T-Systems-Tochter Itenos erneuert Klimatisierung in acht Rechenzentren IT-Security-Dienstleister sagt: Energie-Effizienz beginnt beim Rack

Redakteur: Ulrike Ostler

Itenos, eine 100prozentige T-Systems-Tochter, baut sukzessive seine acht bundesweit verteilten Datacenter nach Maßgaben der Energie-Effizienz um. Dazu gehören ein effektives Kabel-Management-System und die Installation von Blindpanels für bessere Luftführung, die Trennung von Kalt- und Warmluft und die direkte Kühlung von Server-Racks mit Liquid Cooling Packages.

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In den Rechenzentren des IT-Seciurity-Prvoiders Itenos spielt Energie-Effizienz eine große Rolle. Bild: Itenos
In den Rechenzentren des IT-Seciurity-Prvoiders Itenos spielt Energie-Effizienz eine große Rolle. Bild: Itenos
( Archiv: Vogel Business Media )

Von Energie reden viele – doch insbesondere in Bereichen mit hohem Verbrauch gilt es, konkrete Maßnahmen zur Energie-Effizienz umzusetzen. Für Betreiber von Rechenzentren hat diese Anforderung höchste Priorität. Auch der Itenos GmbH geht es so.

Das Unternehmen ist auf Sicherheitslösungen im IT- und TK-Umfeld spezialisiert. Itenos agiert von seinem Hauptsitz in Bonn als selbstständige Tochtergesellschaft im Verbund der Deutschen Telekom AG. Es beschäftigt derzeit rund 165 Mitarbeiter. Zu der Klientel gehören viele Großkunden der Deutschen Telekom AG.

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Nun baut das Unternehmen seine acht deutschen Rechenzentren im Hinblick auf größere Energie-Effizienz um. Ein Schwerpunkt dabei ist die möglichst optimale Klimatisierung der Server-Racks.

Eigens für aktuelle Server-Typen und Netzwerk-Hardware hat der Provider gemeinsam mit einem namhaften Hersteller einen Rack-Typ entwickelt, der durch eine hochperforierte Tür und ein effektiveres Kabel-Management-System sicherstellt, dass die Luft frei durch das Rack strömt. Das senkt die erforderliche Kühlleistung, da die gekühlte Luft ohne Behinderung durch dicke Kabelstränge angezogen und auch ungehindert wieder ausgeblasen wird. Des Weiteren werden leere Höheneinheiten im Rack durch Blindpanels verschlossen, um die Kaltluft optimal einfließen zu lassen.

Kalt und warm durchgängig getrennt

Darüber hinaus geht Itenos in seinen Rechenzentren konsequent nach dem Kalt-/Warmgang-Prinzip vor. Um die unerwünschte Vermischung der unterschiedlichen Luftströme zu vermeiden, setzt der Sicherheits-Experte auf das Prinzip der Kalt-/Warmgang-Einhausung ganzer Rack-Reihen.

Dadurch lässt sich die Kaltluft durch den Doppelboden zur Kühlung direkt an die Server lenken. Alle Server werden über die gesamte Schrankhöhe mit gleich bleibend kalter Luft versorgt.

Durch die Einhausung hat das übliche Wärmepolster an der Decke des Rechenzentrums keinen Einfluss mehr, wodurch Heißluftverwirbelungen verhindert werden. Die Kühlung wird so deutlich wirksamer, die Energiekosten sinken.

Wasser marsch!

Wasser ist das neue Klimatisierungs-Element im Rechenzentrum. Itenos nutzt es bereits.

Für Systeme mit Blade Servern, die hohe Anforderungen an die Kühlleistung stellen, hat das Unternehmen in seinem Data Center Frankfurt Leitungen für direkte Wasserkühlung (Liquid Cooling Package, LCP) von Racks verlegt. Mit Flüssigkeit wird bei gleichem Volumenstrom gegenüber Luft etwa die tausendfache Verlustwärme abgeführt.

Folgende Elemente verbessern die Energie-Effizienz zusätzlich:

  • Netzteile mit 90 Prozent Effizienz und mehr
  • Dynamische CPU und Memory Taktschaltung (Thermal Load)
  • Optimierte Energie-Anpassung anhand von Betriebstemperatur und weiterer Sensoren
  • Implementierung von Power-down- und Standby-Modi
  • Abschalten von nicht benötigter Hardware in einem Gerät
  • Energiereduzierung in Teilbereichen einer CPU, die zurzeit nicht verwendet werden
  • Minimierung der Kommunikationsfrequenz zwischen Geräten

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