Disaster-Recovery

Kommt der Preisschock in der Public Cloud?

| Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Dietmar Müller

Immer mehr Unternehmen setzen auf die Public Cloud, um ihre Daten für ein Disaster Recovery zu horten. Das könnte sich bald rächen.
Immer mehr Unternehmen setzen auf die Public Cloud, um ihre Daten für ein Disaster Recovery zu horten. Das könnte sich bald rächen. (Bild: gemeinfrei, 12019 / Pixabay / CC0)

Immer mehr Unternehmen setzen auf die Public Cloud, um ihre Daten für den Fall eines Disaster Recovery zu horten. Das wird sich bald bitter rächen, meinen die Experten von Arcserve, LLC, einem Anbieter von Datenschutzlösungen.

Das Plus an Agilität und höherer Skalierbarkeit sei bei öffentlichen Cloud-Angeboten versus Storage-Hardware unbestritten, oft sähen sich Anwenderunternehmen aber unerwartet hohen Kosten für die Bewegung und die Wiederherstellung von Daten in öffentlichen Clouds konfrontiert. Nach Beobachtung von Arcserve ziehen sich daher die meisten Unternehmen für das Disaster Recovery wieder aus Public Clouds zurück. Stattdessen würden sie hybride Cloud-Strategien bevorzugen und sich für Cloud Service Provider entscheiden, die ein Private-Cloud-Modell mit kontrollierbaren Kosten anbieten.

Neben den Kostenproblemen in der Public Cloud sollen künftig künstliche Intelligenz und sich selbst verwaltende Service-Dienstleistungen das Storage-Umfeld dominieren, so die Experten. 2019 könnten Unternehmen mit Datensicherheitslösungen rechnen, die mehr als nur eine Echtzeitsicht auf die Verfügbarkeit von Systemen und Informationen bieten. Sie werden vielmehr künstliche Intelligenz (KI) nutzen, um ungeplante, auf physikalischen Ursachen basierende Ausfallzeiten vorauszusehen.

Solche Lösungen könnten in dreifacher Weise zu mehr Datensicherheit beitragen: Zum einem lassen sich Prozesse der Datenwiederherstellung automatisieren. Zum zweiten werden die am häufigsten aufgerufenen, für die Funktion verschiedener Anwendungen wichtigsten und unternehmenskritischen Daten intelligent als erste wiederhergestellt. Zum dritten werden Informationen proaktiv in einer Cloud gesichert werden, bevor es zum Systemausfall kommt.

Wachstum bei selbst verwalteter DRaaS

Das “as-a-service”-Marktsegment wächst mit hoher Geschwindigkeit, auch sich selbst verwaltende Disaster-Recovery-as-a-Services würden immer häufiger geordert. Um diese Nachfrage zu bedienen, werden Vertriebspartner voraussichtlich mehr Selbstbedienungs-Möglichkeiten anbieten inklusive vertraglich garantierten Recovery Time Objectives und Recovery Point Objectives. Zugleich könnten Vertriebspartner ihr Angebot um zusätzliche Self-Service-Optionen anreichern, was den potentiellen Kundenkreis erweitere, ohne Kundenumgebungen verwalten zu müssen.

„Es liegt auf der Hand, dass Unternehmen sich ernsthaft um Datensicherheit kümmern werden. Und sie werden in großem Stil Zeit und Geld investieren, um sicher zu sein, dass sie die richtigen Werkzeuge, Ressourcen und Dienste für den Schutz ihrer unschätzbar wertvollen Unternehmensdaten bereitstellen“, sagt Oussama El-Hilali, VP Products bei Arcserve.

„Aber wenn uns 2018 etwas gezeigt hat, dann die Tatsache, dass Unternehmen immer noch besser lernen müssen, wie sie ihre Daten kosten- und arbeitseffizient verwalten. Es wird spannend sein, wie Entscheider die Herausforderungen angehen und stemmen werden, mit denen sie sich jetzt zum Jahresbeginn konfrontiert sehen.“

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Ich arbeite bei DRACOON - als Anbieter einer Datenaustauschplattform für Unternehmen sind wir auch...  lesen
posted am 17.01.2019 um 12:45 von Unregistriert


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