Juniper kündigt weiteres Glied für Service Chaining an JunosV Contrail Controller erscheint 2013

Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Mit JunosV Contrail will Juniper Networks noch dieses Jahr einen offenen, Standard-basierten Controller für Software-Defined Networks (SDN) liefern.

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Die Expertise für den von Juniper angekündigten Controller stammt von Contrail Systems.
Die Expertise für den von Juniper angekündigten Controller stammt von Contrail Systems.
(Bild: Contrail Systems)

Juniper Networks (Juniper) kündigt die Produktlinie "JunosV Contrail" an. Die virtuelle Netzwerklösung – die sich einfach in bestehende Rechenzentren einbinden lassen soll – konkretisiert eine im Januar vorgestellte Roadmap des Anbieters. Mit der hatte Juniper seine eigene Interpretation von Software-Defined Networks vorgelegt.

Teil des Konzeptes ist auch der jetzt angekündigte "Standard-basierte Controller für Software-Defined Networks", der noch in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommen soll. Der Controller fußt auf dem Know-how des zuvor übernommenen SDN-Experten Contrail Systems. Im Zusammenspiel mit der JunosV App Engine soll die Lösung Grundlage für ein "Service Chaining" bilden, also die Einbindung virtueller Softwareinstanzen in den Netzwerkverkehr.

Juniper betont in einer jetzt publizierten Meldung Kooperationen mit Citrix, Cloudscaling, Mirantis und Red Hat. Die, so der Anbieter weiter, böten Kunden komplette Cloud-Lösungen, die auf OpenStack respektive CloudStack basieren und offene Standards sowie Virtualisierungsprotokolle unterstützen. Ein Bekenntnis zu OpenFlow bleibt der Anbieter in seiner jetzigen Mitteilung jedoch weiterhin schuldig.

Dafür bewirbt Juniper folgende Vorteile der eigenen Lösung:

  • Die Virtualisierung des Netzwerks ermögliche eine durchgängige Automatisierung und Orchestrierung. Network-as-a-Service könne so schnell und effizient umgesetzt und verwaltet werden.
  • Eine flexible Verwaltung IP-basierter, virtueller Netzwerke und Sicherheits-Services erlaube es Kunden, Netzwerkressourcen effizienter und agiler als bisher einzusetzen.
  • Per API sollen neue virtualisierte Services ermöglicht werden, um das Netzwerk zu automatisieren und zu steuern.
  • Die Fähigkeit, tiefgreifende analytische Informationen aus allen Bereichen des Netzwerks abzurufen, vereinfache Entscheidungen über den Einsatz von Netzwerkressourcen.

Die "JunosV Contrail"-Produktfamilie soll in der zweiten Jahreshälfte im Rahmen des Juniper Software Advantage Lizensierungsprogramms verfügbar sein.

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