Silizium-basierte, optische Datenverbindung erreicht Transferraten von 50 Gbit/s

Intel plant Datenturbo mit kostengünstigen Lasern und Lichtleiter

06.08.2010 | Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Ulrich Roderer

Aktuell erreichen Intels Laser aus dem Labor bereits 50 Gbit/s.
Aktuell erreichen Intels Laser aus dem Labor bereits 50 Gbit/s.

Intel will die Datenübertragung per Lichtleiter massentauglich machen. Gelingen soll das mit jetzt vorgestellten und kostengünstig zu fertigenden, hybriden Slizium-Lasern. Die sollen zukünftig Transfergeschwindigkeiten von einem Terabyte pro Sekunde ermöglichen. Bis zur Marktreife sollen allerdings noch einige Jahre vergehen.

Intel hat den Prototypen des - nach eigenen Angaben - weltweit ersten Chips mit Silizium-basierter optischer Datenverbindung und integriertem Laser vorgestellt. Das Bauteil soll Kupferleitungen mittelfristig ablösen und Daten schneller als bisher über weite Strecken transportieren.

Im Gegensatz zu bereits bestehenden optischen Technologien sollen sich die Chips kostengünstig und kompakt fertigen lassen. Damit könnten auch Bürorechner von den schnellen Übertragungsraten profitieren. Weiteres Anwendungsszenario sind verteilte Rechenzentren. Mit diesen könnten Anbieter von Cloud Computing gleichermaßen Stellfläche und Energiebedarf senken.

Marktreife und Skalierungsschritte

Bis zur Verwirklichung dieser Vision wird es jedoch noch etwas dauern. Intel rechnet mit weiteren drei bis fünf Jahren, um die Technik auf den Markt zu bringen.

Die gezeigten Prototypen erreichen aktuell Datenraten von 50 Gbit/s. Dabei werden die Lichtstrahlen von vier Lasern gebündelt und über einen einzigen Lichtwellenleiter transportiert. In weiteren Skalierungsschritten soll die Anzahl der Laser pro Chip weiter gesteigert werden. Intel stellt sekündliche Datenraten bis in den Terabit-Bereich in Aussicht.

Die jetzt vorgestellten Forschungsergebnisse sind nicht zu verwechseln mit Intels Light-Peak-Technologie. Diese soll bereits in Kürze eine optische Verbindung von Multi-Protokoll 10 Gbit/s auf Client-Plattformen ermöglichen.

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