Westeuropa ist die Region mit geringstem Wachstum ITK-Markt wächst weltweit um fünf Prozent

Redakteur: Sarah Gandorfer

Der weltweite ITK-Markt wächst. Allerdings stagniert Westeuropa, dort ist die einzige positive Ausnahme Deutschland.

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Der weltweite ITK-Markt verzeichnet ein fünfprozentiges Wachstum.
Der weltweite ITK-Markt verzeichnet ein fünfprozentiges Wachstum.

Der weltweite ITK-Markt trotzt der europäischen Finanzkrise und bleibt auf Wachstumskurs. Der Bitkom prognostiziert für dieses Jahr einen Anstieg des globalen Umsatzes von 5,1 Prozent auf 2,57 Billionen Euro.

Sowohl das Segment Informationstechnologie als auch Telekommunikation legen jeweils fünf Prozent zu. Regional hingegen entwickeln sich die Märkte unterschiedlich. In den Schwellenländern boomt die Branche, während sie in Westeuropa weitgehend stagniert oder gar schrumpft.

Der Bitkom beruft sich dabei auf Aussagen des European Information Technology Observatory (EITO) in seiner neuen Publikation „ICT Market Report 2012/13“.

„Mobilität ist der stärkste Markt-Treiber im Technologiesektor“, sagt Bitkom-Präsident Dieter Kempf. In Industrieländern sorgt der Trend zur mobilen Datennutzung für zusätzliche Umsätze in der Telekommunikation. In Schwellenländern werden Handys, Laptops, Tablets und Co. sogar zum zentralen Zugang für die Nutzung von Informationstechnologie. „Die Schwellenländer investieren massiv in die mobile ITK-Infrastruktur und den Ausbau der entsprechenden Kapazitäten“, so Kempf.

Asien versus Westeuropa

Die Schwellenländer stehen heuer mit 27 Prozent bereits für mehr als ein Viertel der weltweiten ITK-Nachfrage. Bis 2020 wird ihr Anteil auf fast die Hälfte steigen. So wächst der chinesische Markt in diesem Jahr voraussichtlich um zwölf Prozent auf 220 Milliarden Euro. Damit löst China Japan als weltweit zweitgrößten ITK-Abnehmer ab.

Westeuropa ist die Region mit dem geringsten Wachstum. Der ITK-Umsatz soll um 1,2 Prozent auf 617 Milliarden Euro steigen – sofern sich die Euro-Krise nicht weiter zuspitzt. Für 2013 wird ein Wachstum von 1,4 Prozent erwartet.

Dennoch bildet Deutschland laut Kempf eine positive Ausnahme: „Viele westeuropäischen Märkte leiden stark unter den Folgen der Euro-Krise, nur Osteuropa wächst ähnlich schnell wie der Weltmarkt. Auch Deutschland ist mit einem Plus von 1,6 Prozent eine positive Ausnahme und stabilisiert die europäische ITK-Branche.“

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