Netapp, Brocade, VMware und Fujitsu bringen Client-Virtualisierung in Shape, vShape Klasse Kombi – BYOD trifft auf VDI

Autor / Redakteur: Bernhard Brandwitte / Ulrike Ostler

Eine "vShape"-Implementierung von Fujitsu hat der Warren School dabei geholfen, ihre aktuellen IT-Herausforderungen zu meistern und gleichzeitig reaktionsfähigere und kosteneffizientere Services für Schüler und Belegschaft geschaffen. Doch die Virtualisierung von Clients mittels VMware- und Fujitsu-Technik kann im Zusammenhang mit BYOD noch viel mehr.

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vShape von Fujitsu bedeutet VDI-Best Practices für große und kleinere Organisationen, zum Beispiel für die Warren School.
vShape von Fujitsu bedeutet VDI-Best Practices für große und kleinere Organisationen, zum Beispiel für die Warren School.
(Bild: Texelart/Fotolia.com)

Heutzutage ist es alles andere als einfach, eine IT-Abteilung zu leiten. Angesichts der steigenden Herausforderungen, die neue Technologien, Sicherheits- und Compliance- Anforderungen stellen, und angesichts der sich ständig ändernden Arbeitsbedingungen und der Notwendigkeit, nur begrenzt zur Verfügung stehende Ressourcen maximal auszunutzen, ist es sogar schwerer denn je.

Eine der problematischsten Herausforderungen stellt die sogenannte „Consumerization der IT“ oder „Bring Your Own Device“ (BYOD) dar. Wenn Menschen immer häufiger Smartphones, Tablets und Laptops verwenden, ist es eine natürliche Folge, dass sie diese Geräte nicht nur zu Hause nutzen, sondern auch am Arbeitsplatz.

Wie der Artikel „VMware Bundles Apps Into BYOD Management Suite“ von Joab Jackson vom 22. Februar 2013 im US-Magazin "CIO.com" Forrester Research zitiert, verwenden heute 67 Prozent der Mitarbeiter ihre privaten Smartphones zur Erledigung geschäftlicher Aufgaben und 46 Prozent nutzen ihre privaten Laptops für geschäftliche Zwecke.

BYOD - ein Frage der Sicherheit

Der BYOD-Trend führt zu zusätzlichen Sicherheitsrisiken für Unternehmen. Wie kann sichergestellt werden, dass Sicherheits- Updates rechtzeitig installiert werden? Wie können wichtige Unternehmensdaten geschützt werden, wenn ein Gerät verloren geht oder gestohlen wird? Wie können wertvolle geschäftliche Anwendungen, Daten und Hardware vor Viren und Denial-of-Service-Angriffen geschützt werden?

Und was passiert, wenn ein Tablet oder Laptop ausfällt? Die IT-Abteilung muss die Ausfallzeiten eines Mitarbeiters so gering wie möglich halten, indem sie den Desktop so schnell wie möglich wiederherstellt. Was passiert, wenn das Unternehmen neue Mitarbeiter und Vertragspartner hat?

Die IT-Abteilung muss sie so schnell und reibungslos wie möglich in den Betrieb integrieren. Zudem muss die IT-Abteilung bei allen neuen Geräten sicherstellen, dass die Compliance-Anforderungen genau eingehalten werden, von der Datenverschlüsselung bis hin zu gesetzlichen Bestimmungen.

VDI eilt zur Hilfe

Bernhard Brandwitte, Vice President Storage Business bei Fujitsu Technology Solutions, ist der Autor dieses Artikels.
Bernhard Brandwitte, Vice President Storage Business bei Fujitsu Technology Solutions, ist der Autor dieses Artikels.
(Bild: Fujitsu)
All diese Herausforderungen erfordern eine effiziente und zentralisierte Strategie zur Geräteverwaltung. In einem herkömmlichen Rechenzentrum ist dies jedoch oft nur schwer zu erreichen. Zum Glück können Unternehmen mittlerweile auf eine kosteneffiziente und einfach zu verwaltende Lösung zurückgreifen – die Virtual DesktopInfrastructure (VDI).

VDI bedeutet, dass zwischen den Server- und Client-Geräten eine Virtualisierungsschicht eingefügt wird. Zudem sorgt eine Broker-Instanz für autorisierte Verbindungen.

Dies ermöglicht Administratoren, den Anwendern einen gesicherten virtuellen Zugriff auf alle Anwendungen von jedem Gerät aus bereitzustellen. Mitarbeiter genießen die Flexibilität, von überall aus arbeiten zu können, sei es im Hauptsitz des Unternehmens oder per Remote-Zugriff von Zweigstellen oder zu Hause aus.

Best Practices bringen VDI in Form

Neue Anwendungen stehen einfacher und schneller bereit und sind leichter zu warten. Unternehmen können dadurch effizienter auf sich ändernde Geschäftsanforderungen reagieren. VDI vereinfacht zudem den Support und verbessert die Netzwerksicherheit. Client-Desktops können hinsichtlich der Einhaltung von Unternehmens-Policies besser überwacht werden. Compliance und Verwaltung werden über eine zentralisierte Infrastruktur optimiert.

In Zusammenarbeit mit Netapp und Brocade bietet Fujitsu mit "vShape" eine Plattform zur Implementierung von VDI an. Der flexiblen und skalierbaren Lösung liegen zuverlässige Technologien und Best-Practice-Lösungen zugrunde, sie vereint alle Aspekte einer virtuellen Umgebung. Kunden profitieren neben den Vorteilen der Zusammenarbeit mit einem einzigen Anbieter von überprüften Architekturen, die eine einfache Implementierung und einen reibungslosen Betrieb ermöglichen.

Aufgrund der größeren Ressourcen und möglicherweise wegen des dringenderen Bedarfs verwenden viele große Unternehmen bereits VDI-Lösungen. Doch auch kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) sind potenzielle Nutznießer. Der deutsche Markt ist sicherlich für Branchengrößen wie BMW und Siemens bekannt, 99 Prozent aller Unternehmen in Deutschland sind allerdings KMUs.

vShape taugt für fast jede Unternehmensgröße

"Die Kombination dieser Infrastruktur mit führender VMware-Software für Desktop-Virtualisierung stellt nicht nur einen sicheren Zugriff auf Unternehmensdaten und -anwendungen sicher, sondern gestattet Kunden zudem, pro Server eine maximale Anzahl an virtuellen Desktops zu hosten, um die Effizienz zu steigern", sagt Bernhard Brandwitte.
"Die Kombination dieser Infrastruktur mit führender VMware-Software für Desktop-Virtualisierung stellt nicht nur einen sicheren Zugriff auf Unternehmensdaten und -anwendungen sicher, sondern gestattet Kunden zudem, pro Server eine maximale Anzahl an virtuellen Desktops zu hosten, um die Effizienz zu steigern", sagt Bernhard Brandwitte.
(Bild: Falk Heller/ Fujitsu)
Warum ist der Wechsel zu virtuellen Computing-Architekturen für KMUs so entscheidend? Barbara Spicek, Vice President of Partner Sales bei Brocade, sagt dazu: „Es gibt wichtige Gründe, warum kleine Unternehmen hier investieren sollten: schnellere Verfügbarkeit von Anwendungen, mehr Flexibilität und Mobilität in der IT, höhere betriebliche Effizienz und Leistung sowie eine bessere Reaktionsfähigkeit im Notfall. Ebenso wichtig ist es, die Hardwarekosten zu senken, die Verwaltung zu vereinfachen und Energie einzusparen.“

Laut Hendrik Leitner, Director of Fujitsu Global Alliance bei Netapp, können sowohl große als auch kleine und mittlere Unternehmen von VDI profitieren. „Sie können neue Anwendungen schneller bereitstellen und die talentiertesten Mitarbeiter anwerben, die es gewohnt sind, ihre eigenen Geräte mit an den Arbeitsplatz zu nehmen. Fujitsu vShape stellt vollständige und überprüfte Infrastrukturen zur Verfügung, die schnell und einfach implementiert werden können und sofortige Geschäftsvorteile liefern.“

Kunden können auswählen, welche Infrastruktur am besten für sie geeignet ist. Wenn die Anforderungen und der Bedarf des Unternehmens sich ändern, kann vShape ganz einfach skaliert werden. Die Lösung ist in zwei unterschiedlichen Varianten und verschiedenen Größen erhältlich.

VDI eröffnet eine neue Dimension des Lernens

Die Kombination dieser Infrastruktur mit führender VMware-Software für Desktop-Virtualisierung stellt nicht nur einen sicheren Zugriff auf Unternehmensdaten und -anwendungen sicher, sondern gestattet Kunden zudem, pro Server eine maximale Anzahl an virtuellen Desktops zu hosten, um die Effizienz zu steigern. So benötigen Kunden weniger Hardware und können das, was sie haben, effizienter nutzen und die Betriebskosten und den Aufwand reduzieren.

Das gilt zum Beispiel auch für die Warren School in Großbritannien: Sie ist kein großes Unternehmen, war jedoch mit über 1.200 Schülern sowie Lehrern und Verwaltungsmitarbeitern aus ihrer IT-Infrastruktur herausgewachsen.

„Unsere Infrastruktur ist etwa neun Jahre alt und besteht hauptsächlich aus Microsoft Server 2003 oder Exchange 2003-Servern“, erläutert Andrew Szymanski, der Netzwerk-Manager der Warren School. „Sie hat uns in der Vergangenheit gute Dienste geleistet, ist jetzt aber einfach am Ende ihres Lebenszyklus angelangt.“

Die Sanierung der IT-Infrastruktur

Szymanski hat Optionen für ein Upgrade evaluiert. Er wollte einen Kompromiss zwischen einem eingeschränkten Budget und dem Bedarf an einem zukunftsfähigen IT-System erreichen.

„Wir hätten einfach ein paar SAN- und NAS-Boxen hinzufügen können, um unsere Speicherprobleme zu lösen, sowie auf Server 2008 aktualisieren können, und die Sache hätte sich erledigt“, sagt Szymanski. Dies ist jedoch keine langfristige Lösung für eine Einrichtung, in der Schüler bereits ihre eigenen Computing-Geräte nutzen und die Lehrer und Mitarbeiter ihre eigenen Softwareprodukte mitbringen.

Um BYOD zu ermöglichen, hat sich die Warren School für eine konsolidierte virtuelle Infrastruktur entschieden.
Um BYOD zu ermöglichen, hat sich die Warren School für eine konsolidierte virtuelle Infrastruktur entschieden.
(Bild: Andreas Danti/Fotolia.com)
Um das BYOD-Problem und andere Herausforderungen in Bezug auf die Desktop-Verwaltung zu lösen, haben Szymanski und sein Team sich für eine konsolidierte virtuelle Infrastruktur entschieden. Zu Beginn wurden zwei „Fujitsu Primergy“-Server ausgewählt, die den Wechsel von physischen Desktop-Computern auf virtuelle Desktops ermöglichen und eine flexible sowie zukunftssichere Methode zur Verwaltung der IT in der Bildungsbranche bieten.

Computer und Ressourcen zum Verschieben

Die Warren School hat aber nicht nur die alten Server durch Fujitsu Server ersetzt, sondern entschied sich zudem für eine kleine „vShape“-Konfiguration mit 25 virtuellen Maschinen.

Über virtuelle Maschinen kann das IT-Team Computer und Ressourcen mit nur einem Klick nach Bedarf innerhalb des Schulnetzwerks verschieben. Zudem waren Anwendungen bisher auf einzelne Computer in bestimmten Instituten beschränkt, wie beispielsweise Kunst- und Designpakete.

Die Hausaufgaben sind gemacht

Jetzt können diese sofort auf einem beliebigen Computer in der Schule bereitgestellt werden, was eine flexiblere Nutzung der Klassenzimmer gestattet. Mitarbeiter und Schüler können jetzt auch von zu Hause oder unterwegs auf Dateien und Anwendungen zugreifen, wodurch beispielsweise die Hausaufgabenabgabe der Schüler verbessert wird.

„Langfristig möchten wir Schülern und Mitarbeitern die Nutzung mobiler Geräte in der Schule ermöglichen. Dazu ist jedoch ein sicherer Zugriff unerlässlich. Derzeit überprüfen wir, wie wir die sensiblen Anwendungen der Schule und die Geräte sichern können“, so Szymanski. „Indem wir unseren Mitarbeitern und Schülern einen Fernzugriff über ihre eigenen Geräte gestatten, verbessern wir nicht nur unsere eigene Arbeitsweise, sondern auch die Zufriedenheit der Mitarbeiter und Schüler.“

Der Autor:

Bernhard Brandwitte ist Vice President Storage Business bei Fujitsu Technology Solutions.

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