Unix - ein Relikt aus den Neunzigern

Linux verdrängt Unix

| Autor / Redakteur: Brian Cornell / Ulrike Ostler

Unix ist proprietär, sagt Brian Cornell.
Unix ist proprietär, sagt Brian Cornell. (Bild: Red Hat)

In den 90er Jahren galt Unix als aufstrebender Stern. Viele Unternehmen setzten nicht länger auf Mainframes, sondern auf eine vergleichsweise günstige, performante und zuverlässige Alternative. In der Zwischenzeit verdrängt das technologisch innovationsfreudige Linux die klassischen Unix-Systeme. Ein Kommentar.

Beispiel gefällig? Laut der im Juni 2013 veröffentlichten Liste der schnellsten Supercomputer der Welt liefen 95 Prozent unter Linux. Zwanzig Jahre zuvor dominierten Unix-Systeme die Liste.

Auch in den Unternehmen setzt die Abkehr von Unix langsam ein. Viele hatten eine umfangreiche und langjährig genutzte Infrastruktur aufgebaut, deren Lebenszyklus sich nun dem Ende zuneigt. In naher Zukunft laufen die Wartungsverträge für die Unix-Server aus. Jetzt ist es daher höchste Zeit, sich mit Alternativen zu befassen, ansonsten laufen Unternehmen Gefahr, dass sie den richtigen Zeitpunkt verpassen.

Es gibt gute Argumente für den Wechsel. Die IT muss immer höhere Anforderungen bewältigen, was mit einer nicht mehr aktuellen UNIX-Infrastruktur nicht gelingt. Wenn es um die Modernisierung der IT geht, die Geschäftsziele effizienter als bislang unterstützen soll, sind Server- und Applikationskonsolidierung gefragt, verbunden mit der Virtualisierung von Rechnern und Speicher-Pools.

Das günstigere und preiswertere Unix: Linux

Linux bietet hier im Vergleich zu Unix die bessere Virtualisierungseffizienz. Gleichzeitig haben es Unternehmen dann leichter, gleich oder zu einem späteren Zeitpunkt in eine Private oder Hybrid Cloud zu migrieren.

Kosten sparen ist einer der wichtigsten Gründe für eine Migration. Bei der Evaluation einer Alternative zu Unix sollten Unternehmen nicht nur die Beträge für den Hardware-Kauf, sondern auch die damit verbundenen Lizenz-, Verwaltungs- und Wartungskosten berücksichtigen. Die Praxis in vielen Unternehmen bestätigt: Proprietäre Unix-Systeme binden erhebliche materielle und personelle Ressourcen, da sie einen hohen administrativen Aufwand erzeugen. Unternehmen werden darüber hinaus abhängig von einem einzelnen Unix-Anbieter.

Open-Source ist wahrlich offen

Linux dagegen folgt offenen Standards und profitiert von einem Community-getriebenen Ansatz bei der Entwicklung innovativer Betriebssystem- und Virtualisierungstechnologien. Unternehmen werden unabhängig bei der Kombination aus Hardware und Betriebssystem.

Statt teurer Unix-Rechner genügen kostengünstigere x86-Systeme. Unter dem Strich profitieren Unternehmen mit Linux von einer hohen Leistung, Verfügbarkeit und Skalierung bei gleichzeitig niedrigen TCO-Werten. Einer der wichtigsten Vorteile: Mit Linux wird die IT effizienter.

Der Autor:

Brian Cornell ist Senior Regional Director und General Manager Central Europe bei Red Hat.

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