Leibniz-Rechenzentrum in München entscheidet sich für neuen IBM Supercomputer mit Intel Xeon Prozessoren der nächsten Generation

Innovativer Supercomputer wird 2012 europäische Wissenschaftler erfreuen.

14.12.2010 | Redakteur: Rainer Graefen

Das Leibniz-Rechenzentrum in Garching bekommt 2012 innovativen Supercomputer.
Das Leibniz-Rechenzentrum in Garching bekommt 2012 innovativen Supercomputer.

Das Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) in Garching bei München hat mit IBM einen Vertrag über den Bau eines Supercomputers mit Intel Xeon-Prozessoren der nächsten Generation. Das System wird eine innovative Heißwasser-Kühltechnologie verwenden.

Getauft auf den Namen „SuperMUC“, wird der neue Supercomputer Teil der HPC-Infrastruktur von PRACE (Partnership for Advanced Computing in Europe) zur Nutzung durch Forscher und Institute in Europa.

Das Rechnersystem ermöglicht der Wissenschaftsgemeinschaft des LRZ, in bisher nicht möglichem Umfang Theorien zu verifizieren, Experimente zu entwickeln und Ergebnisse vorherzusagen. Der Supercomputer wird gemeinsam von Bund und Land Bayern finanziert.

Allzweckwerkzeug

Das LRZ unterstützt ein breites Spektrum wissenschaftlicher Aufgaben von Kosmologie über Seismologie und Erdbebenvorhersage bis hin zu medizinischer Forschung. Auf Grund der vielen unterschiedlichen Anwendungen, hat sich das LRZ für einen General Purpose-Computer entschieden.

Der Supercomputer basiert auf dem IBM System x iDataPlex Konzept mit mehr als 14.000 Intel Xeon Prozessoren und erreicht eine Spitzenleistung von bis zu drei Petaflops pro Sekunde.

Heißes Wasser kühlt besser

SuperMUC nützt ein innovatives Wasserkühlungskonzept. Bis zu 50 Prozent des Energieverbrauchs und CO2-Footprints eines durchschnittlichen luftgekühlten Rechenzentrums entsteht nicht durch die Prozessorabwärme, sondern den Betrieb der notwendigen Kühlsysteme, um die Server vor Überhitzung zu schützen.

Interessantes Detail der Wasserkühlung: Für die Wärmeabfuhr wird ca. 45 Grad heisses Wasser zum Prozessor geleitet, der die Temperatur auf 60 Grad erhöht. Das so erhitzte Wasser wird anschließend für die Beheizung des Gebäudes verwendet.

SuperMUC kombiniert Wasserkühlung – die die Hitze bis zu 4000 mal effizienter als Luft abführen kann – mit energieeffizienten Intel-Prozessoren und einem anwendungsorientierten, dynamischen Systems Management, um den Energieverbrauch weiter zu senken.

 

Statement von Prof. Arndt Bode, Leiter des Leibniz Rechenzentrums

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