Im Test: Iomega StorCenter px4-300d Leistungsfähiger NAS-Server für mittelgroße Umgebungen

Autor / Redakteur: Götz Güttich / Rainer Graefen

Mit dem StorCenter px4-300d bietet Iomega einen Netzwerkspeicher für kleine und mittelgroße Umgebungen sowie verteilte Standorte an. IAIT hat das Produkt im Testlabor unter die Lupe genommen.

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Das StorCenter px4-300d kommt in einem kleinen Desktopgehäuse, verfügt über vier Festplatteneinschübe und bietet eine RAID-0-Speicherkapazität von bis zu zwölf Terabyte.

Der NAS-Server stellt die gespeicherten Daten nicht nur über die Protokolle AFP/Bonjour, CIFS und NFS bereit, sondern ermöglicht auch iSCSI-Zugriffe auf Blockebene (bis zu 256 LUNs). Zwei GBit-Ethernet-Anschlüsse (die sich bei Bedarf aggregieren lassen), sorgen für eine hohe Zugriffsgeschwindigkeit.

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Von Personal Cloud bis virtual Datastore

Zusätzlich zu den genannten Funktionen gehört auch die Personal-Cloud-Technologie von Iomega mit zum Leistungsumfang des Geräts. Damit lassen sich zuvor definierte Speicherbereiche im Internet bereitstellen.

Die Festplatten sind im laufenden Betrieb austauschbar und der NAS-Server bietet darüber hinaus Unterstützung für unterschiedliche RAID-Level, Integration in Active-Directory-Umgebungen sowie Support für USVs, Quotas und VLANs.

Dazu kommen noch Datenreplikationsfunktionen und ein integrierter Druckserver. Abgesehen davon wurde das Produkt für den Einsatz in den meisten Virtualisierungsumgebungen zertifiziert.

Funktionsvielfalt

In die Laufwerksschächte des px4-300d passen sowohl 2,5-Zoll- als auch 3,5-Zoll-Harddisks. Falls erforderlich arbeitet die Lösung zudem mit SSD-Laufwerken zusammen. Als CPU kommt ein Dual-Core-Atom-Prozessor mit 1,8 GHz Taktfrequenz zum Einsatz und das Produkt verfügt über 2 GByte Arbeitsspeicher.

Ein USB-3.0- und zwei USB-2.0-Ports ermöglichen den Anschluss von externen Speicherkomponenten, Druckern, USV und ähnlichem. Darüber hinaus bringt der px4-300d einen UPnP/DLNA-zertifizierten Medienserver, einen Torrent-Download-Manager und eine soziale Medienfreigabe mit, über die sich Mediendaten auf Facebook, Flickr und Youtube veröffentlichen lassen.

Dank der Unterstützung des Picture Transfer Protokolls (PTP) haben die Anwender auch die Möglichkeit, Bilder direkt von ihren Kameras auf den NAS-Server zu laden.

Der Test

In unserem Test integrierten wir den NAS-Server in das heterogene Netzwerk unseres Testlabors und nahmen zuerst die Konfigurationswerkzeuge des Produkts genau unter die Lupe, um uns mit der Funktionalität vertraut zu machen.

Danach banden wir die Speicherlösung in unser Active Directory ein und griffen von Clients unter Windows, Linux und MacOS aus auf Netzwerk-Shares zu, die wir zuvor auf dem px4-300d freigegeben hatten. Dabei legten wir ein besonderes Augenmerk auf den Umgang des Produkts mit Zugriffsrechten und Quotas.

Blockspeicherung mit iSCSI

Im nächsten Schritt verwendeten wir die iSCSI-Funktionalitäten des NAS-Produkts. Dabei richteten wir zunächst ein iSCSI-basiertes Laufwerk unter Windows ein und griffen anschließend mit einem Vmware ESXi-5.0-Hypervisor auf einen iSCSI-basierten Speicher auf der Iomega-Lösung zu.

Letzterer Speicher wurde dann im Betrieb dazu genutzt, um virtuelle Maschinen bereit zu stellen. Darüber hinaus banden wir einen anderen Speicherbereich auf dem NAS-Gerät testweise per NFS an den ESXi-Hypervisor an. Nun ging es an den Test der sonstigen Funktionen wie Personal Cloud, Datenreplikation, Medienserver und Torrent-Download.

Auch das PTP und die soziale Medienfreigabe kamen unter die Lupe.

Danach analysierten wir mit Hilfe zweier USB-Drucker die Print-Server-Funktionalität des px4-300d und richteten mehrere VLANs ein, um Zugriffe von verschiedenen Netzwerken aus zu testen. Last but not least führten wir diverse Geschwindigkeitstests durch und überprüften die Effizienz der Link-Aggregation.

Inbetriebnahme

Um den NAS-Server in Betrieb zu nehmen, reicht es, das Produkt mit dem Daten- und dem Stromnetz zu verbinden und es anschließend hochzufahren. Danach steht über die URL http://{IP-Adresse des Servers} das browserbasierte Managementwerkzeug der Iomega-Lösung zur Verfügung.

Standardmäßig kommt der NAS-Server als DHCP-Client. Da er seine IP-Adresse zudem auf seinem Front-Display anzeigt, dürfte es keine Schwierigkeiten dabei geben, den px4-300d im Netz zu finden. Für Heimanwender stellt Iomega darüber hinaus ein Tool namens "Iomega Storage Manager" bereit, das unter Linux, MacOS und Windows läuft und NAS-Server im Netz sucht und die Shares automatisch verbindet.

Ruft der Anwender im Iomega Storage Manager die Konfiguration auf, so öffnet sich der Browser und er landet auf der Webseite http://{IP-Adresse des Servers}/setup.html. Dabei handelt es sich um eine Seite des Browser-basierten Managementwerkzeugs, die die wesentlichen Punkte enthält, die zur Erstkonfiguration des NAS-Systems abgearbeitet werden sollten.

Lokalisierung

An dieser Stelle angekommen ist der zuständige Mitarbeiter in der Lage, dem Server einen Namen zu geben, ihn mit einer Beschreibung zu versehen und ihn ins Active Directory aufzunehmen. Abgesehen davon können sie Mail-Alerts konfigurieren, den Zugriff auf das Konfigurationswerkzeug über SSL-Verschlüsselung absichern, die Zeiteinstellungen vornehmen und die Personal Cloud konfigurieren.

Damit die letztgenannte Funktion wie gewünscht arbeitet, müssen die Verantwortlichen zusätzlich noch den Port 50500 vom Router auf den NAS-Server weiterleiten und auf den Client-Geräten den eben genannten Iomega Storage Manager installieren, der den Zugriff auf die Cloud realisiert.

Für iOS-basierte Produkte steht zu diesem Zweck eine andere Software namens Iomega Link zur Verfügung. Mit dem Abarbeiten der Setup-Seite ist die Inbetriebnahme abgeschlossen und der px4-300d kann in den Betrieb übergehen. In unserem Test dauerte der ganze Vorgang keine 20 Minuten.

Konfiguration

Meldet sich ein Administrator beim Konfigurationswerkzeug des px4-300d an, so landet er zunächst in einem Menüpunkt namens "Allgemein". Hier kann er über das "Axis Video Hosting" bis zu zehn Axis-IP-Kameras für Videoüberwachungen an das NAS-System anbinden.

Außerdem steht an gleicher Stelle das Benutzer- und Gruppen-Management zur Verfügung. Damit sind die Verantwortlichen dazu in der Lage, Konten aus dem Active Directory zu importieren, die NAS-Benutzerverwaltung mit dem Active Directory zu synchronisieren und Quotas für bestimmte Anwender zu vergeben. Im Test funktionierten all diese Aktionen auf Anhieb.

Die "Einstellungen für die Startseite" übernehmen im Gegensatz dazu die Definition einer Startseite, die der NAS-Server Benutzern anzeigt. Diese Startseite kann beispielsweise die auf dem NAS-System vorhandenen Freigaben oder auch eine Dia-Show anzeigen.

Freigeben, hochladen, versenden

In der Verwaltung der Shares stehen alle Funktionen bereit, die die IT-Mitarbeiter zum Anlegen und Verwalten der Freigaben benötigen. Hier lassen sich den Freigaben Zugriffsrechte zuweisen oder so genannte aktive Ordner definieren, die mit den Dateien, die in ihnen abgelegt werden, bestimmte Aktionen durchführen.

Dazu gehören das Hochladen der Files auf Facebook, Flickr und Youtube, das Versenden der Dateien an E-Mail-Verteiler oder auch automatische Bildgrößenanpassungen. Im Test luden wir mit dieser Funktionalität Bilder auf Facebook hoch und versandten Files an diverse Mail-Konten.

Dabei traten keine Probleme auf und insbesondere die Mail-Versand-Funktion hinterließ bei uns einen positiven Eindruck, da es mit ihr zum Beispiel möglich ist, Protokolle oder ähnliche Dokumente schnell und automatisiert an eine Gruppe bestimmter Mitarbeiter zu verteilen.

Replikation und Speicherlast-Reporting

Die Kopieraufträge ermöglichen das automatische, zeitgesteuerte Kopieren von Daten in externe Laufwerke oder Ordner und umgekehrt. Darüber hinaus lässt sich an gleicher Stelle auch der "Quick-Transfer-Vorgang" konfigurieren, der nach dem Einstecken eines Speichermediums veranlasst, alle auf diesem Medium vorhandenen Daten in einen bestimmten – hier angegebenen – Ordner zu kopieren. Auch dabei ergaben sich im Test keine Überraschungen – genau wie bei den Kopieraufträgen.

In der Systemstatus-Übersicht haben die Administratoren die Möglichkeit, die Speicherauslastung aufgeschlüsselt nach iSCSI-, Musik-, Bild-, Film- und Dokumentendaten in Erfahrung zu bringen. Zusätzlich können sie Informationen einsehen, die das NAS-System selbst betreffen, wie etwa die Zeit, die Firmware-Version, die IP-Konfiguration, die Temperatur oder auch den Zustand der Lüfter.

Das zweite Konfigurationsmenü befasst sich mit den Cloud-Services. Iomega unterstützt an dieser Stelle neben der bereits erwähnten Personal Cloud auch Remote-Zugriffe über den DNS-Dienst TZO. Dazu kommen Mozy Backup, Axis Video Hosting und Amazon S3 zum Sichern und Wiederherstellen von Dateien.

"System" umfasst alle Konfigurationspunkte zum Verwalten des Servers selbst. Die Administratoren haben dabei unter anderem die Möglichkeit, Anwendungen auf dem NAS-System zu installieren und zu entfernen, beispielsweise Tools zur Performancemessung und ähnliches.

Außerdem können sie folgendes konfigurieren: die SSL-Verschlüsselung des Zugriffs auf das Managementtool, den Servernamen, den Active-Directory-Zugriff, die USV-Anbindung, die Zeitzone, die E-Mail-Alerts und den Energiesparmodus. Letzterer steuert die Anzeigehelligkeit des Displays und das Herunterfahren der Laufwerke des NAS-Servers.

Zu guter Letzt sehen die zuständigen Mitarbeiter an dieser Stelle auch den Systemstatus ein und aktualisieren die Firmware sowie die auf dem Server installierten Anwendungen. Mittels des Backup-Menüs richten die Verantwortlichen Datensicherungen ein. Dabei unterstützt der Server die Dienste Amazon S3, Avamar, Mozy Backup, Time Machine (für Apple-Umgebungen) und die bereits genannten Kopieraufträge.

Streaming von Apple- und Windows-Medien

Was den Umgang mit Mediendaten angeht, so bringt der Iomega-Server nicht nur einen eigenen Medienserver mit, der sich im Test problemlos von den Windows- und MacOS-Clients in unserem Netz nutzen ließ, sondern unterstützt auch Videoüberwachungen mit Netzwerkkameras von Axis, D-Link und Panasonic. Darüber hinaus ist er dazu in der Lage, Bilder direkt von Digitalkameras auf den NAS-Server zu kopieren. Im Test überspielten wir erfolgreich Bilder von Kameras von Sony und Fujifilm. Die Torrent-Download-Funktion schließt den Leistungsumfang bei den Mediendaten ab.

Bei der Speicherkonfiguration verwalten die zuständigen Mitarbeiter angeschlossene externe Geräte und Freigaben. Außerdem fügen sie iSCSI-Laufwerke hinzu und bearbeiten sie. Abgesehen davon ist es möglich, die Harddrives zu verwalten (mit Schreibcache, RAID-Leveln und ähnlichem). Was das RAID angeht, so unterstützt der Server übrigens die Level 0, 1, 5 und 10. Zusätzlich kann man auch eine noch freie Harddisk als Hotspare definieren. Zum Beispiel RAID 5 mit drei Platten und einer Hotspare.

Die Netzwerkkonfiguration lässt sich im Gegensatz dazu nutzen, um den Server einer Domäne hinzuzufügen, die beiden Netzwerkanschlüsse zu konfigurieren (mit Jumbo Frames, VLANs, Link Aggregation und so weiter), die Personal Cloud einzurichten und Remote-Zugriffe auf den Server zu gestatten. Außerdem aktivieren oder deaktivieren die zuständigen Mitarbeiter hier bei Bedarf die Protokolle AFP, FTP, NFS, rsync, SNMP, TFTP, WebDAV-Dateifreigabe, Windows DFS und Bluetooth (mit optionaler Zusatz-Hardware).

Der Test

Wie bereits angesprochen, gingen wir im Test zunächst daran, den NAS-Server in unser Active Directory zu integrieren und anschließend von verschiedenen Clients unter Windows, MacOS und Linux aus auf das System zuzugreifen. Dabei kamen die Protokolle AFP, CIFS und NFS zum Einsatz und es traten keinerlei Probleme auf.

Im nächsten Schritt wendeten wir uns der iSCSI-Funktionalität zu. Während der Zugriff auf ein iSCSI-Laufwerk von Windows aus mit Hilfe des iSCSI-Initiators kaum Fachwissen voraussetzt, sind beim Zugriff mit Hilfe des ESXi-5.0-Hypervisors einige manuelle Arbeitsschritte erforderlich, die im Internet dokumentiert sind.

Nachdem wir diese abgeschlossen hatten, konnten wir den iSCSI-Speicher vom ESXi-System aus ganz normal nutzen und ohne Schwierigkeiten virtuelle Maschinen darauf betreiben. Die Anbindung des NAS-Servers via NFS an den Vmware-Hypervisor funktionierte ebenfalls reibungslos.

Bei der Arbeit mit der Personal Cloud, der Datenreplikation, dem Medienserver und der Torrent-Download-Funktion kam es zu keinen Überraschungen. Das gleiche gilt für die VLANs. Um den Printserver zu nutzen, schlossen wir unsere USB-Drucker an den NAS-Server an. Daraufhin erschienen sie in der Liste der angeschlossenen Printer und wir konnten über das Netz von unseren Clients aus darauf zugreifen.

Der Geschwindigkeitstest

Um die Geschwindigkeit des NAS-Servers zu testen, führten wir zwei Arbeitsschritte durch. Zunächst einmal kopierten wir einen Testordner mit 537 Bilddateien und einer Größe von 943 Mbyte fünfmal über verschiedene Übertragungswege auf den NAS-Server beziehungsweise von dem Server auf unseren Client. Der erste Übertragungsweg war dabei ein direktes Kabel zwischen Client und NAS-System. Der zweite Weg ging über einen Linksys SRW2008-GBit-Ethernet-Switch, an dem nur die beiden Testsysteme arbeiteten. Der dritte Weg lief über den gleichen Switch, allerdings waren bei diesem Durchlauf noch andere Clients an das System angeschlossen. Zum Schluss fassten wir auf dem Switch zwei Ports über LACP zusammen und aktivierten auf dem Iomega-System die Link-Aggregation. Auch hier testeten wir die Geschwindigkeit wieder auf zwei Wegen: einmal mit Datenübertragungen zu einem Client, der allein mit am Switch hing, einmal mit mehreren Clients, von denen einer im Hintergrund noch eine weitere Datei herunterlud, um die Last zu erhöhen.

Im zweiten Arbeitsschritt kopierten wir mit Hilfe des Tools "NAS Tester 1.3" fünfmal 400 Mbyte große Testdaten auf den Server. Hierbei verwendeten wir nochmals die gleichen Übertragungswege wie zuvor. Zum Schluss errechneten wir aus den fünf Übertragungen jeweils einen Durchschnittswert für jeden Übertragungsweg.

Als reiner Durchsatzmesswert wirklich aussagekräftig ist nur die Messung mit dem direkten Kabel zwischen Client und Server, da bei allen anderen Messungen die Umgebung mehr oder weniger große Auswirkungen auf das Ergebnis hat. Die Messungen über den Switch sind also nur im Verhältnis zu einander von Interesse.

Ergebnisse

Um bei den Messungen mit dem direkten Kabel einen Vergleichswert zu haben, verbanden wir zunächst zwei Windows-Systeme mit GBit-Ethernet-Anschluss und einer Intel Core-2-Quad-CPU mit 2,4 GHz miteinander und übertrugen unsere Testdaten zwischen diesen Systemen. Dabei kamen wir mit dem NAS Tester zu den Laborwerten 114,47 MByte beim Lesen und 112,02 MByte beim Schreiben. Die Übertragung unseres Ordners mit den Bilddaten dauerte beim Lesen 21 Sekunden, beim Schreiben 34 Sekunden.

Nun ersetzten wir den Windows-Fileserver durch den NAS-Server. Mit diesem kamen wir beim Lesen mit dem NAS Tester auf immer noch sehr gute 97,68 MByte und beim Schreiben auf 63,01 MByte. Die Bilddaten waren in 42 Sekunden gelesen und in 72 Sekunden geschrieben. Iomega stellt mit dem nächsten Firmware-Release ein neues Dateisystem in Aussicht, das die Performance des Systems nochmals verbessern und an das Geschwindigkeitsniveau der reinen Windows-Testumgebung heranführen soll.

Was die übrigen Messungen angeht, die nur in Relation zu einander aussagekräftig sind, so folgende Ergebnisse heraus: Die direkte Verbindung über Kabel war etwas schneller als die über den Switch (Bei der Switchübertragung benötigte unser Client für den Download der Bilder 50 Sekunden). Griffen mehrere Clients via Switch auf den Server zu, ging die Geschwindigkeit erneut zurück. So dauerte beispielsweise das Laden unserer Bilddaten bei zwei gleichzeitig herunterladenden Clients ohne Link-Aggregation 126 Sekunden.

War die Link-Aggregation aktiv und griff nur ein Client auf den Server zu, so waren die Kopiervorgänge mit 56 Sekunden in etwa so schnell, wie bei Zugriffen durch einen Client ohne Link-Zusammenfassung. Das ist auch logisch, da die Netzwerkkarte des Clients in diesem Fall den Flaschenhals darstellt. Luden zwei Clients mit Link-Aggregation gleichzeitig Daten vom Server, so dauerte der Download der Bilddaten 62 Sekunden, also deutlich weniger, als die 126 Sekunden ohne Link-Aggregation. Die Link-Zusammenfassung bringt also in Umgebungen mit hohem Traffic und vielen Clients einen großen Nutzen.

Fazit

Im Test hinterließ der Iomega px4-300d einen guten Eindruck. Er lässt sich leicht in Betrieb nehmen und konfigurieren. Darüber hinaus verfügt er mit SSL-Verschlüsselung, VLANs und Active-Directory-Integration über alle Funktionen, die erforderlich sind, um ihn nahtlos in ein bestehendes Netzwerk einzubinden und die Zugriffe auf die auf ihm gespeicherten Daten abzusichern. Dank der iSCSI-Unterstützung und der umfassenden Funktionen für den Umgang mit Mediendaten eignet er sich zudem sowohl für den Einsatz in Unternehmensnetzen als auch für Power-User, die in ihrem Heimnetz einen leistungsfähigen Medienserver benötigen. Die Personal-Cloud-Funktion rundet zusammen mit der Link-Aggregation den positiven Gesamteindruck ab.

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