Neue Plattform für Application Monitoring von Dynatrace

Lehren aus dem Verhalten der Anwender

| Autor: Ludger Schmitz

(Bild: Kurt Bouda, pixelio.de)

Die Performance von Anwendungen nach reinen IT-Maßstäben ist eine Sache. Dynatrace dreht den Spieß um. Verbessert hat der Anbieter die Möglichkeiten, das Verhalten der Anwender beim Umgang mit Applikationen zu beobachten und daraus sofort Schlüsse zu ziehen.

Anwender denken eben anders als IT-Spezialisten. Was ein Entwickler für völlig logisch hält, ist für die Endanwender nicht unbedingt nachvollziehbar. So geraten scheinbar einfache, naheliegende Schritte zu unüberwindlichen Hürden. Im Effekt werden in Augen der IT perfekte Anwendungen zu App-Leichen, weil die User sie nicht bedienen können.

Die "User Experience" steht im Mittelpunkt

Die User Experience, quasi das Gegenstück zur IT-technischen Funktionsfähigkeit einer Anwendung, ist bei Dynatrace ein zentraler Aspekt des Performance Managements und Application Monitorings. „'Digital first' und 'user-centric' stehen absolut im Mittelpunkt“, erklärt Steve Tack, Senior Vice President für Product Management bei Dynatrace. „Deshalb haben wir eine digitale Plattform entwickelt, welche die digitale Kundenzufriedenheit wirklich misst und diese Daten in umsetzbare Informationen für jeden Bereich der Wertschöpfungskette übersetzt.“

Das „Customer Experience Cockpit“ versetzt Unternehmen in die Lage, Site-Visits zu analysieren, technsiche Details und Kontext zusammenzuführen. Dabei geht es nicht nur um Page Views oder Binäre Pass/Fail-Metriken. Vielmehr gibt es in Echtzeit Ansichten über das, was die Anwender machen, wie sie zum Beispiel eine Website „bereisen“ oder wie schnell sie die nächsten Operationen auszulösen verstehen.

Analysen unter verschiedenen Aspekten

Diese Analysen erfolgen über ein Dashboard, auf dem sich verschiedene Komponenten und Kriterien zusammenstellen lassen. Somit lassen sich Analysen unter verschiedenen Aspekten vollziehen, um mehr Sicherheit bei der Bewertung der Ergebnisse zu bekommen. Dabei lassen sich die Aktionen der Anwender nach verschiedenen Kanälen, Geräten und Verbindungsarten differenzieren.

Im Ergebnis könnten Entwickler aus Anwendersicht erlebte Schwächen von Applikationen besser erkennen und darauf reagieren. Auch wird gegebenenfalls deutlich, wie sich die Anforderungen der Nutzer mit der Zeit ändern, zum Beispiel durch Gewöhnung an neue Bedienverfahren, wie sie sich mit den Smartphones eingebürgert haben.

Von der Übersicht zu den Details

Darüber hinaus bietet die Performance-Plattform Dynatrace 6.2 weitere Neuerungen. Eine neue regionale und weltweite Karte zum User Experience Management gibt Führungskräften einen Überblick über die Zufriedenheit der Kunden. Support-Mitarbeiter können sich per Drill-down zu den Ursachen möglicher Defizite kundig machen und Probleme beheben.

Einfachere Big-Data-Analysen

Eine Big Data Analytics Engine soll es Anwendern einfacher machen, mit vorgefertigten, typischen Anwendungsfällen Informationen aus der Analyse von Millionen Transaktionen zu gewinnen. Dabei sind multi-dimensionale Analysen möglich, die Muster schnell identifizieren, sich abzeichnende Probleme erkennen lassen und die Basis für Entscheidungen bilden.

Neue Testansichten und Ergebnis-Dashlets ermöglichen DecOps-Teams, Performance-Probleme zu identifizieren, zu analysieren und zu vergleichen. Eine globale Übersicht über die Applikations-Infrastruktur soll die Verwaltung von hybriden und Cloud-basierenden Systemen erleichtern. Schließlich sthen noch neue Agenten zur Verfügung, uner anderem für MongoDB, Node.js, IBM WebSphere Liberty Profile, IIB9, Tibco Rendez-vous, RabbitMQ und Hybrids.

* Ludger Schmitz ist freiberuflicher Journalist in Kelheim.

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