Leistungen nach Bedarf aus der IT-Fabrik

IT-Services und Prozesse fordern Ausbruch Silofreiheit

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Trotz der vielen Vorteile, die mit der IT-Fabrik winken: Wie bekommen die Unternehmen das umfangreiche Vorhaben in den Griff?

Ulrich Pöhler: Wir empfehlen den Unternehmen eine schrittweise Annäherung an die IT-Fabrik, dabei von Anfang an einen ganzheitlichen, Workload-zentrierten Ansatz zu verfolgen, wie er den neuen, auf Cloud-Computing und Internet getrimmten Systemen zu eigen ist. So können Unternehmen beispielsweise mit den IT-Systemen oder Erneuerung der Rechenzentrums-Infrastruktur starten, was ohnehin auf ihrer Agenda steht. Das senkt die Investitionsschwelle erheblich. Außerdem empfiehlt es sich, sich vorerst auf hochfrequentierte IT-Leistungen zu konzentrieren.
Ihre Bereitstellung durch IT-Prozess- und -Service-Automatisierung zu optimieren, zahlt sich für die Organisation besonders schnell aus. Zumal dadurch manuelle Eingriffe entfallen. Sie sind fehlerträchtig und mit unnötigen Aufwendungen verbunden. Richtig geplant, hat das Unternehmen zudem beim schrittweisen Aufbau der IT-Fabrik und der Cloud-Struktur die Wahl, ob es Services selbst produziert oder dafür, beispielsweise aus Kostengründen, einen Dienstleister wie Provider für Software as a Service (SaaS), Platform as a Service (PaaS) oder Infrastructure as a Service (IaaS) heranzieht.

Werden die meisten Unternehmen nicht bei der Größe des Vorhabens auf kompetenten externen Beistand angewiesen sein?

Ulrich Pöhler: Bis vielleicht auf wenige Konzerne werden sie für einen erfolgreichen Ablauf des Vorhabens professionellen Beistand dringend brauchen. Ohne ihn würden die Unternehmen bei der hohen Komplexität des Gesamtprojekts in viel zu viele Risiken hineinlaufen, und könnten dadurch schnell das Projekt in den Sand setzen. An externem Beratungs-Knowhow zu sparen, wäre also sträflich, weil buchstäblich unproduktiv und alles andere als zielführend. Allerdings sollte sich das Unternehmen den Beratungs- und Dienstleistungspartner genau anschauen.
Der Partner sollte in allen wichtigen Handlungsfeldern auf dem Weg zur IT-Fabrik sattelfest sein, also Transformation der IT-Organisation, Standardisierung und Konsolidierung der IT, Orchestrierung, Strategie, Design, der automatisierten Bereitstellung, Überwachung und dynamischen Anpassung auf Basis eines Servicekatalogs. „Sattelfest“ heißt in diesem Zusammenhang, das unterstützende Beratungs- und Dienstleistungshaus sollte erfolgreiche Projekte in diesen Feldern anhand mehrerer Referenzen nachweisen können. Das wiederum wird es nur können, wenn es über ein breites Spezialwissen verfügt und im Projektverlauf auf geeignete, praxiserprobte Konzepte, Methoden und Werkzeuge zurückgreifen kann.

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