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Xantaro optimiert Universitätsrechenzentrum Juniper QFabric in Deutschland erstmals integriert

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Service-Integrator Xantaro hat nicht nur das Rechenzentrumsnetzwerk einer deutschen Universität mit der Switchfabric QFabric von Juniper Networks ausgestattet, sondern auch sein eigenes Technologielabor.

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Das Übertragungsgerät QFX3008 fungiert in einer QFabric-Architektur als Rückwandplatine und verbindet innerhalb einer Full-Mesh-Topologie alle QFabric-Node-Edge-Geräte.
Das Übertragungsgerät QFX3008 fungiert in einer QFabric-Architektur als Rückwandplatine und verbindet innerhalb einer Full-Mesh-Topologie alle QFabric-Node-Edge-Geräte.
(Bild: Juniper Networks)

Die QFabric, die Xantaro in das Rechenzentrumsnetzwerk einer deutschen Universität mit über 4.000 Mitarbeitern und mehr als 40.000 Studenten integriert hat, soll eine Skalierbarkeit von über 6.000 Ports bei identischen Latenzzeiten unterstützen, wodurch Anwender hoch skalierbare Virtualisierung bei geringem Hardwareaufkommen realisieren könnten. Durch den Einsatz der Switchfabric von Juniper Networks würden auch die Bandbreite und die Geschwindigkeit der Datenübertragung exponentiell ansteigen, was Cloud Computing und Mobile Computing weiter vorantriebe.

Die QFabric würde mit dem „Single-Hop“-Ansatz eine einfache und flache Infrastruktur bieten und sei die bisher einzige Switchfabric, die als eigenständiges System funktionieren würde. Das Xantaro-Technologielabor wurde ebenfalls mit dem neuen Equipment ausgestattet und steht zur Demonstration und für Tests bereit.

Einstiegs-, Migrations- und Erweiterungsszenarien

„Die QFabric stellt sich als ein einheitliches Gesamtsystem dar – auch in Hinblick auf das Systemmanagement über das Juniper-Betriebssystem JunOS“, erläutert Arne Heitmann, Technical Lead Data Center Technologies bei Xantaro. „Wegweisende und standardbasierende Techniken bewerkstelligen das interne Handling der Layer-2-Informationen. Zudem profitieren die Kunden durch den geringen Energie- und Platzverbrauch von niedrigeren Betriebskosten.“

Da die Komponenten der QFabric sowohl als „klassische“ Switches im Stand-alone-Betrieb als auch als Nodes im Verbund der Fabric anwendbar seien, würden sie eine für den Kunden ideale Flexibilität der Skalierbarkeit unterstützen. Einstiegs-, Migrations- und Erweiterungsszenarien seien damit realisierbar und im kleinen, mittleren und großen Umfeld möglich. Zusätzlich würde die QFabric unterschiedliche Übertragungsmedien und Geschwindigkeiten unterstützen, um eine sanfte Migration zu ermöglichen.

Gemeinsam mit dem Kunden führte Xantaro im Vorfeld der Umsetzung ein Proof-of-Concept und mehrere Beta-Tests durch. Im September stattete der Service-Integrator auch sein eigenes Technologielabor XT3Lab in Frankfurt am Main mit den neuen Komponenten aus.

100 Mio. US-Dollar Entwicklungskosten

Die QFabric präsentierte Juniper nach mehrjähriger Forschung und über 100 Mio. US-Dollar Entwicklungsausgaben. Sie ist Teil von Junipers 3-2-1 Rechenzentrumsnetzwerkarchitektur und reduziert das traditionelle Drei-Ebenen-Netzwerk auf eine einzige Hochleistungsebene. Sie besteht insgesamt aus drei verschiedenen Komponenten: Die QF/Node übernimmt die Aufgabe der Distributed Decision Engine der Fabric, QF/Interconnect ist das Element, das den Hochgeschwindigkeitstransport realisiert, QF/Director bietet ein einheitliches, zentrales Managementelement und damit die Kontrolle aller Komponenten wie in einem einzigen Gerät.

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