Im Test: Recuva 1.20

Leistungsfähige Datenrettungs-Freeware für Windows

20.02.2009 | Autor / Redakteur: Götz Güttich / Ulrich Roderer

Die Recuva-Liste der gefundenen Dateien ist verhältnismäßig übersichtlich
Die Recuva-Liste der gefundenen Dateien ist verhältnismäßig übersichtlich

Mit Recuva stellt Piriform ein kostenloses Windows-Tool bereit, mit dem sich gelöschte Daten von Festplatten und Speicherkarten wiederherstellen lassen. DataCenter-Insider hat das Werkzeug im Testlabor auf seine Leistungsfähigkeit hin überprüft.

Recuva läuft unter allen Windows-Varianten von Windows 98 bis Windows Vista. In den meisten Fällen wird es sinnvoll sein, die Lösung mit Hilfe des mitgelieferten Setup-Wizards auf dem jeweiligen Endanwender-System zu installieren. Sollte das nicht möglich sein um nicht das Risiko eingehen zu müssen, wiederherzustellende Daten zu überschreiben, lässt sich das Werkzeug auch von einem USB-Stick aus nutzen.

Entscheidet sich ein Anwender für die Installation, so hat er die Wahl zwischen immerhin 31 unterstützten Sprachen und muss darauf achten, die automatisch mit für das Setup ausgewählte Yahoo-Toolbar abzuwählen, wenn er sie nicht braucht. Ansonsten treten beim Einspielen der Software keine Besonderheiten auf.

Einrichten des Werkzeugs

Nach dem ersten Start der Software kommt Recuva - dieser Name soll übrigens nach Angaben des Herstellers mit „Recover“ ausgesprochen werden - mit einem Wizard hoch, der den Anwendern beim Retten ihrer Daten helfen soll. Dieser fragt zunächst nach den zu suchenden Dateitypen (Bild, Musik, Dokumente, Video, Sonstige) und möchte dann wissen, wo die Daten verloren wurden und wo das Tool demzufolge nach ihnen sucht (Speicherkarte, „Eigene Dateien“-Ordner, Papierkorb, ein bestimmter Quellpfad oder der ganze Rechner).

Wurden diese Angaben gemacht, kann es mit der Suche losgehen. Der normale Suchlauf auf unserem frisch installierten und gepatchten Testsystem mit einer zu fünf Prozent belegten 60-GByte-Partition (wir suchten auf dem ganzen Rechner nach allen Dateien), dauerte etwa eine Minute und fand 400 Dateien, darunter diverse Test-Files, die wir kürzlich gelöscht hatten und eine große Menge anderer Dateien, die zu großen Teilen vom System stammten.

Die gefundenen Files tauchen übrigens in einer Liste auf, die den Dateinamen, den Pfad, die Größe, das Datum der letzten Modifikation, den Status (wiederherstellbar oder nicht) und einen Kommentar enthält (überschrieben oder nicht).

Eine Suchfunktion hilft den Benutzern, in dieser Liste schnell die von ihnen gesuchten Dateien aufzufinden. Die Liste lässt sich auch nach Dateinamen, Pfad und ähnlichem sortieren. Wenn die genannten Informationen nicht reichen, so lassen sich über den Button „Erweiterte Einstellungen“ unter anderem noch eine Vorschau für Bilder und der Datei Header im HEX-Format anzeigen.

Das Wiederherstellen läuft dann einfach durch die Auswahl der gewünschten Files und die Wahl des Wiederherstellungsziels, das idealerweise auf einem anderen Laufwerk liegen sollte, um während der Wiederherstellung keine zu rettenden Daten zu überschreiben.

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posted am 29.09.2015 um 05:19 von Unregistriert


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