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Ticken meine Anwendungen noch normal? Infrastruktur-Monitoring von CA - 'mal frei und 'mal mit Love-Faktor

| Redakteur: Ulrike Ostler

„Ich bin selbst begeistert“, sagt Peter Mörsch, Senior Solution Strategist bei CA Technologies. Es geht um die automatisierte Überwachung des Anwendungsverhaltens - Application Behaviour Analytics (ABA) und „Snap“, ein Nimsoft-Tool zum Hausgebrauch.

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Diese Reaktion eines Kunden ist laut CA Technologies eine echte, als dieser zur CA World in diesem Frühjahr erstmals von Application Behaviour Analysis (ABA) hörte.
Diese Reaktion eines Kunden ist laut CA Technologies eine echte, als dieser zur CA World in diesem Frühjahr erstmals von Application Behaviour Analysis (ABA) hörte.
(Bild: CA Technologies)

Die Begeisterung scheint echt, wenn Mörsch über ABA – „Application Behaviour Analytics“ spricht: „Ich hätte nie gedacht, dass wir ein so tolles Tool auf den Markt bringen“, sagt er. Hinter der Funktion steckt eine Big-Data-Analyse für technische Umgebungen.

Abbildung 1: Application Behaviour Analytics gehört bei CA in den Bereich Software Assurance.
Abbildung 1: Application Behaviour Analytics gehört bei CA in den Bereich Software Assurance.
(Bild: CA Technologies)
Diese bekommen Kunden von CA Technologies als Modul kostenlos mitgeliefert, wenn sie „CA APM“, ein Tool für das End-to-End Application Performance Management, und(oder „Introscope“ zur Performance-Überwachung von Webanwendungen, einsetzen. Damit gehört die Big-Data-Funktion bei dem Anbieter in den Bereich „Software- “ beziehungsweise „Service Assurance“ (siehe: Abbildung 1). Getrennt davon lässt sich die Funktion nicht erwerben.

Erst vor Kurzem veröffentlichte das Analystenhaus Forrester die Ergebnisse einer Assurance-Studie, die Forrester Consulting im Auftrag von CA Technologies durchgeführt hat, den „Evolve Infrastructure Management Into Service Assurance-Report“. Demnach basieren innovative Geschäftsmodelle und Services wie Cloud und Big Data-Analytik auf einem strategischen Service Assurance-Portfolio, das von Infrastruktur-Management gestützt wird.

Schon die Nennung der Hype-Begriffe wie Big Data, Cloud und IT-Services deuten darauf hin, dass die IT nicht nur immer komplexer wird, sondern das auch noch in einem zunehmenden Tempo. Ohne Werkzeuge für die Automatisierung und eines Konsolidierung der Tools, scheinen IT-Administratoren und Anwender in einem Kampf gegen Windmühlen festzustecken.

Service-Assurance

In der Studie heißt es: „Die Entwicklung der IT gestaltet die nächste Stufe der industriellen Revolution – einer Bewegung, deren Wurzeln in standardisierten Prozessen und Automation hat – maßgeblich mit. Die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Stufe sind die gleichen wie in den vorherigen Stufen: beschleunigte Produktionsprozesse und höhere Produktqualität.“

Abbildung 2: Auch die Marktforscher von IDC bestätigen die zunehmende Komplexität.
Abbildung 2: Auch die Marktforscher von IDC bestätigen die zunehmende Komplexität.
(Bild: IDC/CA Technologies)

In der IT-Welt handele es sich bei diesen Produkten um Geschäftsservices. Die Anforderungen an Geschwindigkeit und Qualität könnten von einer in die Jahre gekommenen IT nicht abgedeckt werden. Innovative Geschäftsmodelle und Technologien, die bezeichnend für die industrielle IT-Bewegung seien, nutzen hingegen unter anderem cloud-basierte Services, Collaboration-Werkzeuge und Big Data-Analytik.

„Sie alle haben eines gemeinsam“, schreiben die Studien-Macher. „Sie benötigen ein stabiles Monitoring, um transparent operieren zu können. Cloud funktioniert nicht ohne ein solides Monitoring; die anderen Technologien ebenfalls nicht.“

APM macht Kunden zufrieden

Abbildung 3: APM bei CA schließt den Mainframe mit ein.
Abbildung 3: APM bei CA schließt den Mainframe mit ein.
(Bild: CA Technologies)
Was APM liefern kann, zeigt sich in Abbildung 3: Customer Experience, macht die Kundenzufriedenheit sichtbar, Application Health, verfolgt die Leistung der Applikation über die Infrastruktur, Transaktions-Management, liefert tiefgehende Diagnose und Ursachen-Analyse von Applikationsproblemen, Cloud Monitoring und Cross Enterprise Sichtbarkeit.

Dennoch stoßen selbst solche umfangreichen Tools wie die von CA Technologies an ihre Grenzen, selbst wenn alle Infrastruktur-Informationen auf einem Dashboard dargestellt werden könnten.

Abbildung 4: Unterhalb der geschlängelten Linie sind die Variablen erkennbar.
Abbildung 4: Unterhalb der geschlängelten Linie sind die Variablen erkennbar.
(Bild: CA Technologies)
Hilfreich hingegen ist es, so Mörsch, wenn sofort erkennbar wäre, wenn eine Anwendung oder ein Service vom „normalen“ Verhalten abweicht und ob diese Abweichung ein Eingreifen erfordert (Abbildung 4 und 5).

Abbildung 5: Ein abweichendes Verhalten kommt selten allein.
Abbildung 5: Ein abweichendes Verhalten kommt selten allein.
(Bild: CA Technologies)
Darüber hinaus reicht es nicht, nur eine Anwendungen, einen IT-Prozess zu beobachten. Vielmehr sollten sich Interdependenzen erkennen lassen und welche Parameter in Mitleidenschaft gezogen sind; eine blaue Linie könnte der Antwortzeit entsprechen, eine orange-farbene der CPU-Zeit und die grüne dem Paketdurchsatz.

Tatsächlich haben Anwendungen manchmal 10.000 Variablen, und ohne eine solche Big-Data-Analyse von technischen Daten ist es auch für ausgebuffte Profis schwer erkennbar, welche Kette an Beeinflussungen entsteht und wie genau welche Parameter zusammenhängen. „Aus unserer Sicht“, sagt CA-Experte Mörsch, „ist die Analyse und Korrelation von Infrastrukturdaten ein Riesenwurf“.

Allerdings geht die Funktion der selbstlernenden und vorausschauenden (predictive) Analyse sowie Mustererkennung nicht gänzlich auf CA Technologies zurück. Tatsächlich basiert die Anwendung auf einem OEM-Abkommen mit Prelert, die im März dieses Jahres geschlossen wurde.

Prelert liefert Muster normalen Verhaltens

aus dem Datenblatt zu "Prelert for CA APM (Introscope & CEM); Turbocharge Introscope with Self-Learning Analytics", siehe: Download.
aus dem Datenblatt zu "Prelert for CA APM (Introscope & CEM); Turbocharge Introscope with Self-Learning Analytics", siehe: Download.
(Bild: Prelert/CA Technologies)
Das Unternehmen aus Framingham stellt Software bereit, mit der sich Muster in Maschinendaten erkennen lassen, so dass sich letztlich normalen von anormalem Verhalten unterscheiden lässt. Auf seiner eigenen Website spricht das Unternehmen davon, dass sich die Analysen von Fehlern in komplexen IT-Strukturen um bis zu 90 Prozent verkürzen lassen.

Außerdem braucht nicht jedes Mal bei Problemen ein IT-Crack in die Tiefen der Infrastruktur-Daten eintauchen und das Konfigurieren von Management-Tools vereinfacht sich.

Dazu kommt, dass laut Forrester-Studie eine Fragmentierung des Infrastruktur-Managements bringt keinen Mehrwert bringt. Zum einen bekämen isolierte Werkzeuge nicht genügend Aufmerksamkeit und seien somit verschwendete Investitionen.

Bildergalerie

Zudem würden Werkzeuge oftmals nur als zweitrangige Priorität betrachtet und das das volle Potenzial also nicht ausgeschöpft. Zudem könne die ungenügende Integration von Tools nicht die nötige Sichtbarkeit für das Verhalten und die Verfügbarkeit der Services bieten. „Je mehr IT Service-Management zur Norm wird, desto wichtiger wird die Integration“, so die Untersuchung.

Damit das in Prelert-APM-Introscope-Umfeld nicht passiert, steht für die Werkzeuge ein vereinheitlichtes Dashboard zur Verfügung (siehe: Bildergalerie).

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