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Server brauchen immer mehr Strom Leistungsdichte in Rechenzentren steigt weiter an

Autor: Dr. Ralph Hintemann

Die Anforderungen an Rechenzentren nehmen kontinuierlich zu. Virtualisierung und neue Anwendungen z.B. im Bereich der künstlichen Intelligenz erfordern immer leistungsfähigere Server. Dies hat in den letzten zehn Jahren dazu geführt, dass die elektrische Leistungsaufnahme eines durchschnittlichen Servers sehr deutlich angestiegen. Dies zeigt eine Analyse des Netzwerks energieeffiziente Rechenzentren (NeRZ).

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(Netzwerk energieeffiziente Rechenzentren, Bildquelle: pixabay, ColossusCloud, cco)

Mit der Leistungsaufnahme der Server steigt auch die Leistungsdichte in den Rechenzentren und damit die Anforderungen an die Kühlung. Neue Kühltechniken können helfen, Rechenzentren auch weiterhin zuverlässig, effizient und nachhaltig zu betreiben.

Trends wie Cloud-Computing und Virtualisierung, künstliche  Intelligenz und andere Anwendungen im Bereich des High Performance Computing (HPC) stellen immer höhere Anforderungen an leistungsfähige Server. Dass dieser Leistungsanstieg auch mit einem steigenden Energiebedarf verbunden ist, zeigt auch eine NeRZ-Analyse von Messergebnissen nach dem SpecPower® Benchmark. Immer mehr Arbeitsspeicher, mehr und leistungsstärkere CPUs und zunehmend auch der Einsatz von Grafikprozessoren (GPUs) in Servern führen dazu, dass der Strombedarf eines durchschnittlichen Servers ansteigt. So ist die  maximale Leistungsaufnahme der nach dem SpecPower® Benchmark gemessenen Server mit zwei Prozessoren, deren Daten auf der Spec-Webseite veröffentlicht wurden, im vergangenen Jahrzehnt um durchschnittlich etwa 85% angestiegen.

Rechenzentren stehen also vor der Herausforderung, immer mehr Wärme auf immer engeren Raum abzuführen – und das möglichst zuverlässig, effizient und nachhaltig. Der gleichzeitige schrittweise Ausstieg aus der Nutzung halogenhaltiger Kältemittel stellt eine zusätzliche hohe Anforderung dar. Neue, effiziente Technologien können Rechenzentrumsbetreibende dabei unterstützen, diese Herausforderungen zu bewältigen. Ansatzpunkte stellen beispielsweise die die Heißwasserkühlung, die Verwendung von Wasser als Kältemittel oder die Nutzung von ADsorptionskältemaschinen dar. Ein weiterer Vorteil dieser Technologien: Sie sind nicht nur für große Rechenzentren interessant – ihr Einsatz lohnt sich auch schon in kleinen und mittleren Rechenzentren.

Weitere Informationen: www.ne-rz.de

Über den Autor

Dr. Ralph Hintemann

Dr. Ralph Hintemann

Senior Researcher und Gesellschafter