Suchen

Eine coole Ergänzung Kältecontainer aus dem Hause Rittal

| Redakteur: Sandra Häuslein

Rittal hat sein modulares, standardisiertes Rechenzentrum „Rimatrix S“ um einen komplett vorkonfigurierten Kältecontainer erweitert. Das Kühlsystem arbeitet vorrangig mit indirekter, freier Kühlung und erzielt dadurch hohe Energie-Effizienz.

Firmen zum Thema

Die Installationszeit des Kältecontainers beträgt weniger als einen Tag und ist damit deutlich kürzer als bei herkömmlichen Klimatisierung.
Die Installationszeit des Kältecontainers beträgt weniger als einen Tag und ist damit deutlich kürzer als bei herkömmlichen Klimatisierung.
(Bild: Rittal)

Der ab sofort verfügbare Kältecontainer von Rittal besteht aus einem Containerrahmengestell in High-Cube-Ausführung (6,06 m Länge, 2,44 m Breite, 2,09 m Höhe). Darauf sind der Hydraulikschrank, die beiden Kältemaschinen sowie der Freikühler montiert.

Zwei Kühlleitungen sowie die Stromversorgung verbinden die Klimatisierung mit dem Rechenzentrumsmodul Rimatrix S. Da dieses primär mit indirekter, freier Kühlung arbeitet, kann bei ausreichend niedriger Außentemperatur auf einen energieintensiven Kompressor verzichtet werden.

Zusammen mit drehzahlgeregelten EC-Ventilatoren (EC = Electronical Commutation), redundant ausgelegten Pumpen und einer optimalen Anpassung an den Kühlungsbedarf des Rimatrix-S-Server-Moduls führt dies zu einer hohen Energie-Effizienz mit einem Power Usage Effectiveness (PUE) von bis zu 1,15 im laufenden Betrieb.

Drei Betriebsarten möglich

Der Wärmetauscher für die indirekte Freikühlung ist mit einem Wasser/Glycol-Gemisch befüllt und kann eine Wärmeleistung von 70 Kilowatt (kW) für die Single 6-Variante von Rimatrix S sowie 100 kW für die Single 9-Variante abführen. Bei höheren Außentemperaturen werden die zwei Kompressoren hinzu geschaltet:

Sie sind redundant mit je 70 kW oder 100 kW ausgelegt und stellen eine hochverfügbare Kälteleistung sicher. Abhängig von der Außentemperatur sind insgesamt drei Betriebsarten möglich: der reine, indirekte Freikühlbetrieb, der Mischbetrieb mit Freikühlern und Kompressoren sowie die komplette Kompressor-Kühlung. Je nach Betriebsart nutzen somit entweder Freikühler und/oder Kompressor die zentrale, redundante Pumpenstation.

Überwachung und Regelung integriert

Der Kältecontainer ist ein Serienprodukt. Seine intelligente Steuerung sorgt dafür, dass die erzeugte Kühlleistung dem dynamischen Bedarf des Rimatrix-S-Server-Moduls angepasst wird. Eine Netzwerkschnittstelle gibt die gemessenen Temperaturdaten per SNMP (Simple Network Management Protocol) an die Rittal-Managementsoftware Rizone oder eine andere DCIM-Plattform (DCIM = Data Centre Infrastructure Management) weiter.

Zudem stellt diese Schnittstelle eine Verbindung zu einem Webserver her: Darüber kann der Anwender die Parameter der Kühllösung einstellen und den aktuellen Zustand überwachen. Im Störfall signalisieren potentialfreie Meldekontakte dem Administrator entsprechend Alarm, sodass er schnell reagieren kann.

Veranstaltungstipp: Der Rechenzentrumstag der „Cooling Days“ am 21. Oktober 2014 in Würzburg. Rittal ist hier Sponsor.

(ID:43010449)