Argumente und Hilfen zur Migration auf Windows Server 2013

Microsoft beackert Anwender von Windows Server 2003

| Autor / Redakteur: Ludger Schmitz / Ulrike Ostler

So soll nach Microsoft-Wunsch das Bild in der IT-Administration aussehen.
So soll nach Microsoft-Wunsch das Bild in der IT-Administration aussehen. (Bild: Microsoft)

Das Ende des Support für Windows Server 2003 samt Release 2 ist für den 14. Juli 2015 angekündigt. Aber offenbar hat Microsoft den Eindruck, dass viele Kunden, vor allem kleine und mittelgroße Anwender den Umzug auf Windows Server 2013 vertagen werden. Denen gilt nun eine massive Kampagne.

Dieses Argument war zu erwarten und ist auch nicht falsch: „Als Microsoft im April des Jahres 2003 die neueste Windows-Server-Generation auf den Markt brachte, war die IT-Welt noch eine ganz andere als heute“, bringt die Presseabteilung der deutschen Tochtergesellschaft in Erinnerung. „Smartphones und Tablets sowie mobile Anwendungen aus der Cloud gab es so gut wie nicht. Seitdem hat sich die Welt und mit ihr die IT entscheidend verändert.“

Neue Zeiten brauchen neue Mittel

Wer unter den neuen Vorzeichen der IT operationsfähig bleiben möchte, „braucht eine zeitgemäße Infrastruktur als Basis“, schiebt Peter Arbitter, Direktor des Geschäftsbereichs Cloud & Enterprise bei Microsoft Deutschland, nach. Allerdings nennt er im Folgenden Windows Server 2012 und Microsofts Cloud-Angebot Azure grundsätzlich in einem Zug. Das mag an Arbitters Position liegen, in Sachen Azure könnten etliche Anwender nicht so recht folgen wollen.

Gerade kleinere Unternehmen dürften bei den von Arbitter beschworenen „Anforderungen der digitalen Transformation“ an etwas anderes denken als an mobile Anwendungen und Internet der Dinge. „Für viele kleine Unternehmen bedeuten Migrationen in erster Linie zusätzliche Arbeit, oft monatelang, obwohl ihre Mitarbeiter ohnehin ausgelastet sind“, erklärte kürzlich Barbara Walter von Spiceworks auf einer Konferenz in München.

Kleine und mittelgroße Unternehmen zögern

Spiceworks ist eine Online-Beratungsplattform für kleine und mittelständische Unternehmen, dass in dieser Gruppe einige zunächst mit Windows Server 2003 auch ohne Supports weiterarbeiten werden. Der Hinderungsgrund zur Migration seien in diesen Unternehmen Anwendungen, „die noch nicht für andere Plattformen verfügbar sind“.

Microsoft hat allerdings noch ganz andere Gründe als die möglichen Wettbewerbsnachteile anzuführen. Auch aus Compliance-Gründen sei ein Umstieg auf eine moderne IT-Infrastruktur „zwingend notwendig“, heißt es in einer Presseerklärung. Das Unternehmen verweist auf eine Feststellung der Gesellschaft für Informatik: „Die Anzahl der IT-Compliance-Anforderungen, die beispielsweise aus Gesetzen, Richtlinien, Verträgen und Normen resultieren, ist in den letzten Jahren gestiegen.“

Scharfe Töne und gehobener Zeigefinger

Veraltete IT-Infrastruktur könne mit diesen gestiegenen Anforderungen nicht mithalten, erklärt Microsoft-Manager Arbitter und warnt: „Windows 2003/R2-Systeme werden ein Compliance-Audit nicht bestehen.“ Arbitter scheut auch nicht schärfere Töne mit gehobenem Zeigefinger: „Die unternehmerische Sorgfaltspflicht und nicht zuletzt auch die persönliche Haftung der Geschäftsführer für sicherheitsrelevante Vorfälle sollte Grund genug sein, auf eine rechtskonforme IT zu setzen.“

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