Von SoCs bis zum Glasfaserkabel in Provider-Rechenzentren

Intel-Technik für Netzwerk, Storage, Micro-Server und Rack-Designs

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Die Rack-Scale-Architektur

Gestern zeigte zudem erstmals live ein System auf Basis der „Rack Scale“- Architektur (RSA) mit superschnellen Intel Silicon Photonics Komponenten. Anstelle des Versands von elektrischen Signalen über ein Kupferkabel werden dabei Photonen über eine dünne Glasfaser verschickt. Dies ermöglicht die Übertragung großer Datenmengen mit extrem hoher Geschwindigkeit über größere Entfernungen im Rechenzentrum hinweg.

Diane Bryant, Senior Vice President und General Manager, Datacenter and Connected Systems Group bei Intel, demonstriert den Silicon Photonics Fiber Optic Controller.
Diane Bryant, Senior Vice President und General Manager, Datacenter and Connected Systems Group bei Intel, demonstriert den Silicon Photonics Fiber Optic Controller.
(Bild: Intel)
Dazu gehören der neue „MXC Konnektor“ sowie das gemeinsam mit Corning entwickelte Glasfaserkabel „Clear Curve“. Damit sind Datenraten von bis zu 1,6 Terabit pro Sekunde über Entfernungen von bis zu 300 Metern für eine größere Rack-Dichte möglich. Getestet wurde mit einem „Agilent Bit Error Rate“-Tester (BERT), der einen „N4960A-CJ1“ Controller, einen „N4951A-H32“- Bitmuster-Generator und eine „N4952A-E32“-Fehlerdetektor umfasste.

Der eingesetzte MXC Konnektor nutzte 32 Glasfasern für eine tatsächliche Datenrate von 0,8 Terabits. Mechanische Modelle und CAD-Simulationen zeigen, dass der MXC Platz für bis zu 64 Fasern bietet für eine theoretische Bandbreite von insgesamt 1,6 Terabits pro Sekunde.

Racks mit Silicon Photonics Technologie

Mit Hilfe des RSA Designs können Industriepartner ihre Rechenzentren auf Rack-Ebene in Richtung modularer Komponenten (Storage, CPU, Arbeitsspeicher, Netzwerk) umgestalten und diese so zusammenstellen, dass sie die Anforderungen spezifischer Workloads erfüllen. Die Intel RSA vereinfacht damit auch den Austausch und die Konfiguration von Komponenten beim Ausrollen von Cloud-Computing-, Storage- und Netzwerk-Ressourcen.

Microsoft und Intel teilten gestern zudem mit, dass sie gemeinsam an dem neuem RSA Rack-Design von Microsoft arbeiten. Ziel ist es, die Rechenzentren von Microsoft besser auszulasten sowie flexibler und wirtschaftlicher zu gestalten.

In dem ersten funktionsfähige RSA-basierte Rack stecken die neuen Intel Atom C2000 Prozessoren, „Xeon“- Prozessoren, die Intel Silicon Photonics Technologie und ein Intel SDN-fähiger Switch.

SDN-Switch im Intel-Outfit

So gehörte zur gestrigen Präsentation gehört auch der Ethernet Switch „FM5224“ von Intel, der zusammen mit der „Windriver Open Network Software Suite“ Software Defined Networking (SDN)-Lösungen für Server mit größerer Packungsdichte und geringerem Stromverbrauch ermöglicht. Die Kombination wird die branchenweit erste 2.5 Gigabit-Ethernet–SDN-Switch-Lösung ermöglichen, die speziell für Micro-Server entwickelt wurde.

Soe sieht sie aus, die Atom-C2000-Produkt-Familie der Intel-Prozessoren.
Soe sieht sie aus, die Atom-C2000-Produkt-Familie der Intel-Prozessoren.
(Bild: Intel)
Gemeinsam ermöglichen sie SDN-Lösungen für das Rechenzentrum. Denn Switches auf dieser Basis können bis zu 64 Micro-Server miteinander verbinden und bieten eine um bis zu 30 Prozent höhere Knoten-Dichte – basierend auf 2,5G Port Count verglichen mit „BCM56540“.

Sie fußen auf dem Intel Open Network Platform Referenzdesign, welches Anfang des Jahres vorgestellt wurde.

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