Vorstellung von System Center 2012 Microsoft trimmt seine Verwaltungs-Tools auf Private Cloud

Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Ulrike Ostler

Im „System Center“ bündelt Microsoft seine Verwaltungsprogramme. Die Version 2012 der Suite hat Microsoft auf Cloud Computing ausgerichtet und um zahlreiche Funktionen erweitert. Hier ein Überblick:

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Das Candidate-Release von System Center 2012 ist verfügbar. Die jüngste Version der Verwaltungs-Tools bietet laut Microsoft viele Vorteile. (Bild: Microsoft)
Das Candidate-Release von System Center 2012 ist verfügbar. Die jüngste Version der Verwaltungs-Tools bietet laut Microsoft viele Vorteile. (Bild: Microsoft)

Die Management-Suite System Center umfasst all die Hilfen für ein Lifecycle-Management der IT-Belange. Dazu gehören die Aspekte der Modellierung von Anwendungssystemen, das Rollout der Anwendungen auf die Clients und Server, die laufende Überwachung der IT, die Datensicherung und Wiederherstellung, die Optimierung der laufenden Prozesse und das Service-Management.

Virtual Machine Manager wird zum Private-Cloud-Tool

Der Virtual Machine Manager wurde von Microsoft zur Verwaltungszentrale für Cloud Strukturen ausgebaut. Während die Vorgängerversion des Virtual Maschine Manager sich vorwiegend an virtuelle Maschinen und Cluster orientierte, setzte Microsoft beim Virtual Machine Manager 2012 ganz auf die private Cloud.

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Zum Umfang des Virtual Machine Manager 2012 gehören daher all jene Funktionen, die in Zusammenhang mit den Cloud-Techniken benötigt werden. Dies ist die Gruppierung der IT-Ressourcen in Pools, die Bereitstellung von Templates und das automatische Deployment der Dienste auf die Ressourcen der Pool.

Die Entdeckung des Xen Server

Dazu werden die IT-Ressourcen in einer Fabric zusammengefasst. Sie bildet die Hardware der Cloud ab. Diese besteht aus den Objekten der Server (Compute), der Speicherkapazitäten (Storage) und Netzwerkanschlüsse (Connectivity). Aus diesen drei Pools (Server-Pools, Speicher-Pools und den Pool der Netzwerkverbindungen) wird im nächsten Schritt die Cloud gebildet.

Neu ist außerdem die Unterstützung des Xen Server. Hinsichtlich der Hypervisoren integriert Microsoft in seiner Cloud-Fabric nun auch den Xen Server. Wie schon im VMM 2008 wird aber auch der ESX-Server von VMware und der eigene Hypervisor Hyper-V unterstützt (siehe: Abbildung 1, 2, 3,4)

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Der App Controller bringt die Verwaltung zum Fachbereich

Gänzlich neu in der System Center Suite 2012 ist der App Controller. Er unterstützt das Lifecycle-Management von Anwendungen. Im App Controller bündelt Microsoft die wichtigsten Funktionen zur Leistungsüberwachung und der allgemeinen Verwaltung. Funktionen dieser Art finden sich zuhauf auch in den andern System Center Modulen.

Der App Controller aber ist für den Fachbereich oder den Nutzer von Cloud-Diensten gedacht. Mit dem App Controller sollen diese ihre Cloud-Services selbständig verwalten können.

Dazu gehören beispielsweise Funktionen zum Starten, Stoppen oder Sichern von virtuellen Maschinen aber auch weitaus komplexere Dienst. Der App Controller kann für private und public Cloud Dienste gleichermaßen herangezogen werden (siehe Abbildung 5 und 6).

Operations Manager nun auch mit Netzwerkanalyse

Der Operation Manager dient zur laufenden Überwachung und Optimierung von Server und Clients. Das Überwachungswerkzeug war ursprünglich ausschließlich auf Windows ausgerichtet und wurde schrittweise zur Überwachung von Linux-Systemen erweitert.

Neben Dotnet-Anwendungen kommt das Monitoring-Werkzeug nun auch mit J2EE-Anwendungen zurecht. Zum Umfang des App Controller gehören zudem die Funktionen, die aus der AVIcode-Übernahme stammen.

Die AVICode-Module schlagen die Brücke zum Quellcode der Anwendungen und den passenden Performance-Analysen. Neu im Operations Manager ist ferner die Überwachung des Netzwerkverkehrs (siehe: Abbildung 7,8,9).

System Center Orchestrator modelliert IT-Prozesse

Das Modul Orchestrator ist ein gänzlich neues Modul des System Center. Er stammt im Kern aus der Übernahme von Opalis. Mit dem Orchestrator sollen die Unternehmen ihre Service Prozesse verwalten können.

Hierzu liefert der Orchestrator Hilfen zur Modellierung und Verwaltung der Service Prozesse. Für gängige Service Prozesse, wie die Anforderung von IT-Diensten oder das Change-Management, liefert Microsoft eine Reihe von Templates, die nach eignen Anforderungen angepasst werden können.

Eine Workflow-Engine hilft

Eine Workflow-Engine sorgt dann für eine kontrollierte Abarbeitung dieser Prozesse. Hierzu interagiert der Orchestrator auch mit weiteren Modulen des System Centers.

Durch Schnittstellen zum Configuration Manager und Virtual Machine Manager lassen sich beispielweise virtuelle Maschine vollständig und automatisch in Betrieb nehmen. Diese Interaktion kann aber auch zu Fremdsystemen wie etwa den Verwaltungstools von HP oder IBM ausgedehnt werden.

weiter mit: System Center Configuration Manager spricht mit iPad und Co

System Center Configuration Manager spricht mit iPad und Co

Neu im Configuration Manager 2012 ist die Integration von mobilen Geräten. Dazu gehören beispielsweise das Apple iPAD, das Apple iPhone und Smartphones oder Tablets mit den Betriebssystemen Symbian (Nokia) oder Android (Google).

Ferner verstärkt Microsoft die Integration von virtuellen Desktops in den Configuration Manager. Dabei werden virtuelle Arbeitsplätze durch den Configuration Manager verwalten und ausgerollt. Hierbei kooperiert Microsoft mit Citrix und deren XenDesktop.

Außerdem werden die Funktionen von Forefront Endpoint Protection in den Configuration Manager integriert. Das Sicherheits-Management für die Client erfolgt in Zukunft direkt aus dem Configuration Manager (siehe: Abbildung 10 und 11)

Service Request-Verwaltung durch den Service Manager

Der Service Manager hilft bei der Verwaltung der Service Prozesse und des Help Desk. Dazu gehören unter anderem die Bereiche des Incident- und Problem-Management, das Change Management und auch ein Portal für Benutzer-Self-Service für Benutzer.

Über das Selbsthilfe-Portal erhalten Benutzern direkten Zugang zu Supportressourcen, was das Anrufaufkommen beim Helpdesk reduziert. Im Service Manager erfolgt eine produktübergreifende Integration von Informationen, Wissen, Prozessen, Aktivitäten und Workflows. Die Grundlage des Service Manager wird durch eine Konfigurationsverwaltungsdatenbank (CMDB) sowie das ITIL-Framework gebildet (siehe: Abbildung 12 und 13).

Der Autor:

Johann Baumeister ist freier Autor in Brunnthal.

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