Künstliche Intelligenz löst komplexe Geschäftsprobleme

Infosys stellt Nia vor, eine Plattform für Künstliche Intelligenz

| Redakteur: Ulrike Ostler

Infosys bietet mit „Nia“ einen neue KI-Plattform zur Verbesserung von Geschäftsprozessen an.
Infosys bietet mit „Nia“ einen neue KI-Plattform zur Verbesserung von Geschäftsprozessen an. (Bild: gemeinfrei: Geralt/Pixabay / CC0)

„Infosys Nia“ folgt „Infosys Mana“und der Robotic-Process-Automation (RPA) „Assist Edge“nach. Die beiden Produkte haben zusammen innerhalb eines Jahres über 150 Einsätze für mehr als 50 Kunden aus verschiedenen Branchen absolviert.

Infosys Nia soll eine umfassende, flexible und modulare Plattform sein, die eine große Bandbreite an industrie- und funktionsspezifischen Anwendungen ermöglicht. Zu diesem Zweck laufen darin die Eigenschaften diverser Produkte des Herstellers zusammen: Mana steuert Big Data Analytics, Machine Learning, Wissens-Management und Kognitive Automation bei, von Assist Edge stammen die Ende-zu-Ende RPA-Funktionen. Hinzu kommen die skalierbaren Machine-Learning-Fähigkeiten von „Skytree“. Ebenfalls Teil von Nia sind Optical Character Recognition (OCR), Natural Language Processing (NLP) und Services für das Infrastruktur-Management.

Mit den KI-Produkten der ersten Generation lag der Fokus auf IT, Vereinfachung, Effizienz und Kostensenkung. Zum Funktionsumfang gehörten unter anderem die Konsolidierung von Wissen im Unternehmen, Deep Analytics, Service Automation und automatische Root Cause Analysis. Mithilfe von Infosys Nia sollen die Kunden dagegen erfolgskritische Geschäftsprozesse angehen. Sie können zum Beispiel Umsatzprognosen erstellen, im Vorhinein eruieren, welche Produkte hergestellt werden müssen. Die Plattform erlaubt es, Verträge und juristische Dokumente zu analysieren, „versteht“ Compliance-Richtlinien und deckt Betrug auf.

Im Vergleich zum Status Quo

Dr. Vishal Sikka, Chief Executive Officer bei Infosys, macht noch einmal den Unterschied zu den Vorgängern deutlich. „Als wir im vergangenen Jahr unsere wissensbasierte KI-Plattform Mana vorgestellt haben, wollten wir Kunden wie nie zuvor mit Wissen, Daten und Automatisierung zusammen mit unseren Services versorgen.“ Die Adaptionsrate sei enorm gewesen. „Unsere Kunden haben Mana vor allem eingesetzt, um die Servicebereitstellung zu verbessern und durch Automation die Effizienz zu steigern sowie die Kosten zu senken. Doch uns war klar: Es gibt viel mehr Potential, ein fast grenzenloses Potential, KI in die anspruchsvollsten und komplexesten Geschäftsprobleme einzubinden.“

Nia verfolge nun einen zielorientierten Ansatz. „Technologie ist dazu da, menschliches Potential zu verstärken und Menschen zu ermöglichen, neue Wege zu beschreiten und Ziele zu erreichen. Mit unserer einzigartigen Expertise, Menschen in KI-Technik und Zukunftstechnologien zu schulen, haben wir die Plattform, die Services und die Fähigkeiten, unseren Kunden einen beispiellosen Mehrwert zu liefern.“

Dr. Tom Reuner, Senior Vice President, HfS Research, ergänzt: „Der modulare Aufbau von Infosys Nia erlaubt mehr Flexibilität in verschiedensten Anwendungsszenarien. Mit seiner weitläufigen KI- und Cognitive-Computing-Expertise versorgt Infosys Kunden mit Lösungen, die Daten ins Zentrum der Strategie für die Servicebereitstellung stellt. Es mag banal klingen, aber Daten werden tatsächlich zur neuen Währung.“

Zu den Geschäftsprozessen, die sich verbessern lassen, gehören:

  • Order-To-Cash-Prozesse; hier soll mithilfe eines Echtzeit-Risikoprofils, die dazu dienen, die Einkaufsstrategie individuell zu berücksichtigen, Unstimmigkeiten schneller beigelegt oder ganz vermieden werden können. Unregelmäßigkeiten lassen sich vorherzusehen. Der Cashflow ist sichtbarer und lässt sich besser prognostizieren. Das Ergebnis ist eine Reduzierung der DSO (Days Sales Outstanding).
  • Variabilitätsprognosen von Produktions- und Materialkosten bei verkürzten Produktentwicklungs-Zyklen.
  • die Erstellung von Wissensmodellen für verschiedenste, komplexe Arbeitsverträge mit On-Demand-Self-Service-Schnittstelle, um das Wissen zur Verfügung zu stellen.
  • die Erzeugung einer „Kunden-DNA”, basierend auf externen und internen Datensätzen. Kunden lassen sich so zielgerichteter ansprechen. Möglichkeiten zum Up- und Cross-Selling sind besser zu identifizieren, um personalisierte Lösungen anbieten und Kundenzufriedenheit steigern zu können.
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