Aus Fluke Networks Systems wird Visual Network Systems Messen aller Netzwerkebenen für reibungslose IT-und Geschäftsprozesse

Redakteur: Ulrike Ostler

Visual Network Systems bringt mit „Visual Performance Manager Connex“ Web Services auf den Markt, mit denen sich Informationen aus dem Applikations- und Netzwerk-Leistungs-Monitoring in Business Service Management Tools integrieren lassen. Außerdem stellt die Fluke-Geschäftseinheit sieben Analysis Service Elements (ASEs) vor, mit denen sich Gigabit-Ethernet- und WAN-Analysen machen lassen.

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Mit Hilfe von VPM Connex von Visual Network Systes fließen Netzwerkdaten in in die Werkzeuge zur IT-und Geschäftsprozess-Steuerung. Für ein Troubleshooting brauchen Admins auch die umgekehrte Richtung, Bild: Fluke
Mit Hilfe von VPM Connex von Visual Network Systes fließen Netzwerkdaten in in die Werkzeuge zur IT-und Geschäftsprozess-Steuerung. Für ein Troubleshooting brauchen Admins auch die umgekehrte Richtung, Bild: Fluke
( Archiv: Vogel Business Media )

Als Fluke Networks Systems feststellen musste, dass der Zukauf „Visual Networks“ auch nach geraumer Zeit nach der Übernahme noch bekannter war als die Fluke-Geschäftseinheit, die dessen Produkte vermarktete, beschloss das Unternehmen eine Umfirmierung. So kam es, das aus Fluke Networks Systems Visual Networks Systems wurde.

Geblieben sind die Adressaten der Netzwerk-Produkte, die dieser Fluke-Bereich anbietet: die „Fortune 1000“, insbesondere die Branchen Handel, Banken und Versicherungen, die Öffentliche Hand und das Gesundheitswesen. Die Software Visual Performance Manager (VPM), mittlerweise in der Version 6.0 erhältlich, liefert Daten aus aktiven und passiven Performance-Messungen, die durch Mithören aber auch durch Probes erfolgen.

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Heute spielt dabei die „End User Experience“ eine wesentliche Rolle – also das, was beim Anwender ankommt, und nicht nur die Leistungsdaten, die zwischendurch bei den Netzwerkkomponenten evaluiert werden. Doch für Lyn Cantor, Vice President und General Manager von Visual Network Systems, ist das auch schon wieder ein alter Hut. Er sagt: „Das können andere mittlerweile auch schon. Wir wollen eine Gesamtsicht auf den Kunden, nicht nur auf einen User.“

Mehr als User-Experience

„Customer Experience“ nennt er das. Dafür sammelt und korreliert VPM Daten aus den Filialen und Niederlassungen, aus dem Wide Area Network (WAN) und den Datenzentren. Betrachtet werden nicht nur reine Infrastrukturdaten aus den Netzen, sondern auch aus den Anwendungen, sodass sich Rückschlüsse auf das Verhalten im Netz ziehen lassen.

Nun erhält VPN ein Interface, beziehungsweise eine Reihe von Web-Services oder eine Middleware, mit sich diese Informationen an eine weitere Administrationsebene weiterreichen lassen. Das gilt sowohl für Analysen, aber auch für spezifische Metriken. Der Austausch etwa mit „IBM Tivoli“, „HP Openview“ oder den Tools von BMC ist birektional. Das heißt: Taucht auf dieser Abstraktionsebene ein Problem auf, kann für das Troubleshooting in immer tiefere Technikebenen vorgedrungen werden. Umgekehrt erlaubt VPN Connex ein Incident-Management, das bis in die Dashboards der Führungsebenen vordringen kann.

Denn nun ist es auch möglich, die Auswirkungen von Fehlern, Störungen und Abweichungen auf Geschäftsprozesse abzulesen. Zudem lassen sich die VPM-Analysen mit einem Alarm-Cycle Management verknüpfen, mit Workflow-Systemen und Konfigurations-Werkzeugen.

Sieben Probe-Systeme

Zum Portfolio des VPM gehören Hardware-basierte Daten-Sammler, so genannte Analysis Service Elements (ASEs). Seit Montag dieser Woche bietet Visual Network Systems sieben weitere solcher Netzwerk-Komponenten an, die Proben ziehen. Darunter gibt es Multiport-Systeme, Single und Dual-Inline Gigabit Ethernet und kombinierte OC-3/OC-12 WAN-Analysen für Sprach- Video- und Daten-Verkehr.

Die ASEs liefern Informationen von der physikalischen bis zur Applikationsebene. Sie geben Auskunft darüber, ob Service Levels getroffen oder Grenzwerte überschritten werden und warnen, bevor es soweit kommt. Die Geräte lassen sich auch in Netzen mit Multiprotocol Label Switching einsetzen, in verteilten Anwendungsumgebungen und in Voice-over-IP-Netzen.

Laut Lyn Cantor sind sie hoch skalierbar. Jedes Gerät kann über 4.000 Site-to-Site Service-Level-Messungen bewerkstelligen. Dabei werden Daten über die Verfügbarkeit, die Paketverteilung und Round-Trip-Delays pro Serviceklasse erfasst, um einen Überblick über die Verfassung des Netzwerks zu erhalten. In einem Callcenter kann jedes ASE bis zu 1.200.000 Anrufe verfolgen.

Die Appliances unterstützen zudem 10 Gigabit- und 40 Gigabit-Ethernet. Die Linux-basierte Analyse-Software läuft aber auch auf anderer Hardware, wie Router und Switches.

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