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Axel Oppermann, Experton Group bringt Licht in den Lizenz-Dschungel

Kurzüberblick über Lizenzierung des „neuen Office“ von Microsoft

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Die Server

Microsoft hat nicht nur die Office 365-Services und die unterschiedlichen Clients weiterentwickelt, sondern auch die Serverprodukte. So bietet der neue Exchange Server z.B. tiefgehende Funktionen für Data Loss Prevention, kurz DLP. SharePoint zielt unter anderem auf das Thema Social Business ab, bei Lync wurde die Integration verbessert. Der Project Server bietet neben verbesserten Projektmanagementkomponenten insbesondere verbesserte Integration in den SharePoint Server.

Die Lizenzierung erfolgt bei der neuen Generation weiterhin in der Kombination Server-Lizenz plus Zugriffsrecht. Die Server werden weiterhin in unterschiedlichen Editionen verfügbar sein. Bei Exchange sind es zum Beispiel zwei. Die Enterprise Edition kann bis auf 50 Datenbanken pro Server aufgerüstet werden. Die Standard Edition ist auf fünf Datenbanken pro Server beschränkt. Für jede ausgeführte Instanz der Serversoftware muss eine Lizenz zugewiesen werden.

Client-Zugriffsalizenzen (CALs)

Ferner werden für den Zugriff durch den Client auf die jeweiligen Server entsprechende Client-Zugriffslizenzen (Client Access Licenses, oder kurz CALs) benötigt. Diese CALs sind bei Exchange und Lync auch in zwei Editionen verfügbar. Namentlich Standard-CAL und Enterprise-CAL. Bei Lync gibt es noch eine weitere Ausprägung: die „Plus-CAL“. Die Plus-CAL stellt die hochwertigeren Sprachfunktionen (VoIP) zur Verfügung.

Wie in der Vergangenheit auch, können die Servereditionen und die CAL-Typen beliebig kombiniert werden. Also Enterprise-CALs mit der Standard Edition oder Standard-CALs mit Enterprise Edition. Die CALs definieren dabei die Zugriffsrechte.

Fazit

Wird auf den Markt für Office-Produktivitätslösungen geschaut, sind interessante und rasante Entwicklungen zu erkennen. Einerseits auf der Seite des Angebots, auf der anderen Seite beim Nutzungsverhalten durch den Anwender. Zusammengefasst kann gesagt werden, dass es sich um ein extrem dynamisches Segment der IT-Industrie und Unternehmens-IT handelt.

Bezogen auf Anwenderunternehmen kann das Thema verengt werden: Im Kern geht es immer um die Frage, welche Vorteile ein Unternehmen, ein Team oder ein einzelner Anwender durch Office-Systeme hat, warum permanente Investitionen wichtig sind und warum es sich bei der Einführung von Office-Produktivitätslösungen um mehr als nur Technikprojekte handelt. Hier kann mit einer kurzen Antwort nur in den seltensten Situationen gedient werden. Der konkrete (finanzielle) Nutzen lässt sich auf Basis unterschiedlicher (finanz-) mathematischer Modelle berechnen und variiert je nach Unternehmen. Grundsätzlich gilt allerdings, dass bei einer Einführung von Office-Systemen, neben kurzfristigen quantitativen Größen, insbesondere qualitative Faktoren ausschlaggebend sind.

Hierzu zählt neben einer verbesserten Arbeitsqualität insbesondere die organisatorische Weiterentwicklung des Unternehmens. Dies bedeutet die Wahrung der Wettbewerbsfähigkeit, die Möglichkeit zur Erschließung neuer Angebote und / oder Märkte, die Integration von Lieferanten und Kunden in die Arbeitsabläufe sowie die Flexibilisierung der Organisation.

Es gilt auch, dass eine Kosten-/Nutzenbetrachtung nicht allein aus dem Blickwinkel des eigenen Unternehmens erfolgen kann. Vielmehr gilt es, die Position gegenüber dem Wettbewerb einzubeziehen. Die Kernfrage lautet hierbei: Welche organisatorischen Umstellungen müssen unternommen werden, um gegen den Wettbewerb zu bestehen bzw. ihn zu übertreffen?

Wird der enorme Betrag betrachtet, der in Office-Lösungen investiert wird, gilt es, sich umfassend mit einer Optimierung zu beschäftigen.

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