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Analoge und digitale Welt verbinden LAPP konfektioniert Kabel mit „digitalem Gedächtnis“

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Julia Schmidt

Um die digitale und analoge Welt möglichst nahtlos zu verknüpfen, hat LAPP mit Digital Cable Code und Cloud Marking zwei neue Systeme angekündigt.

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Kabelspezialist LAPP hat in seinem FutureLab zwei neue Konzepte entwickelt.
Kabelspezialist LAPP hat in seinem FutureLab zwei neue Konzepte entwickelt.
(Bild: LAPP)

Der Kabelspezialist LAPP will sein Portfolio um zwei neuartige Produkte ausbauen. Mit dem Digital Cable Code widmet sich das Unternehmen einem klassischen Problem: Konfektionierte oder montierte Kabel erhalten meist ein Label, um die Funktion später noch zuordnen zu können. Diese statischen Informationen bestehen meist nur aus wenigen Zeichen.

LAPP will diese Kennzeichnung mit dem Digital Cable Code um weitere Daten anreichern, die sich zudem jederzeit ergänzen oder ändern lassen. Dazu erhält jedes Label einen Code, der zu einer jeweils einzigartigen Website in der Cloud führt. Dort sind Produktionsdaten und Testprotokolle hinterlegt, die bislang in Papierform übermittelt wurden. Anwender können zusätzlich eigene Informationen hinterlegen. Dazu zählen beispielsweise Produktionsinfos, Wartungsintervalle oder Schaltpläne. LAPP verwendet derzeit QR-Codes für die Testläufe, es sind aber auch Zahlenkombinationen oder RFID-Tags möglich.

Cloud Marking soll Fehler vermeiden

Im Zusammenspiel mit Digital Cable Code hat LAPP zudem das neue Cloud-Marking-System vorgestellt. Bislang teilten Kunden den Kabelkonfektionären per Excel- oder PDF-Dateien die gewünschten Informationen für die Labels mit – manchmal sogar noch in Papierform. Entsprechend konnten bei der Übertragung auf die Kabel auch Fehler passieren.

Cloud Marking soll das verhindern: Die Software stellt eine digitale Schnittstelle bereit, in die Kunden die nötigen Informationen für den Konfektionär eintragen. Von dort aus ist ihre direkte Übertragung auf die jeweiligen Kabel möglich, ohne dabei einen Medienbruch zu erzeugen. Dementsprechend sinkt auch die Fehlerwahrscheinlichkeit deutlich. LAPP selbst nutzt das System bereits in seinen Werken und will die Lösung künftig auch anderen Konfektionären anbieten. An einem entsprechenden Geschäftsmodell wird aber noch gearbeitet.

Laut LAPP sind beide Systeme noch in der Testphase und entstanden bei Design-Thinking-Workshops im hauseigenen FutureLab. Marktreife sollen die beiden Konzepte unter anderem durch Gespräche mit potenziellen Anwendern erlangen.

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