreitung für Führung und kontinuierliche Weiterentwicklung stehen wird. ", sagt SkySQL-CEO Patrik Sallner.

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