Standardisierung ist Kernelement einer outgesourcten Client-Infrastruktur Managed Office: Kosten sparen und Qualität der Client-Infrastruktur verbessern

Redakteur: Ulrich Roderer

„Managed Office“: Die Betreuung des Lifecycles von PCs und Notebooks wird von vielen Unternehmen noch als Kernkompetenz der IT-Abteilung angesehen. Wie eine neue Studie von IDC im Auftrag von Fujitsu-Siemens Computers belegt, glauben deutsche Unternehmen zwar, dass das Outsourcing der Office-Infrastruktur finanzielle und organisatorische Vorteile bringt, zögern aber mit der Umsetzung.

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Unternehmen haben weitgehend Vorgaben für die Client-Infratsruktur
Unternehmen haben weitgehend Vorgaben für die Client-Infratsruktur
( Archiv: Vogel Business Media )

Die IDC-Studie zeigt, dass IT-Abteilungen fürchten, Freiräume zu verlieren und nur über unzureichende Kenntnisse über ein integriertes Lifecycle Management verfügen. Unternehmensführer nehmen dagegen an, dass ihre IT-Abteilungen schon eine Form des Lifecycle Management im Einsatz haben, beziehungsweise fehlen ihnen genaue Daten über die aktuellen Kosten des IT-Managements der Büroinfrastruktur durch die eigene IT.

Wie Wafa Moussavi-Amin, Group Vice President IDC, sagt, “kennen viele Unternehmen die gesetzlichen Vorgaben zur Entsorgung sowie die Sicherheitsrisiken durch unsachgemäße Entsorgung nicht ausreichend.“ Dementsprechend fehlt die Motivation für ein ganzheitliches Lifecycle Mangement.

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Mehr als die Hälfte der Befragten stellt keine grundsätzlichen Überlegungen zur Auslagerung des Client Lifecycle Managements an. Etwa die Hälfte der Unternehmen, für die die Auslagerung eine Option ist, beabsichtigen in diesem Fall nur Teile des Prozesses auszulagern. Mehr als 10 Prozent aller befragten Unternehmen zählen die Betreuung der PCArbeitsplätze zu den Kernkompetenzen der IT-Abteilung.

Vorteile des Managed Office

Nur 29 Prozent der befragten Unternehmen berücksichtigen bereits alle Phasen des Client Lifecycle Management von der Planung bis zur Entsorgung bei der Optimierung des Client Managements: Insbesondere die Entsorgung der Altgeräte steht nicht wirklich im Vordergrund. Dazu passt, dass 56 Prozent der Unternehmen nicht genau wissen, was mit den Altgeräten bei der Entsorgung geschieht. Dennoch glaubt Moussavi-Amin, dass die Unternehmen die Vorteile erkannt haben. Allerdings stehen seiner Meinung nach interne firmenpolitische Gründe dagegen. IT-Abteilungen wehren sich gegen die Standardisierung der PC und Notebook-Landschaft, um die eigene Position nicht zu schwächen. Als Hemmfaktoren nennen die Unternehmen dezentrale Organisation (53 Prozent) und individuelle Anforderungen (51 Prozent). Aber auch fehlende Management-Unterstützung ist mit 42 Prozent durchaus noch ein wichtiger Faktor.

Standardisierung ist nach Aussage des IDC-Analysten aber die Grundvoraussetzung für ein effektives outgesourctes Officemanagement. Andere Marktforscher hingegen betonen gerade, dass die Entwicklung hin zu mehr individualisierten Arbeitsplätzen führen wird.

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