Igel lässt Clients einen langsameren Takt anschlagen

Leistungsfähige Thin Clients mit Via Nano-Prozessoren

08.06.2011 | Redakteur: Ulrike Ostler

Igel führt Benchmarks ins Feld, um die Leistungsfähigkeit und die Energie-Ersparnis für den Client „Igel UD3“ durch einen verlangsamten Takt zu beweisen. Bild: Igel Technology
Igel führt Benchmarks ins Feld, um die Leistungsfähigkeit und die Energie-Ersparnis für den Client „Igel UD3“ durch einen verlangsamten Takt zu beweisen. Bild: Igel Technology

Unter dem Schlagwort „Effizienz vor Megahertz“ will der Thin Client-Hersteller Igel beweisen, dass vergleichsweise gering getaktete Prozessoren wie der „VIA Nano E-Series“ leistungsfähiger sind als ihre höher gerüstete „Atom“-Konkurrenz. Ein VIA Nano mit 800 Megahertz kommt daher im Produkt „Igel UD3“ zum Einsatz, wie er erstmals auf der CeBIT gezeigt wurde.

„Der Trend zu effizienteren Rechnern ist seit einigen Jahren in der PC- und Serverindustrie zu beobachten und zeigt sich jetzt verstärkt in der Thin Client-Branche“, sagt sich Dirk Dördelmann, Entwicklungschef bei Igel (www.igel.com). „Mit dem Igel UD3 steigen wir aus dem Megahertz-Wettrüsten aus und setzen stattdessen auf effiziente und hochperformante Prozessoren und Chipsätze.“

Obwohl der aktuell im UD3 verbaute Prozessor VIA Nano E-Series mit „VX 855“-Chipsatz nur eine Taktfrequenz von 800 Megahertz vorzuweisen hat, übertreffe er die Performance von „vergleichbaren“ 1-GHz-Thin Clients um mehr als 50 Prozent, heißt es von Seiten des Thin Client-Spezialisten. Gegenüber dem Vorgängermodell, welches mit einer VIA Eden-CPU (ebenfalls 1 GHz) ausgestattet war, soll der neue UD3 immerhin noch um 44 Prozent performanter und um 16 Prozent effizienter arbeiten.

Besser als ein Atom

Igel zufolge seien die VIA Nano-Prozessoren den gleich hoch getakteten Atom-Prozessoren von Intel überlegen. Das liege nicht zuletzt an dem leistungsfähigen, für Multimedia und HD-Video optimierten VIA VX 855-Chipsatz. Dank der effizienten Chip-Architektur sinke der Stromverbrauch zudem von 12 auf 10 Watt im Betrieb bzw. von 2 auf 1 Watt in Standby.

Effizienz vor Megahertz: „Igel UD3“ verfügt über einen „VIA Nano“-Prozessor mit 800 Megahertz. Bild. Igel Technology
Effizienz vor Megahertz: „Igel UD3“ verfügt über einen „VIA Nano“-Prozessor mit 800 Megahertz. Bild. Igel Technology

Da die Höhe der Taktfrequenz heute nicht mehr zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit eines Rechnersystems ausreiche, empfiehlt der Hersteller, diese im Rahmen einer Teststellung per Benchmark zu ermitteln und somit unmittelbar vergleichbar zu machen. Die genannten Performance-Werte für den UD3 seien mit dem Benchmark-Tool „Crystal Mark“ ermittelt worden, heißt es erläuternd hierzu.

Der Igel UD3 ist je nach Betriebssystem und Firmware-Paket ab 353 Euro plus Mehrwertsteuer erhältlich, wahlweise wie gewohnt mit Igel Linux oder Microsoft Windows Embedded Standard.

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