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Funktionserweiterungen im Enterprise-Resource-Planning Ist ERP das neue CRM?

| Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Aus einer IDC-Studie geht hervor, dass Kundenbeziehungs-Management verstärkt in den Fokus von ERP-Systemen rückt. Mutieren demnach ERP-Systeme zu CRM-Applikationen? Hermann Stehlik, Manager des ERP-Herstellers Epicor, der die Studie in Auftrag gegeben hat, stande dem Autor Dr. Stefan Riedl Rede und Antwort.

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Viele Wege führen zum Kunden.
Viele Wege führen zum Kunden.
( © Orlando Florin Rosu - Fotolia)

Wenn es um das Management von Kundenbeziehungen geht, fällt das eigentlich per Definition in den Aufgabenbereich einer CRM-Software. Die „IDC Manufacturing Studie“, die Epicor in Auftrag gegeben hat, legt hingegen nahe, dass auch ERP-Systeme für die Entwicklung der Kundenbeziehungen wesentlich sind. Warum ist das so?

Hermann Stehlik: Wer als Anbieter von Industrieprodukten in Sekundenschnelle präzise und verlässlich selbst auf komplexe Orderanfragen antworten kann, differenziert sich deutlich von den meisten seiner Wettbewerber. Viele Unternehmen tasten sich in mehreren Antwortstufen an die vom Kunden geforderten Zusagen an, bis sie die nötigen Informationen aus den unterschiedlichsten Abteilungen zusammengesammelt haben.

Hermann Stehlik, Vice President Zentraleuropa, Epicor
Hermann Stehlik, Vice President Zentraleuropa, Epicor
(Bild: Epicor)

Ein modernes ERP hält zentral alle Unternehmensdaten in Echtzeit vor, setzt sie in Beziehung und stellt sie einem integrierten CRM zur Verfügung. Damit hat jeder Mitarbeiter bei jedem Kundenkontakt einen lückenlosen Überblick, um beispielsweise Auftragseingänge, Lieferengpässe oder besondere Konditionen sofort anhand der tatsächlichen Daten aus Produktion, Lager oder Logistik verhandeln zu können. ERP ermöglicht es, Kundenbeziehungen deutlich professioneller zu gestalten, anstelle Antworten im besten Fall für übermorgen zu versprechen.

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