Weg vom Mainframe

Micro Focus zählt 7 Vorteile des Re-Hosting auf

| Redakteur: Ulrike Ostler

Micro Focus versammelt sieben Gründe für ein Re-Hosting von Mainframe-Anwendungen. Auf einen stabilen Unterbau sollen Anwender auch nach der Migration nicht verzichten müssen.
Micro Focus versammelt sieben Gründe für ein Re-Hosting von Mainframe-Anwendungen. Auf einen stabilen Unterbau sollen Anwender auch nach der Migration nicht verzichten müssen. (Bild: Helga Schmadel / pixelio.de)

Cobol-Spezialist Micro Focus zeigt sieben wichtigste Vorteile des Re-Hosting auf, ein Verfahren, mit dem die hohen Kosten von Mainframe-Systemen in den Griff zu bekommen seien. Denn: Enterprise-Applikationen gehören auf offene Plattformen.

Vor dem Hintergrund der gestiegenen Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit von verteilten Systemen erscheinen die Mehrkosten eines Mainframe-Betriebs nicht mehr gerechtfertigt. Viele Anwender denken daher über die Neuentwicklung ihrer Anwendungen auf anderen Plattformen oder die Einführung von Standard-Software nach.

In beiden Szenarien müssen Unternehmen jedoch mit langen Projektlaufzeiten, nicht unerheblichen Umstellungskosten und insbesondere mit erheblichen Risiken rechnen, denn in der Vergangenheit sind derartige Projekte immer wieder spektakulär gescheitert.

Micro Focus zeigt eine andere Möglichkeit auf: das Re-Hosting von Mainframe-Anwendungen, also die Verlagerung bestehender Applikationen auf verteilte Systeme beziehungsweise offene Plattformen. Dieses Vorgehen hat für die Anwender eine Reihe von erheblichen Vorteilen:

Sieben gute Gründe

Vorteil 1: Unternehmen können durch Re-Hosting die Kosten ihres Mainframe-Betriebs deutlich reduzieren. In den meisten Fällen ist es möglich, die Enterprise Applikationen ganz auf verteilte Systeme zu verlagern und den Host anschließend abzuschalten. Zumindest aber lässt sich der Workload auf dem Mainframe stark verringern oder komplett ablösen, beispielsweise durch die Verlagerung von Entwicklungs-, Test- und Produktionsumgebungen.

Vorteil 2: Bestehende Enterprise-Applikationen können ohne großen Aufwand von Host-Systemen auf offene Plattformen wie Windows, Unix oder Linux übernommen werden. Damit verkürzt sich die Projektlaufzeit gegenüber einer Neuentwicklung oder der Einführung und Anpassung einer Standard-Software erheblich.

Vorteil 3: Durch die Weiternutzung vorhandener Business-Logik sind die Projekt-Risiken beim Re-Hosting wesentlich geringer als bei Neuentwicklungen. Es stehen sofort ausgetestete und bewährte Anwendungen zur Verfügung.

Vorteil 4: Die Performance der Enterprise-Applikationen kann durch die Migration auf verteilte Systeme sogar gesteigert werden, weil den betreffenden Anwendungen dort die gesamte Prozessorleistung eines Servers oder mehrerer Server exklusiv zur Verfügung gestellt werden kann.

Vorteil 5: Moderne Re-Hosting-Tools unterstützen die Sub-Systeme der Mainframe-Umgebung, so etwa Job-Scheduler oder Transaktionsmonitore wie CICS, auch auf den offenen Plattformen. Damit lassen sich bewährte Verfahren auf den neuen Plattformen weiterverwenden.

Vorteil 6: Re-Hosting macht den Einsatz von Enterprise-Applikationen flexibler – Cobol-Anwendungen lassen sich problemlos in Java- oder .Net-Umgebungen einbinden. Unternehmen können so aktuelle Anforderungen wie Web-Anwendungen oder mobile Systeme ohne weiteres mit der Business-Logik der vorhandenen Applikationen verbinden.

Vorteil 7: Re-Hosting macht die Anwendungsentwicklung flexibler: Sie kann damit auch moderne Entwicklungssysteme auf IDEs wie Eclipse oder Visual Studio einsetzen. Die Produktivität der Software-Entwicklung erhöht sich dadurch signifikant. Durch den Einsatz neuer Technologien können außerdem leichter junge Software-Entwickler gewonnen und in die Teams integriert werden. Sie können ihr Know-how im Java- oder .Net-Umfeld problemlos mit bewährten Technologien wie Cobol oder PL/I verbinden.

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