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Studie von Kienbaum über Outsourcing Kompetenz-Lücke IT = Auftrag für Externe

| Redakteur: Katrin Hofmann

IT-Abteilungen sind für die künftigen Herausforderungen schlecht gerüstet. Gleichzeitig sehen sich die Unternehmen verstärkt nach passenden Outsourcing-Partnern um.

Hat mancher IT-Angestellte Kompetenzen, die bald nicht mehr gebraucht werden?
Hat mancher IT-Angestellte Kompetenzen, die bald nicht mehr gebraucht werden?
(.shock - Fotolia.com)

Zukünftig benötigte IT-Skills: Aus Sicht der Management-Beratung Kienbaum sind das vor allem Spezialisten für die Bereiche IT-Governance und IT-Demand-Management.

Dass derzeit in deutschen Unternehmen nur durchschnittlich je zehn Prozent des IT-Personals in diesen Bereichen tätig sind, ist aus Sicht von Kienbaum ein Indiz dafür, dass „die IT-Abteilungen vieler Unternehmen für die künftigen Herausforderungen schlecht gerüstet sind“.

Derzeit stellen die Anwendungsentwickler die größte Gruppe dar, mit einem Anteil von 30 Prozent. Fachkräfte für den IT-Betrieb machen 18 Prozent der Belegschaft aus.

IT-Indistrialisierung verschiebt die Anforderungen

„Die Bedeutung der klassischen IT-Supply-Funktionen geht im Zuge der Industrialisierung der Anwendungslandschaft und des gezielten Einsatzes von Standardlösungen zurück. Stattdessen sind Mitarbeiter in den koordinierenden Funktionen wie IT-Governance und IT-Demand-Management mit ausgeprägter Business-Kompetenz gefragt", sagt Thomas Heinevetter, Director bei Kienbaum Management Consultants und Leiter der Studie. Denn sie seien IT-Profis, die verstünden, wie die IT das Gesamtunternehmen am besten unterstützen könnten.

Gleichzeitig erwartet rund die Hälfte der Befragten, dass immer mehr IT-Services ausgelagert werden. Ursache dafür ist aus Sicht Heinevetters unter anderem der Kostendruck, verbunden mit einem Trend, die Arbeit der IT-Organisationen auf bestimmte Kernthemen zu konzentrieren.

Die Wenigsten wollen weniger outsourcen

37 Prozent der IT-Chefs erwarten keine Veränderung der Summe der extern vergebenen Aufträge, und nur elf Prozent rechnen mit einem Rückgang. Vor allem das Outsourcing von Application-Development-Aufgaben hat demnach seit kurzem deutlich zugenommen und liegt derzeit im Durchschnitt bei rund 43 Prozent.

Annähernd gleich hoch ist der Outsourcing-Anteil in den Bereichen Network-Services mit 46 Prozent, Desktop-Services mit 42 Prozent und Data-Center-Services mit 41 Prozent.

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