Online-Backup für den Macintosh

Marktübersicht zu iCloud-Alternativen

| Autor / Redakteur: Bernhard Schoon / Rainer Graefen

ISP und Hosting-Provider

Die meisten Internet-Service-Provider wie T-Online, O2, Strato oder 1&1 bieten ihren Kunden ebenfalls kostenlosen Speicherplatz an. Vom Wettbewerb getrieben, unterliegen die Angebote jedoch ständigen Änderungen. Hier ist sehr schön zu sehen, was passieren wird, wenn die Subventionierung der vielen Startups zu einem Ende kommt.

Auch die Webspaces der Hosting-Anbieter lassen sich als Online-Speicher nutzen, allerdings nur mit eingeschränktem Komfort. In diese Lücke stoßen Daten-Server, die über FTP ansprechbar sind und mehr Features bieten, darunter Interarchy von Nolobe oder Transmit von Panic. Sie ermöglichen den Zugang zu einem Datentausch-Server eines Hosting-Unternehmens oder dem eigenen Mac- oder PC-Server.

Interachy und Transmit bauen Verbindungen zu externen Daten-Servern auf und verwalten die Protokoll-Interaktionen im Hintergrund. Zudem unterstützen die beiden Anwendungen SFTP (Secure File Transfer Protocol), WebDAV über HTTPS und Amazon S3 (Simple Storage System), wo zur Zeit über 900 Milliarden Objekte gespeichert sind.

Was weniger gut klingt: Ähnlich wie bei iDisk hängt die Austauschgeschwindigkeit von Daten von der Internet-Verbindung ab. Um große Dateien zu bearbeiten, muss Transmit diese auf die lokale Festplatte laden und danach wieder hochladen.

Nicht wirklich sorgenfrei

So großzügig diese Online-Dienste auf den ersten Blick wirken, Anwender sollten sich nicht in Sicherheit wiegen: Nur wenige User, die für Upgrades und mehr Speicherkapazität bezahlen, finanzieren mit ihren Gebühren einen kleinen Teil der kostenlosen Online-Speicher.

Und die Daten über mehrere Dienste zu verteilen, wie das machmal empfohlen wird, macht die Sache weder sicherer, noch besser.

Die Mehrheit der Anwender wird durch Wagniskapitalgeber subventioniert, die wie immer in dieser Branche auf einen profitablen "Exit". spekulieren. Keiner weiß, wie lange Sie ihrem Speicherdienst die Treue halten und damit dessen Überleben sichern.

Mehr noch: Diese Dienste könnten beim Anwender sogar berechtigte Bedenken auslösen. Sind die Daten in der Cloud auch wirklich sicher? Bleiben die Mobilfunknetze belastbar genug, um den zunehmenden Datenverkehr schnell und zuverlässig zu verarbeiten? Und wer gibt eine Gewähr, dass heute kostenlose Angebote nicht in kostenpflichtige Dienste umgewandelt werden?

Also Vorsicht mit der Übertragung kritischer Daten in die Cloud. Schon im Jahre 200x wurden mit vielen Outsourcern Debatten darüber geführt, wem die Daten gehören, wenn es auf der einen wie auf der anderen Seite wirtschaftlich nicht so gut läuft.

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