Data-Warehousing, Speicherauslastung und -kapazität

Lenovo gewinnt SAP und die Milchstraße

| Redakteur: Ulrike Ostler

Lenovo unterstützt die Europäische Weltraumorganisation ESA beim Kartieren der Milchstraße.
Lenovo unterstützt die Europäische Weltraumorganisation ESA beim Kartieren der Milchstraße. (Bild: ESA)

Angekündigt hatten SAP und Lenovo die Vertiefung ihrer Zusammenarbeit schon im Januar. Vergangene Woche zur SAP-Hausmesse „Saphire Now“,hat Lenovo die Erweiterungen im Data-Warehousing innerhalb „SAP HANA“ und in der Speicherauslastung für „S/4HANA“ vorgestellt. Zudem hat die Europäische Weltraumorganisation (ESA) ihren Vertrag mit Lenovo erneuert.

Um einen Ausblick auf zukünftige Speicherkapazität zu geben, stellt Lenovo drei neue Produkte vor, die auf SAP HANA aufbauen und gemeinsam mit CSC, Bluefin und iOLAP entwickelt wurden. Zusätzlich werden die Vorteile aus der Zusammenarbeit mit Nutanix verdeutlicht, indem Web-Scale-Funktionen und Möglichkeiten der „HX“-Serie für hyperkonvergente Lösungen im Zusammenhang mit SAP Business Suite Anwendungen gezeigt werden, die auf der „SAP Netweaver“-Plattform basieren.

Zu den in Orlando vorgestellten Weiterentwicklungen von SAP und Lenovo gehören:

  • Eine „smarte“ Data-Tiering-Anwendung für SAP Business Warehouse auf SAP HANA, welche beim Management von so genannten „warmen“ Daten unterstützt. Diese ermöglicht es, einen Erweiterungsknoten zuzuordnen, bei dem Kunden weitere Systeme zu ihrem Cluster hinzufügen können und somit kosteneffizienten Zugang zu größeren Datenmengen erhalten und gleichzeitig die Auswertungs-Leistung verbessern. Erhältlich soll das System mit der SAP-HANA-SP1- Veröffentlichung sein und mit der Version BW7.5 SP01 oder höher.
  • Erweiterter Speicher-Support für Lösungen, die auf SAP HANA basieren sowie für Systeme mit Intel-Prozessoren der nächsten Generation. Diese Erweiterung bietet 33 Prozent mehr Speicher für SAP S/4HANA Lösungen. Lenovo plant die Unterstützung bis hin zu 8-Sockel- und 8-Terabyte-Konfigurationen mit neuen Systemen, in denen bereits neue Intel-Prozessoren der nächsten Generation und SAP HANA SPS12 integriert sind. Diese Neuerung wird es Kunden ermöglichen, SAP S/4HANA weiter auszubauen und damit den schnelleren und einfacheren Zugang zu Daten zu bieten, den sie für ihre digitalen Unternehmen benötigen.

SAP, Lenovo und Samsung betonen eine zukunftsorientierte Vision von In-Memory-Systemen, die 128 GB Speichertechnologien unterstützen, um so weitere Leistungs-Entwicklungen und das nächste Level bei Skalierbarkeit und optimalen In-Memory-Lösungen einzuläuten. Diese Systeme sorgen für Produktivität bei großen Datentransfers sowie bei datenlastigen Aufgaben.

Die Partner-Angebote

Auf der auf der Sapphire Now 2016 trat Lenovo mit den globalen Integratoren CSC, Bluefin und iOLAP auf. Die Angebote richten sich an Kundenbedürfnisse wie Konformität, Sicherheit, Fernwartung und Prüfung von SAP S/4HANA aus.

  • Seit mehr als 40 Jahren bietet CSC Cybersecurity-Dienste an. Das Unternehmen bietet eine kombinierte Lösung aus Lenovo x86-Servern, die SAP S/4HANA, SAP HANA und Cyber Security mit „Greenlight“ einsetzen, um mit einfachen, automatisierten Prozessen Sicherheitsrisiken zu reduzieren und gesetzliche Vorgaben einzuhalten.
  • Das Angebot von Bluefin zeigt neue IoT- und Wrist-to-Cloud-Möglichkeiten, um Daten aus verschiedenen Quellen zu beziehen und sie dann in SAP HANA zu integrieren. Das Angebot hilft Kunden dabei, eine zuverlässige Umgebung aufzubauen, die Echtzeit-Datenzugriff und Predictive-Analytics aus unterschiedlichen Quellen, wie „Lenovo Yoga“ Tablets oder „Thinkpad“ Notebooks unterstützt.
  • Lenovo und iOLAP zeigen, wie sie Kunden End-to-End-Implementierungs-Services für SAP HANA zur Verfügung stellen können – vom Jumpstart und der Beurteilung bis hin zum kompletten Umzug und Designoptimierungen. Die beiden Unternehmen bieten High-Touch- und End-to-End-Services, die Kunden dabei unterstützen, ihre Programme für SAP HANA zu beschleunigen. Diese Dienste sollen dem Jumpstart Assessment Angebot von iOLAP für SAP HANA zum Durchbruch verhelfen. Sie machen es für Kunden einfacher, ihre Bedürfnisse zu bestimmen, indem sie eine geschützte TCO nutzen und Optimierungsmodelle messen sowie einen kundenspezifischen Bereitstellungsansatz bieten.
  • Lenovo zeigt mit seiner konvergierten HX-Serie hyperkonvergente Lösungen, die Arbeitslasten in SAP Business Suite-Anwendungen laufen lassen. Diese bieten Kunden der SAP Business Suite Vorteile innerhalb ihrer Web-Infrastruktur. Sie liefern die Leistung, Einfachheit und Effizienz, die alle Daten und Speichereinheiten online über nur eine Schnittstelle verwalten.

Lenovo unterstützt das Kartieren der Milchstraße

Datenverarbeitung ist der Schlüssel, um die endgültige Datei zu erhalten, die nach Abschluss der Mission mehr als ein Petabyte (eine Million Gigabyte) umfassen wird. So hat die Europäische Weltraumorganisation (ESA) ihren Vertrag mit Lenovo erneuert, nachdem sie bereits seit fast fünf Jahren auf die Rechenzentrumslösungen des Unternehmens baut. Sie verlässt sich auf das „Nextscale“-System, um große Datenmengen zu verarbeiten, die im Rahmen des „Gaia“-Projekts anfallen.

Das Gaia-Projekt startete am 19. Dezember 2013 und dient dem Ziel die Entstehung und Entwicklung des Weltraums besser zu verstehen, indem eine Milliarde Sterne erfasst werden, so dass die bis dato präziseste Karte der Milchstraße erstellt werden kann. Um in diesem Rahmen eine noch nie dagewesene Sternenzählung durchzuführen, erfordert das Projekt Technik, die es ermöglicht, gewaltige Datenmengen sowohl präzise, als auch fehlerfrei zu verwalten.

Lenovo arbeitet bereits seit 2011 mit dem Europäischen Weltraum-Astronomiezentrum der ESA zusammen – gezielt für die Gaia-Mission – um die wissenschaftlichen Daten zu verarbeiten, die während der Mission generiert werden. Die Datenverarbeitung ist ein wesentliches Element, um am Ende die fertige Gaia-Datei zu erhalten. Diese wird auf eine Dateigröße von mehr als einem Petabyte (eine Million Gigabyte oder das Äquivalent von rund 200.000 DVDs) kommen, nachdem die Mission abgeschlossen ist.

High Performance Computing

Die Zusammenarbeit mit der ESA steht für die Ambitionen von Lenovo im High Performance Computing-Bereich. Im Jahr 2015 eröffnete Lenovo ein globales HPC-Innovationszentrum in Stuttgart, um Forschung und Entwicklung sowie Anwendungs-Benchmarking dauerhaft zu fördern.

Im vergangenen Jahr trat Lenovo auch der europäischen Technologieplattform für High Performance Computing bei. Dabei handelt es sich um eine Expertenkommission mit dem Ziel, eine aktive Rolle bei der Bestimmung von Forschungsprioritäten und Maßnahmen zu übernehmen. Sie soll die Europäische Kommission, die eine entscheidende Rolle bei der Förderung von Europas Wirtschaftswachstum spielt, dabei unterstützen, HPC zu definieren und darin zu brillieren.

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