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Der Pfad zur Cloud führt durch unwirtliches Gelände

IT Survival Guide: Wie schaffe ich den Weg in die Cloud?

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Der Pfadfinder zur Cloud

Brücken und leichtes Gepäck machen die Reise in die Cloud unbeschwerlicher.
Brücken und leichtes Gepäck machen die Reise in die Cloud unbeschwerlicher.
(Bild: NetApp)
Es gibt erprobte erste Schritte für den Weg in die Cloud: Im Allgemeinen zentralisiert ein Unternehmen zunächst seine IT. Anschließend wird die Infrastruktur konsolidiert, virtualisiert und standardisiert. Danach kann sich die interne IT-Abteilung zu einem IT-Anbieter mit erweiterten Automatisierungs- und Self-Service-Funktionen entwickeln.

1. Zentralisierung:

Die Zentralisierung ist notwendig, um eine klare Kostenübersicht zu erhalten, die Kontrolle über das IT-Angebot zu übernehmen und Skaleneffekte zu erzielen. Mit diesen Voraussetzungen kann der Übergang zu einer service-orientierten privaten Cloud beginnen. Zusätzlich wird ein allgemeiner Konsens bezüglich Strategie und Auslegung der IT innerhalb des Unternehmens benötigt.

2. Konsolidierung und Virtualisierung:

Die Erfahrung aus vielen Projekten hat gezeigt, dass Virtualisierung und Konsolidierung von Servern und Storage eine notwendige Voraussetzung für die Implementierung einer Cloud sind. Die Vorteile von Konsolidierung und Virtualisierung sind unter anderem eine erhöhte Asset-Auslastung, die zu einer Verschlankung der IT-Infrastruktur führen.

Zusätzlich vereinfacht die Reduzierung der zu verwaltenden Geräte das Management. So wird es beispielsweise möglich, virtualisierte Server über eine einheitliche Konsole zu steuern. Die Virtualisierung macht es zusätzlich leichter, Applikationen und Daten innerhalb der Infrastruktur zu verschieben.

Eine bessere Verfügbarkeit wird durch vereinfachte Mittel zur Implementierung von Hochverfügbarkeit und Disaster Recovery für viele Applikationen erreicht. Darüber hinaus lässt sich das System nach dem Ausfall von Services schneller neu starten.

3. Standardisierung:

Die Standardisierung von Prozeduren und die Definition wiederholbarer Prozesse sind ein Schlüssel für die Qualitätssteigerung, für kürzere Bereitstellungszeiten sowie geringere Support-Kosten und niedrigere Risiken in einer Cloud Computing-Umgebung.

Für die praktische Umsetzung wird ein Servicekatalog, der an SLAs gebunden ist, an den Infrastrukturanforderungen der internen Kunden ausgerichtet. Das führt einerseits zu Konsistenz und zum anderen vereinfacht es den Prozess von IT-Anfragen und -Bereitstellungen. Durch Standardisierung wird die Bereitstellung von einem zeitintensiven Vorgang in einen effizienten und wiederholbaren Ablauf verwandelt.

4. Automatisierung:

Je weiter die Automatisierung regelmäßig wiederkehrender Verfahren wie die Bereitstellung von Applikationen, Aktivierung, Backup und Replizierung in einer Cloud Computing-Umgebung voranschreitet, desto besser kann die IT-Umgebung an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden.

Die richtlinienbasierte Automatisierung ordnet den Anforderungen der Endbenutzer bestimmte Service-Levels zu. Sobald diese Policies festgelegt sind, können Applikationen oder Infrastrukturkomponenten von den Anwendern angefordert werden. Die entsprechende Stufe der Datensicherung sowie Performance-Level und eine sichere Mandantenfähigkeit lassen sich so automatisch einrichten.

Ein wichtiges Kriterium zur Unterscheidung einer virtualisierten Umgebung von Cloud Computing ist Chargeback. Bei automatisierten Self-Service-Funktionen ist es wichtig zu analysieren, welche Ressourcen die internen Kunden nutzen und wie viele Ressourcen wie häufig genutzt werden.

Chargeback setzt eine transparente Umgebung sowie eine Ressourcenzuordnung der zur Verfügung gestellten Services voraus. Damit kann die IT nachvollziehen, wie häufig ein bestimmter Service genutzt wird und kann diese Leistung entsprechend in Rechnung stellen. Außerdem bringen die automatisierten Self-Service-Funktionen den Vorteil, dass die IT im Tagesgeschäft stärker entlastet wird und sich verstärkt auf strategische Aufgaben konzentrieren kann.

5. Realisierung des Self-Service:

Die Einrichtung einer Self-Service-Umgebung, in der interne Kunden vorkonfigurierte IT-Ressourcen automatisiert anfordern können, ist ein wichtiger Schritt bei der Cloud-Implementierung. Die Umsetzung erfolgt über einen Servicekatalog, der die Leistungen mit Standardkonfigurationen enthält und bei dem SLAs an Service- und Datensicherungsstufen gebunden sind.

Mit einem definierten Servicekatalog, Automatisierung und Self-Service-Funktionen ist es möglich, dass Administratoren und Benutzer Ressourcen nach Bedarf skalieren, verschiedene Stufen der Performance und der Datensicherung wählen und Recovery-Prozesse nach Applikationsfehlern automatisieren.

Der Autor:

Alexander Wallner ist Area Vice President bei Netapp.

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