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Virtual Gateway kontrolliert in- und out-band Keyboard-Video-Mouse Intel virtualisiert das KVM-Switching

| Redakteur: Ulrike Ostler

Bisher ist das KVM-Switching (KVM = Keyboard, Video, Mouse) im Rechenzentrum ein Hardware-gestützter Layer in Server-Racks und Blades. Jetzt macht Intel mit „Virtual Gateway“ daraus eine Software, die zudem mehr kann und direkt mit den Boards kommuniziert.

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Intel stellt mit "Virtual Gateway" ein virtuelles KVM-Produkt vor, eine Erweiterung seiner Datacenter Management Software.
Intel stellt mit "Virtual Gateway" ein virtuelles KVM-Produkt vor, eine Erweiterung seiner Datacenter Management Software.
(Bild: Intel)

Jeff Klaus ist bei Intel der General Manager Datacenter Solutions und in dieser Eigenschaft zuständig für die Datacenter-Management-Tools, die der Hersteller anbietet. In der vergangenen Woche hat er das Virtual Gateway vorgestellt.

Seinen Ausführungen zufolge erweitert das KVM-Management die bisherigen DCM-Funktionen, die unter anderem der Kontrolle des Energieverbrauchs dienen. Lizenznehmer ist hier beispielsweise Schneider Electric. Das Unternehmen bietet das „Power Capping“, als die Möglichkeit dem Stromverbrauch Obergrenzen zu setzen, als OEM-Modul seiner Software „Struxureware“ für das Datacenter Infrastructure Management (DCIM) an. Darüber hinaus nutzen Firmware- und Hardware-Hersteller die DCM-Werkzeuge von Intel.

Die neue Software hat nach Ausführungen von Klaus das Potenzial, KVM in Server-Racks und Blades zu revolutionieren. Denn sie virtualisiert diese Schicht. Der Zugriff erfolgt direkt auf Board-Level.

Folgende Funktionen liefert Virtual Gateway:

  • Sichtbarkeit und Kontrolle von IT-Assets in Echtzeit
  • Zugriff von zentraler Stelle aus
  • In-band- und out-band Kommunikation mit den Devices
  • Unterstützung für verschiedene Hersteller (OEMs)

Das Gateway kommt als Software Development Kit (SDK), so dass sich die Application Programming Interfaces (APIs) in die Software der Partner integrieren lassen. Das sind wie bisher auch schon Firmware- und Hardware-Hersteller.

Doch in DCIM-Anbietern wie Schneider Electric sieht Klaus großes neues Potenzial für die Lizenzierung für das Access-Management, zumal die Gateway-Software wesentlich preisgünstiger ist als bisherige Hardware-Alternativen und herstellerneutral.

Klaus erläutert: „Das Virtual Gateway versteht quasi all die verschiedenen die Firmware-Sprachen und kann zum Beispiel die verschiedenen BIOS-Settings interpretieren, nach dem Motto: Sag mir, wer du bist!“ Das Management der KVM-Konsole kann von verschiedenen Server-Plattformen unterschiedlicher Herstellern aus erfolgen, etwa über Java Applets und JSAON-basierte Web-APIs.

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Auf diese Weise bietet Virtual Gateway quasi eine Abstraktion von der Komplexität eines Zugriffs-Managements für die vielen verschiedenen Plattformen. Admins können die Software gleichermaßen one-to-many nutzen, um Server, Switches und Storage-Devices remote zu konfigurieren und zu reparieren.

“Normalerweise”, so Klaus”, erlauben ähnliche Tools lediglich den Zugriff auf nur einen Server zu einer Zeit. Das Virtual Gateway hingegen eröffnet die Möglichkeit, simultan auf bis zu 50 verschiedene Devices zuzugreifen.” (Übersicht über die unterstützte Hardware: siehe: Abbildung 7 oder Link unten))

Das Intel-Plug-in ist bereits jetzt verfügbar. Bis es in den Management-Produkten der Partner auftaucht, hängt von deren Raodmap ab. Neben Schneider Electric haben auch die DCIM-Hersteller ZZ Node, AIT, Device 42 und Niscom angekündigt, die Software zu lizenzieren.

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