Im Test: Iomega StorCenter px4-300d

Leistungsfähiger NAS-Server für mittelgroße Umgebungen

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"System" umfasst alle Konfigurationspunkte zum Verwalten des Servers selbst. Die Administratoren haben dabei unter anderem die Möglichkeit, Anwendungen auf dem NAS-System zu installieren und zu entfernen, beispielsweise Tools zur Performancemessung und ähnliches.

Außerdem können sie folgendes konfigurieren: die SSL-Verschlüsselung des Zugriffs auf das Managementtool, den Servernamen, den Active-Directory-Zugriff, die USV-Anbindung, die Zeitzone, die E-Mail-Alerts und den Energiesparmodus. Letzterer steuert die Anzeigehelligkeit des Displays und das Herunterfahren der Laufwerke des NAS-Servers.

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Zu guter Letzt sehen die zuständigen Mitarbeiter an dieser Stelle auch den Systemstatus ein und aktualisieren die Firmware sowie die auf dem Server installierten Anwendungen. Mittels des Backup-Menüs richten die Verantwortlichen Datensicherungen ein. Dabei unterstützt der Server die Dienste Amazon S3, Avamar, Mozy Backup, Time Machine (für Apple-Umgebungen) und die bereits genannten Kopieraufträge.

Streaming von Apple- und Windows-Medien

Was den Umgang mit Mediendaten angeht, so bringt der Iomega-Server nicht nur einen eigenen Medienserver mit, der sich im Test problemlos von den Windows- und MacOS-Clients in unserem Netz nutzen ließ, sondern unterstützt auch Videoüberwachungen mit Netzwerkkameras von Axis, D-Link und Panasonic. Darüber hinaus ist er dazu in der Lage, Bilder direkt von Digitalkameras auf den NAS-Server zu kopieren. Im Test überspielten wir erfolgreich Bilder von Kameras von Sony und Fujifilm. Die Torrent-Download-Funktion schließt den Leistungsumfang bei den Mediendaten ab.

Bei der Speicherkonfiguration verwalten die zuständigen Mitarbeiter angeschlossene externe Geräte und Freigaben. Außerdem fügen sie iSCSI-Laufwerke hinzu und bearbeiten sie. Abgesehen davon ist es möglich, die Harddrives zu verwalten (mit Schreibcache, RAID-Leveln und ähnlichem). Was das RAID angeht, so unterstützt der Server übrigens die Level 0, 1, 5 und 10. Zusätzlich kann man auch eine noch freie Harddisk als Hotspare definieren. Zum Beispiel RAID 5 mit drei Platten und einer Hotspare.

Die Netzwerkkonfiguration lässt sich im Gegensatz dazu nutzen, um den Server einer Domäne hinzuzufügen, die beiden Netzwerkanschlüsse zu konfigurieren (mit Jumbo Frames, VLANs, Link Aggregation und so weiter), die Personal Cloud einzurichten und Remote-Zugriffe auf den Server zu gestatten. Außerdem aktivieren oder deaktivieren die zuständigen Mitarbeiter hier bei Bedarf die Protokolle AFP, FTP, NFS, rsync, SNMP, TFTP, WebDAV-Dateifreigabe, Windows DFS und Bluetooth (mit optionaler Zusatz-Hardware).

Der Test

Wie bereits angesprochen, gingen wir im Test zunächst daran, den NAS-Server in unser Active Directory zu integrieren und anschließend von verschiedenen Clients unter Windows, MacOS und Linux aus auf das System zuzugreifen. Dabei kamen die Protokolle AFP, CIFS und NFS zum Einsatz und es traten keinerlei Probleme auf.

Im nächsten Schritt wendeten wir uns der iSCSI-Funktionalität zu. Während der Zugriff auf ein iSCSI-Laufwerk von Windows aus mit Hilfe des iSCSI-Initiators kaum Fachwissen voraussetzt, sind beim Zugriff mit Hilfe des ESXi-5.0-Hypervisors einige manuelle Arbeitsschritte erforderlich, die im Internet dokumentiert sind.

Nachdem wir diese abgeschlossen hatten, konnten wir den iSCSI-Speicher vom ESXi-System aus ganz normal nutzen und ohne Schwierigkeiten virtuelle Maschinen darauf betreiben. Die Anbindung des NAS-Servers via NFS an den Vmware-Hypervisor funktionierte ebenfalls reibungslos.

Bei der Arbeit mit der Personal Cloud, der Datenreplikation, dem Medienserver und der Torrent-Download-Funktion kam es zu keinen Überraschungen. Das gleiche gilt für die VLANs. Um den Printserver zu nutzen, schlossen wir unsere USB-Drucker an den NAS-Server an. Daraufhin erschienen sie in der Liste der angeschlossenen Printer und wir konnten über das Netz von unseren Clients aus darauf zugreifen.

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