Condusiv beschleunigt virtuelle Windows-Anwendungen

I/O-Performance steigt um 50 bis 300 Prozent

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Gutes und böses I/O

Das Prinzip von V-Locity klingt einfach: Ein Filter sorgt dafür, dass der Input und Output gesplittet wird, quasi in gutes und schlechtes I/O. Zugleich setzt die Software die Tausende, Hundertausende Fragmente, die Windows erzeugt, zu größeren Übertragungseinheiten wieder zusammen. Ohne dieses Zusammenfügen müssen alle Einzelteile auch einzeln übermittelt werden. Mit Hilfe der V-Locity-Technik wird stattdessen ein Bündel durchgereicht, im Idealfall ein kompletter Datensatz.

Technische Merkmale von V-Locity.
Technische Merkmale von V-Locity.
(Bild: Condisiv)

So können mehr Daten in I/O-Anfragen paketiert werden, während aktive Daten im verfügbaren Serverspeicher gleichzeitig zwischengespeichert werden. Das Ergebnis ist eine mehr als deutliche Steigerung der Anwendungsleistung – einfach durch eine reine Softwarelösung.

Das funktioniert bei verschiedenen Anwendungen unterschiedlich gut: Bei typischen Datenbank-Anwendungen in SQL-Server-Umfeld können sich Optimierungen bis zu 70 Prozent ergeben. Bei Sharepoint-Anwendungen, die in vielen Unternehmen laut Wunderlich „wahre Datengräber“ sind, sind Verbesserungen um die 50 Prozent nachzuweisen.

Muster landen im virtuellen Cache

Außerdem sorgt ein „intelligent memory“, also eine Erinnerungsfunktion, dafür, dass sich Muster erkennen lassen. So ruft jeder Büromitarbeiter im Unternehmen morgens den Exchange-Server auf. Die entsprechenden immer gleichen Infos werden zumeist gleich beim Anschalten des Desktop-Rechners oder Thin-Client mit den Boot-Daten geladen. Die Erinnerungsfunktion erkennt dieses Verhalten und lädt das Muster in einen virtuellen Cache.

V-Locity ist vor allem bei jeder Art von IT-Aufgaben oder Batch-Verarbeitungsaufgaben effektiv, die zum Abschluss Minuten oder sogar Stunden benötigen. Dazu gehören Patientenakten, Abrechnung, Lohnbuchhaltung, Finanzdokumente, Berichtsanfragen, Versicherungsfälle, Verwaltung von Studentendaten, Bild- und Grafikdateien und Sicherungen.

Neben SQL- und Exchange-Anwendungen hat sich die Software bei Oracle- , VDI-Backup-, EHR/EMR- (MEDITECH), CRM-(Salesforce) Web-Server-, Business-Intelligence-Anwendungen und Dateis-Server bewährt. Sie funktioniert mit „VMware ESX/ESXi“- und „Microsoft Hyper-V“-Plattformen sowohl bei Lese- und Schreibvorgängen.

Partner und Lizenzen

V-Locity gibt es als Endpoint-Produkt. Als solches lassen sich Windows-PCs, also Desktops und Laptops eines Unternehmens beschleunigen. Das V-Locity Endpoint-Installationspaket ist rund 100 Megabyte (MB) groß. Nachdem die Installation abgeschlossen ist, belegt es 120 MB Speicherplatz. OEM-Partner sind hier etwa Lenovo, HP, Samsung und Fujitsu.

Nun wird die Work and Vision GmbH, IT-Consultant und IT-Optimierer mit Sitz in Düsseldorf, Condusiv-Partner. Beide Unternehmen kündigen bereits für das kommende Jahr eine Mischung aus kooperativen Webinaren und lokalen Events an.

Rainer Symanski, Geschäftsführer der Work and Vision GmbH, erläutert, was ihn an der Condusiv-Technik fasziniert: „Nach ersten internen Evaluationen und Präsentationen bekamen wir sehr schnell positives Feedback von unseren Kunden durch das hohe Kostenreduzierungspotenzial und die Optimierungsmöglichkeiten von V-Locity.“ In den Gesprächen mit CFOs, CIOs und Data Center Managern während der Präsentationen habe sei Team jedes Mal ein Einsparungspotenzial zwischen 70 und 80 Prozent für die Kunden identifiziert.

Die Lizenzierung der Condusiv-Software erfolgt auf Basis der physischen Implementierung. Für Provider von Managed Services erarbeitet der Hersteller ein Leasing-Modell. Bis jetzt gibt es für solche Kunden nur „Sonderlizenzen“.

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