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Virtuelle Computer, Lastenausgleich und virtuelle Netzwerke Infrastrukturdienste in Microsoft Azure

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Florian Karlstetter

„Microsoft Azure“ bietet verschiedene Cloud-Dienste an, die vor allem IaaS, PaaS und SaaS zugeordnet sind. Die Stärke besteht darin, dass sich die Dienste miteinander mischen lassen.

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Microsoft vereint in Azure eine große Anzahl an Cloud-Diensten und Services, die gut kombinierbar sind.
Microsoft vereint in Azure eine große Anzahl an Cloud-Diensten und Services, die gut kombinierbar sind.
(Bild: Microsoft)

Microsoft bietet mit Microsoft Azure, aber auch mit „Office 365“ Dienste an, die zusammenarbeiten, und sich mit lokalen Diensten ergänzen lassen. Das bietet den Vorteil, dass Unternehmen die Vorteile der verschiedenen Cloud-Dienste nutzen können, da erst in Kombination alle Vorteile optimal genutzt werden können.

Betreiben Unternehmen zum Beispiel mehrere Niederlassungen, die per VPN miteinander verbunden sind um Daten auszutauschen, können sie in Microsoft Azure auch Multi-Site-VPNs nutzen. Bei diesem Vorgang wird das virtuelle Netzwerk in Microsoft Azure mit allen Standorten per VPN verbunden. Dadurch können die Cloud-Dienste in Microsoft Azure wesentlich effizienter mit den Ressourcen in den Rechenzentren arbeiten.

Microsoft Azure bietet zusätzlich den Vorteil über den Marketplace Sicherungslösungen von Drittherstellern zur Verfügung zu stellen. Mit diesen lassen sich lokale Daten in Microsoft Azure sichern, aber auch Daten aus Microsoft Office 365. Betreiben Unternehmen virtuelle Server in Microsoft Azure, kann auf diesen ein Sicherungsagent installiert werden, der wiederum mit einem externen Sicherungsangebot verbunden ist. IaaS, PaaS und SaaS arbeiten in Microsoft Azure Hand in Hand, auch zusammen mit Drittanbietern.

IaaS stellt eine wichtige Grundlage in Microsoft Azure dar

Die Grundlage von Microsoft Azure stellen sicherlich die Dienste rund um Infrastructure-as-a-Service (IaaS) dar. Dazu gehören Infrastrukturdienste wie virtuelle Computer, virtuelle Netzwerke, Load Balancer und alle Dienste, die mit diesen zusammen funktionieren.

Die Infrastrukturdienste sorgen nicht nur für die Verbindung zwischen den verschiedenen Cloud-Diensten in Microsoft Azure, sondern können auch eine Verbindung zu anderen Cloud-Service herstellen, oder auch Verbindungen zu lokalen Netzwerken.

Microsoft stellt in Azure aber nicht nur Server und Netzwerke bereit, sondern auch virtuellen Datenspeicher, der von den verschiedenen Diensten genutzt werden kann. Azure Storage kann komplett in der Cloud genutzt werden, aber auch als gemeinsames Medium in hybriden Bereitstellungsszenarien.

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Um Sicherheits-Einstellungen in Microsoft Azure zu integrieren, bietet Microsoft die Netzwerksicherheitsgruppen (Network Security Groups, NSGs). Dabei handelt es sich um virtuelle Firewalls, mit denen sich einzelne Objekte in Microsoft Azure voneinander abschotten lassen, auch gegen das Internet. Administratoren können über Regeln in den NSGs exakt festlegen, welcher Netzwerkverkehr erlaubt sein soll, und welcher blockiert werden soll.

Unternehmen, denen die Standard-Sicherheitsfunktionen in Microsoft Azure nicht ausreichen, können über den Azure Marketplace virtuelle Appliances erwerben, welche die Sicherheit im virtuellen Cloud-Netzwerk verbessern und flexibler steuerbar machen. Hier wird also schnell deutlich, wie in Microsoft Azure IaaS und PaaS zusammenwachsen.

IaaS mit PaaS und SaaS

Microsoft ergänzt IaaS mit Funktionen, die Plattform-as-a-Service (PaaS)-Lösungen zugeordnet werden können. Dabei handelt es sich zum Beispiel um vorinstallierte virtuelle Server, die Entwicklungsumgebungen zur Verfügung stellen und auf denen das Betriebssystem und Serveranwendungen bereits installiert sind.

Dadurch lassen sich die Dienste aus IaaS effizient nutzen, um PaaS zu vernetzen, zu schützen, oder mit lokalen Netzwerken und anderen Clouddiensten zu verbinden. Administratoren haben direkt Zugriff auf die Betriebssystem- und Anwendungseinstellungen der Dienste, die über Plattform-as-a-Service (PaaS) zur Verfügung gestellt werden.

Zusätzlich bietet Microsoft noch Software-as-a-Service-Lösungen an. Diese stellen bekannte Microsoft-Produkte wie Exchange oder SharePoint als Online-Version in der Cloud zur Verfügung. Auch hier kann eine Verbindung über IaaS oder PaaS aufgebaut werden. Durch die Zusammenarbeit der Dienste lassen sich zum Beispiel Authentifizierungsfunktionen aus Microsoft Azure wie Azure Active Directory in SaaS-Diensten nutzen, beispielsweise in Office 365, genauer gesagt Exchange Online oder „Sharepoint Online“. Auch wenn die Cloud-Dienste von Microsoft verschiedene Namen tragen und in Microsoft Azure und Office 365 aufgeteilt sind, sind diese generell als Basis von Microsoft Azure aufgebaut.

Einsatzszenarien für IaaS

Neben dem Aufbau von Test- und Entwicklungsumgebungen, kann eine IaaS-Infrastruktur auch für zahlreiche andere Einsatzszenarien genutzt werden. Dazu gehört der Aufbau von Webhosting-Szenarien genauso wie die Speicherung von Daten in der Cloud. Die Datenspeicher in der Cloud lassen sich wiederum zur Datensicherung und damit auch zur Wiederherstellung nutzen.

Dabei können nicht nur Daten aus und in der Cloud gesichert werden, sondern auch Daten in lokalen Netzwerken. Durch diesen Hybrid-Ansatz stellt IaaS also ein ideales Bindeglied zwischen lokalen Serverlösungen und der Cloud dar. Ein gemeinsamer Einsatz der beiden Einsatzszenarien erhöht den Nutzen von Iaas weiter.

Big Data, High Performance Computing ohne Investitionskosten

Iaas ist vor allem dann sinnvoll, wenn schnell eine hohe Leistung notwendig ist, beziehungsweise große Datenmengen gespeichert werden müssen. Daher spielt die Infrastruktur vor allem auch in Einsatzszenarien eine wichtige Rolle, die Big Data betreiben, High Performance Computing oder eine große Anzahl Web Apps nutzen. Unternehmen müssen für zahlreiche virtuelle Computer und hohe Speicherkapazität aber nichts investieren, sondern können die notwendigen Ressourcen in Microsoft Azure buchen, sofort nutzen, und vor allem so hoch und schnell skalieren wie sie wollen.

Der Autor:

Thomas Joos schreibt IT-Fachartikel und -Fachbücher. Auf DataCenter-Insider verfasst er Tipps für Admins, siehe „Toms Admin-Blog

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Über den Autor

 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist