Wirkung von IoT auf Schweizer ICT-Markt

Jeder vierte Schweizer Franken fließt in die Rechenzentrumsinfrastruktur

| Redakteur: Ulrike Ostler

IoT wirkt sich, zumindest in der Schweiz, auf die Investitionen in IT-Infrastruktur aus.
IoT wirkt sich, zumindest in der Schweiz, auf die Investitionen in IT-Infrastruktur aus. (Bild: @ albertczyzewski/Fotolia.com)

Brocade und die MSM Research AG haben die Ergebnisse einer gemeinsam mit Swisscom und anderen Unternehmen erhobenen Untersuchung zum aktuellen Stand des Schweizer ICT-Markts veröffentlicht. Im Fokus hat die Frage nach der disruptiven Rolle des Internet of Things (IoT) als Game Changer und zentraler Wachstumstreiber gestanden.

Wo steht der Schweizer Markt mit Blick auf das Internet der Dinge? Und wie planen Schweizer Unternehmen, das immense Potential für sich nutzbar zu machen? Welche Herausforderungen und Hemmnisse sehen sie?

Um das herauszufinden, wurden von März bis Mai 2016 zu qualitativen Fragen insgesamt 127 kleine und mittelständische Betriebe sowie Großunternehmen aus den Bereichen Industrie, Telekommunikation, Transport und Verkehr sowie öffentliche Verwaltung, Handel, Banken und Versicherungen und rund 300 Unternehmen zu den entsprechenden ICT-Ausgaben befragt.

Digitalisierung und IoT bewirken tektonische Verschiebungen im Markt

Das Internet der Dinge hat die Welt der traditionellen Geschäftsmodelle längst auf den Kopf gestellt und schafft völlig neue Gesetzmäßigkeiten. Es materialisieren sich viele neue Marktchancen und Wettbewerbsvorteile. Wie die Ergebnisse der Studie belegen, versteht die Mehrheit der befragten ICT-Verantwortlichen unter IoT auch die zunehmende Vernetzung der industriellen Fertigung unter dem Stichwort Industrie 4.0.

Vom Einsatz entsprechender IoT- und Big-Data-Anwendungen versprechen sich Unternehmen eine signifikante Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit: 47 Prozent der Befragten gehen von einer Steigerung ihrer Agilität und ihres Reaktionsvermögens auf Veränderungen im Markt aus. Dennoch herrscht bei Entscheidern immer noch große Zurückhaltung: 53 Prozent der Befragten gaben an, die weitere Entwicklung abwarten zu wollen, da der Einfluss auf das Business noch nicht absehbar sei.

Ein Fehler, meint Philipp A. Ziegler, Geschäftsführer der MSM Research AG: „Das, was die Digitalisierung und das Internet der Dinge in den kommenden Jahren auf breiter Basis auslösen werden, sind tektonische Verschiebungen im Markt, denen kaum ein Marktteilnehmer entkommen kann. Es käme einer strategischen Naivität gleich, die Zeichen der Zeit sowie künftige Potentiale und Marktchancen nicht zu prüfen und somit Gefahr zu laufen, den Anschluss zu verpassen.“

Ausgaben für Cloud Computing um weit über 30 Prozent gestiegen

Neben IoT ist Cloud Computing einer der entscheidenden Wachstumstreiber im Schweizer ICT-Markt. Die Ausgaben für Cloud Computing Services steigen 2016 um weit über 30 Prozent auf 1.7 Milliarden Schweizer Franken.

Das Rechenzentrum bildet hierbei die Grundlage für die Public- und Private Cloud (intern oder extern). Jeder vierte Franke fließt laut Umfrage in die Finanzierung der Rechenzentrumsinfrastruktur.

Maßgeblich für die Verfügbarkeit von Cloud-Anwendungen und die Bereitstellung aller relevanten Informationen in Echtzeit ist das Netzwerk. New-IP-Angebote bieten Unternehmen eine moderne Netzwerkplattform, die ihnen die nötige Agilität für die Umsetzung ihrer Cloud- und IoT-Initiativen ermöglicht. Offene Schnittstellen machen New-IP-Netzwerke zu innovativen Business-Plattformen, über die Unternehmen die Orchestrierung und Automatisierung des Netzwerks entlang der gesamten Wertschöpfungskette flexibel und bedarfsgerecht steuern können.

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